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Meine Liebe treibt mich in den Wahnsinn

S
Zitat von Arnika:
Spannend find ich’s dann aber immer, dass Deutsche es gar nicht abkönnen, wenn sie hören, dass sie international die Unbeliebtesten sind.

Ist dem wirklich so? Wusste ich noch gar nicht. Aber sei es drum, dann ist es halt so. Socken in Sandalen sind ja auch wirklich unstylisch, also sei es dem Rest der Welt total gegönnt, uns nicht zu mögen. Ich zwinge ja niemanden dazu, solange man mich in Ruhe lässt.

Zitat von Arnika:
Bei uns war er ein verachteter Postkartenmaler ohne Kohle, der von seiner Mami lebte.

Raff ich nicht. Seine Mami starb doch als er 18 war, pünktlich zu seiner Volljährigkeit.

Zitat von Arnika:
Russland permanent anzugreifen, um es sich einzuverleiben, ist ja auch was ewig Deutsches.

Echt? Ich wusste gar nicht, dass Dschingis Khan und Napoleon auch Deutsche waren. Aber gut zu wissen.

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Was hat das alles mit dem aktuellen Thema zu tun? Es gibt doch ein Gesellschaft und Politik Thread, reicht der euch nicht?

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A


Meine Liebe treibt mich in den Wahnsinn

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Erst einaml - vielen Dank an alle, die sich meinem Thema gewidmet haben. Ich habe mir all eure Antworten durchgelesen und kann sagen, dass ich sehr oft zu lachen hatte (was sehr gut getan hat) und vieles mich hat tiefer nachdenken lassen.

Ich denke auch, dass die "meine Liebe" Ansprache keinerlei böse und abwertenden Hintergrund bei ihr hat sondern eher zum Beispiel :
Zitat von GreenTara:
eine alberne Marotte

ist.

Eine Gewohnheit, die sie irgend wann man erlernt oder abgeschaut und für passend eingeordnet hat ohne dabei jemals selbst zu merken, dass sie nur noch so die Menschen anspricht. Tatsächlich nennt sie auch andere "meine Liebe" , deshalb ist es unwahrscheinlich, dass sie irgenwie ausgerechnet mich klein machen will. Trotzdem bleibt mein inneres Zusammenziehen - das hab ich mir ja auch nicht ausgesucht und Ja, eigentlich sollte es angesprochen werden. Aber mir geht es nun mal genau so :
Zitat von Ella:
Mir fällt es schwer zu akzeptieren, dass mich "so eine Kleinigkeit" stört

Das ist meine Baustelle, das weiß ich. Aber die Tendenz erst mal ewig zu prüfen, ob es berechtigt ist, dass ich so fühle, ob ich meine Sicht nicht doch verändern könnte, ob es ein mieser Gedanke und unnötiger Angriff ist - das hat halt in meinem Kopf immer Vorrang. Das ist wohl das, was mich aufhält einfach mal geradeaus auszuspucken was mich nervt und stört. Dieses ewige "prüfen auf Gerechtigkeit" ist schon auch super anstrengend und letztendlich aber tatsächlich auch beziehungsschädlich. Weil solange man prüft entfernt man sich leider auch von dieser Person immer ein Stück.

Zitat von Ella:
wie lange soll die Dankbarkeit für die Hilfe von damals gelten? Empfindest du sie überhaupt als Freundin?

Es ist nicht nur Dankbarkeit. Es ist eben, wie schon erwähnt, dass ewige Grübeln, ob diese Freundschaft vielleicht doch eigentlich wertvoll ist, ob ich zu empfindlich bin, ob ich Dinge falsch einordne usw. Das Problem ist nur, dass mein Körper mir schon zeigt, dass ich mich innerlich distanziere. Inzwischen merke ich, dass bei jedem Treffen weniger Freude und Leichtigkeit in mir sind. Das liegt aber nicht nur an "meine Liebe" sondern eben wie bereits erwähnt, an mehreren kleinen Dingen, die sich sich wie ein roter Faden in ihrem Verhalten durchziehen.

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Heffalump
Du kannst ja auch nur den Kontakt minimieren

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Zitat von phoenix123:
Es ist eben, wie schon erwähnt, dass ewige Grübeln, ob diese Freundschaft vielleicht doch eigentlich wertvoll ist, ob ich zu empfindlich bin, ob ich Dinge falsch einordne usw.

Mir geht es genauso wie dir und verabschiede mich nicht aus Kontakte, die nicht (mehr) passen. Ob sie je gepasst haben, sei in Frage gestellt. Ich habe mir lange überlegt, woher das kommen könnte, ob ich leichtfertig etwas aufgegeben habe, was ich danach bereute. War nicht der Fall. Es ist eher so, dass ich bei jedem mal das Bedürfnis hatte, ihn/sie auf dem Mond zu schießen und bin froh, dass ich es nicht getan habe.

Auf jeden Fall ist es sehr anstrengend, wenn man so unterwegs ist 😞.

#80


P
Zitat von tööö:
sie abzuwerten

Du meintest, dass du den Eindruck hast dass ich nach Gründen suche sie abzuwerten. Ich habe darüber nachgedacht ob es einen Unterschied gibt zwischen : "Ich beschreibe ein tatsächliches Verhalten" und "ich lästere und werte ab". In meinem Text gibt es tatsächlich einen Satz den man als schwierig einordnen könnte und das ist wahrscheinlich die Stelle an der ich sage "da läuft was schief in ihrem System". Solche Spitzen sollte ich sicherlich weglassen. Ein einfaches "ich finde es unangenehm und merkwürdig, warum jemand einem gesunden Menschen über die Straße helfen will" hätte wohl gereicht.

Zitat von tööö:
ohne dich zu fragen, wann sie dich vielleicht als anstrengend und nervig empfinden könnte

Oh doch. Das frage ich mich schon bzw ist es eher ein "Ich weiß, dass ich sicherlich auch mal anstrengend und nervug sein kann". Allerdings möchte ich behaupten, dass ich das dann aber meist auch selbst merke und dann auch ganz oft sage "Sorry, bestimmt nervt dich das gerade oder" tut mir leid - ist sicher anstrengend für dich ". Das mache ich eigentlich sehr oft - mich für mich zu entschuldigen.

Zitat von Löwenzeh:

Der ehrlichen Einsicht, nie was gesagt zu haben.... Zu:




...der Ansicht, bei der stimmt was nicht.
Das ist ja auch ne nette Freundin
(also du jetzt).

Kann denn nicht beides gleichzeitig da sein? Einsicht seines eigenen Anteils und trotzdem der Frage "ist dieses Verhalten übergriffig?"

Zitat von tööö:
Aber vielleicht legen Männer weniger Wert auf Förmlichkeiten und Titel

Ich weiß nicht ob es hier wirklich um Wert auf Förmlichkeiten geht. Sehe ich eher nicht so. Es geht darum, dass ein Verhalten eines Menschen in dir irgendwas Ungutes auslöst... Das sucht man sich nicht aus indem man einen Wert morgens definiert und dann mit einem Notizblock rum läuft und Strichliste führt wer sich nun dran gehalten hat. Nein... Es ist die Summe vieler kleiner Verhaltensweisen auf die der Körper und das Gehirn mehr und mehr von ganz allein mit Abneigung reagiert. Da kann man nicht einfach sagen "Ah, seh das doch nicht so eng". Aber wie schon beschrieben versuche ich ja eigentlich genau das. Mir schön zu reden, dass das doch gar nicht nervig sein DARF. Ein Dilemma...

Meine ehemalige Therapeutin hat zu mir gesagt und auch sonstige Neurowissenschaft bestätigt "Der Körper lügt nicht..."

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P
@Ella es tut gut zu hören, dass es anderen auch so geht. Und ja, du triffst den Nagel auf den Kopf : Es ist ultra anstrengend. Ich bin immer so verwundert wie andere einfach sagen können "na dann, weg damit"! Ich weiß gar nicht wie das funktioniert und muss mir aber stellenweise eingestehen, dass ich das bewundere und mir denke "ich wäre auch gerne so..."

Das würde so viel Energie und Grübelzeit sparen und man hätte Zeit und Kraft für die wirklichen schönen Dinge im Leben.

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P
Zitat von Heffalump:
Du kannst ja auch nur den Kontakt minimieren

Ja. Das ist der Weg den ich gerade gehe. Wahrscheinlich reicht es einfach nicht mehr für eine tiefe und enge Freundschaft aber eben auch nicht für "ich will mit dir nichts zu tun haben".

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S
@phoenix123
Was hält dich davon ab, einfach mal alles mit ihr zu besprechen mit Ich-Botschaften und nicht, dass sie etwas falsch macht. Wie du dich fühlst mit einzelnen Verhaltensweisen von ihr.
Oder: Bei jeder Verhaltensweise neu reagieren z.B. du, weißt du was, das mit dem "meine Liebe" kann ich nicht mehr, das löst in mir immer mehr das oder das aus. Dann, ach du, ich gehe lieber selbständig über die Straße, so lange ich das noch kann Zwinkerndes Gesicht usw. Immer in Ich-Botschaft ohne sie abzuwerten.
Wenn man authentisch ist, dann sortieren sich die anderen selbst aus, wenn sie das nicht wollen.
Ich weiß nicht, ob man eine langjährige Freundschaft einfach aufgeben oder reduzieren sollte, ohne mich vorher mal gezeigt zu haben. Sie weiß ja gar nicht, dass es dich stört und hat deshalb keine Chance es zu ändern. Außerdem ist das eine Gelegenheit für dich, zu erleben, dass du zu dir selbst stehst.
Aufgeben oder reduzieren kannst du immer noch.

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GreenTara
@phoenix123
Zitat von phoenix123:
Es ist nicht nur Dankbarkeit. Es ist eben, wie schon erwähnt, dass ewige Grübeln, ob diese Freundschaft vielleicht doch eigentlich wertvoll ist, ob ich zu empfindlich bin, ob ich Dinge falsch einordne usw

Ich finde, dass deine Situation ein ausgezeichneter Prüfstein ist, eure Freundschaft zu bewerten. Ich würde die Sache nicht so nebensächlich erwähnen, aber natürlich auch ohne Drama. In dem Gespräch wirst du dein Antwort finden, ob sie dich versteht und dein Anliegen ernst nimmt, wie gut ihr über Mißstimmigkeiten reden könnt, ohne Beleidigtsein ihrerseits, und ohne Redehemmung deinerseits.

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Zitat von phoenix123:
Meine Therapeutin hat zu mir gesagt und auch sonstige Neurowissenschaft bestätigt "Der Körper lügt nicht..."

Deine Therapeutin hat absolut Recht meiner Meinung nach. Diese Art alles abzuwägen erzeugt Stress und dieser macht krank. Schon deswegen wäre es gut, an das Thema was zu ändern.

Wie bereits erwähnt, bin mir sind Ansprüche an mir selbst, die mich gefangen halten. Ein sehr präsenter innere Richter, streng und urteilend und ich habe das Gefühl, alle meine Entscheidungen rechtfertigen zu müssen.

Ich darf nich kleinlich sein - zum Beispiel. In diesem Satz steckt schon ein Urteil, denn kleinlich will keiner sein. Etwas nicht zu mögen ist nicht per se kleinlich. Es sind oft solche Konstrukte, die das Muster am Laufen halten. Es ist interessant, sie zu erkennen. Ich habe mir angewöhnt, wie ich Kleinkind zu fragen. Warum darf ich das nicht? Penetrant, Schicht für Schicht die Argumente auseinandernehmen. Bis hin zu "warum muss ich gut sein?". Ist auch mühsam, aber es bringt einen voran. Zumindest ist das meine Erfahrung.

Ich habe mir "erlaubt", wählerisch zu sein, mit wem ich befreundet bin. Ich habe mir "erlaubt" Kontakte zu beenden, wenn sie sich nicht gut anfühlen.

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Und noch ein kleiner Zusatz - weil alles andere mir schadet. Und das ist Fakt, nicht nur Vermutung. Körperlich treten Symptome auf und geistig zermuerbt es mich, da ich das Gefühl habe, dass meine Beziehungen nicht echt sind. Nicht stabil sind. Weil ich sie ständig in Frage stelle.

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P
@GreenTara @Sincerite Ich verstehe voll was ihr meint. Und ja, es könnte so einfach sein. Der Grund warum ich es bisher nicht tue ist wohl der :
Zitat von Ella:
Wie bereits erwähnt, bin mir sind Ansprüche an mir selbst, die mich gefangen halten. Ein sehr präsenter innere Richter, streng und urteilend und ich habe das Gefühl, alle meine Entscheidungen rechtfertigen zu müssen.

Dieser Knoten hat sich einfach bisher noch nicht gelöst. Das ist ja mein festgefahrenes Muster, am dem ich schon sehr lange arbeite.

Außerdem kommt aber unabhängig davon, gerade in diesem speziellen Fall mit meiner Freundin, noch dazu dass ich mich frage ob es wirklich menschlich und vor allem wirklich konstruktiv wäre, sie auf die Dinge anzusprechen die mich stören. Denn es ist eben nicht nur eine Sache. Ich kann mich doch nicht vor einen Menschen hinsetzen und ihm sagen " ich merke es strengt mich an weil du so viel redest, mich strengt deine Ansprache an, mich strengt an, dass du Themen gerne kaperst und immer wieder meine Belange zu deinem Thema machst, mich stört dass du kein Problem mit Flunkern hast um deine Fehler zu vertuschen, mich stört dass du kein Problem damit hast am Arbeitsplatz, um dir Vorteile zu sichern, seit Jahren deinen Kollegen Unwahrheiten erzählst, usw usw.

Das wäre irgendwie eine zu große Palette an Kritik Deshalb frage ich mich eben immer mehr, ob ich diese Freundschaft überhaupt retten will bzw kann. Denn sie wird sich ja nicht wegen mir neue Verhaltens- und Denkweisen und Werte aneignen. Wahrscheinlich muss ich einfach akzeptieren, dass das ihre Persönlichkeit ist und sich mit der Zeit, in der ich mich inzwischen nicht mehr "hilfsbedurftig" fühle, gezeigt hat, dass wir nicht mehr wirklich zusammen passen.

Wahrscheinlich war es das klassische Deckel - Topf Prinzip und wir haben gegenseitig unsere Bedürfnisse befriedigt : Sie liebt ihre Retter Rolle und ich habe es gebraucht gerettet zu werden. Verschiebt sich eine dieser Rollen bricht dann eben das Konstrukt zusammen.

Und während ich das schreibe, denke ich schon wieder nebenbei "... Ist das wirklich so?" oh man. Ätzend Anstrengend. 🙄

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Zitat von phoenix123:
Ich kann mich doch nicht vor einen Menschen hinsetzen und ihm sagen " ich merke es strengt mich an weil du so viel redest, mich strengt deine Ansprache an, mich strengt an, dass du Themen gerne kaperst und immer wieder meine Belange zu deinem Thema machst, mich stört dass du kein Problem mit Flunkern hast um deine Fehler zu vertuschen, mich stört dass du kein Problem damit hast am Arbeitsplatz, um dir Vorteile zu sichern, seit Jahren deinen Kollegen Unwahrheiten erzählst, usw usw.

Das wäre für ein Grund für mich, diesen Kontakt aufzugeben. In diesem Kontakt geht es aus meiner Sicht nicht um dich, sondern nur um sie. Es gibt kein "ich und du".

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Zitat von phoenix123:
ich merke es strengt mich an weil du so viel redest, mich strengt deine Ansprache an, mich strengt an, dass du Themen gerne kaperst und immer wieder meine Belange zu deinem Thema machst, mich stört dass du kein Problem mit Flunkern hast um deine Fehler zu vertuschen, mich stört dass du kein Problem damit hast am Arbeitsplatz, um dir Vorteile zu sichern, seit Jahren deinen Kollegen Unwahrheiten erzählst, usw usw.

Die von dir aufgezählte Sachen sind keine Lappalien meiner Meinung nach. Deine Freundin scheint mir einen nicht so tollen Charakter zu haben.

Dass du es für sinnlos ansiehst, es anzusprechen, ist auch typisch für unsere Denkweise. Generell habe ich den Eindruck, dass ich keine Gestaltungsmoeglichkeit habe, dass ich das Gesamtpaket annehmen muss, oder mit einem Nein, danke quittieren muss. Nach dem Motto nimm Menschen so, wie sie sind, oder lass es bleiben. Das ist nur zum Teil richtig.

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