Zitat von Darek: Ich habe sie gefragt, ob sie Spaß am Sport hat und es ihr besser geht, nachdem sie inzwischen über 10 kg an Gewicht verloren hat.
Und wie wolltest Du aus diesem Thema dann auf Deine Probleme umschwenken?
Zitat von Darek: Was soll ich da noch sagen und anfangen?
Na eben!
Du hättest sie genauso fragen können, ob der Fußpilz beim Kind besser geworden ist. Auch dann hättest Du nicht gewusst, was Du als nächstes sagen sollst.
Du WEISST doch, dass Deine Frau an Sport keinen Spaß hat. Und Du WEISST doch, dass sie andere Prioritäten als ihren Körper hat. Und Du kannst Dir doch VORSTELLEN, dass es mit 80 oder 90kg alles andere als spaßig ist, Sportklamotten zu kaufen und sich mitten ins Gym zu stellen.
Und WENN Du schon mit dem denkbar heikelsten aller Themen beginnen müsstest, warum dann so passiv? Warum fragst Du sie etwas, dessen Antwort Dich nicht wirklich interessiert, weil es ja völlig egal ist, ob sie den Sport als Notwendigkeit empfindet. Du willst doch nur, dass sie abnimmt. Und das tut sie.
Du hättest, wenn schon dieses Thema, dann mit ihr zusammen überlegen können, ob es noch Sportarten gibt, die ihr zusammen entdecken könnt, z.B. Paddeln. Dann wärst Du von "Na? Schatz?macht Dir nach 19 Jahren Ehe jetzt plötzlich Sport doch Spaß?" auf "Was kann ich tun, damit die Bewegung nicht nur Pflicht ist, sondern auch Spaß macht."
Aber ich fürchte, dass Du diese wohlwollende Herangehensweise an Deine Frau gar nicht mehr hast. Dafür wirkt sie auf Dich im wahrsten Sinne zu "übermächtig" und Du neben ihr zu klein. Und dann wird aus liebevoller Fürsorge ein Belauern und Ausweichen.
Zitat von Darek: Mein Ziel ist in meiner Situation und 19 Jahre Ehe nicht durch solche externen "Impulse" aus der Bahn geworfen zu werden und dann alles in Frage zu stellen.
Das ist imho das falsche Ziel.
Das wäre ja nur ein "Weiter so! Unzufrieden weitermachen."
Statt dessen möchtest Du doch aus der Bahn geworfen werden und das soll es doch nicht alles schon gewesen sein.
Nur dass die Impulse eben aus Dir selbst heraus kommen sollten und Du Dich dafür nicht wieder passiv an eine Frau dranhängen und von ihr durchs Leben führen lassen solltest. Denn dann wechselst Du nur die Frau und die Optik, aber nicht Deine Unterlegenheit und Hemmungen.