Zitat von Wasabix:Bin ja keine Fachperson, aber ich würde sagen, seine Selbsterkenntnis ist ( noch) eingeschränkt. Die eigene Angst kann er benennen. Und diese ...
Ach, Wasabix
😞 (wo ist der Umarm-Emoji). Überleg es Dir GUT!
Meine Situation ist ja auch schwierig (hab ich ja schon erwähnt) : Ehe ganz arg auf der Kippe. Mein Mann (etwa im Alter Deines Freundes) nannte mir (wie gesagt: Ehe seit einigen Jahren auf der Kippe) vor einer Woche, als ich ihn nochmal fragte, warum seine erste Ehe vor 15 Jahre gescheitert sei, als Grund die Affäre seiner ersten Frau. Das ist für ihn IMMER noch. Trotz Paartherapie, trotz ich-weiß-nicht-was.
Für mich heißt das: nichts, aber wirklich GAR nichts begriffen.
Und mein Mann ist intelligent. Beruflich erfolgreich. Aber er ist offenbar nicht wirklich in der Lage, eigene Anteile zu erkennen.
Mein Mann hat nie schlecht über seine erste Frau geredet. Aber offenbar bis heute nicht erkannt, woran diese Ehe gescheitert ist. Er erkennt offenbar auch keine Muster. Keine Parallelen zu unserer Ehe. Als ich ihn kennenlernte, war ich Mitte 20. Viel weniger reflektiert. Da dachte ich, diese seine Antwort sei ok.
Heutzutage seh ich es ganz anders.
Ich hatte auch eine Affäre, wir gehen in unserer Ehe seit einigen Jahren durch viele Tiefen und ich arbeite seit einigen Jahren unermüdlich an mir selbst. In Eigenregie. Mit Hilfe von Außen. Und ich wage zu behaupten, dass ich mich echt weiterentwickelt habe.
Liebe Wasabix, bei dem, was du über den Mann schreibst, schrillen bei mir (!) immer mehr sämtliche Alarmglocken. Ich bin mir sicher, dass er ein netter Mann ist. Der ist bestimmt schlau, sieht gut aus. Ist humorvoll, ein guter Gesprächspartner. Aber ich bin mir nicht sicher, ob er genug Introspektion betrieben hat. Ich finde, das sollte er tun, bevor er eine neue Beziehung eingeht. Denn ich bin mir wirklich nicht sicher, ob das sonst alles gut für dich ausgeht.