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Meine Liebe treibt mich in den Wahnsinn

E
Zitat von Sincerite:
Das wäre für ein Grund für mich, diesen Kontakt aufzugeben. In diesem Kontakt geht es aus meiner Sicht nicht um dich, sondern nur um sie. Es gibt ...

So sehe ich das auch.

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Löwenzeh
Zitat von phoenix123:
Kann denn nicht beides gleichzeitig da sein? Einsicht seines eigenen Anteils und trotzdem der Frage "ist dieses Verhalten übergriffig?"

Klar, hast du recht.
So gefragt: stimmt.

Zitat von phoenix123:
Das wäre irgendwie eine zu große Palette an Kritik Deshalb frage ich mich eben immer mehr, ob ich diese Freundschaft überhaupt retten will bzw kann.

Ja, mit den ganzen Infos sieht es schon anders aus für mich.
Und ich verstehe total deine Bedenken, dich nicht mit ihr hinsetzen zu wollen, um ihre Persönlichkeit auseinander zu nehmen.
Trotzdem, wenn dir an einem Menschen etwas liegt, tust du ihm einen Gefallen, wenn du auch mal unbequeme Wahrheiten auszusprichst.

Aber vielleicht hast du in den Jahren der Freundschaft halt erkannt, dass dir vieles an dieser Person nicht gefällt.

Menschen und Beziehungen sind dynamisch und verändern sich unentwegt. Nicht immer aufeinander zu, auch oft in entgegengesetzte Richtungen.

Dann kann man für sich erkennen, dass man auf die Gesellschaft dieses Menschen eigentlich keinen Wert mehr legt und den Kontakt einschlafen lassen.

Oder man bittet sie, einfach nicht mehr "Meine Liebe" zu sagen, das, was dich ursprünglich herführte, und schaut mal, was dabei herauskommt.

Zitat von phoenix123:
Und während ich das schreibe, denke ich schon wieder nebenbei "... Ist das wirklich so?" oh man. Ätzend Anstrengend.

😂
Kenne ich.
Die beste Theorie stellt nicht zufrieden; bis du deine Wahrheit und deinen Kurs erkannt hast.
Du überlegst noch.
Kein Grund zum Überstürzen.

Zitat von phoenix123:
Dieser Knoten hat sich einfach bisher noch nicht gelöst. Das ist ja mein festgefahrenes Muster, am dem ich schon sehr lange arbeite.

Schonmal "Bin ich traumatisiert?"
von Verena König gelesen?
Hat mir so manchen Knoten gelockert.

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A


Meine Liebe treibt mich in den Wahnsinn

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S
Zitat von phoenix123:
Na weil ich mir dann kleinlich, zickig, störrisch und ungerecht vorkomme.

Aus meiner Sicht ist das ein altes Programm in deinem Gehirn, dass dir mal beigebracht wurde, damit du so funktionierst, wie die großen es wollten. Ich sehe darin eine alte Manipulation.

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S
Zitat von phoenix123:
ch bin halt grundsätzlich immer mega vorsichtig, nicht unfair zu sein und dann passiert es, dass ich jahrelang das Verhalten dieser Personen vor mir selbst rechtfertige.

Das ist aus meiner Sicht auch ein altes Programm, weil man sich als Kind das Fehlverhalten der Bezugspersonen schön reden musste, um überleben zu können. Dann sind nicht die Bezugspersonen falsch, sondern man selbst als Kind. Somit kann das Kind diesen Personen wieder vertrauen. Es ist ein Selbstschutzprogramm.

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Hola15
Wenn du möchtest, könntest du mal gucken ob da irgendwelche Erfahrungen, ob frühkindlich oder später, waren, die dir Angst vor sozialem Ausschluss gemacht haben, evtl ‚garniert‘ mit Scham oder Schuld (Gefühle die dich ‚in der Herde behalten sollen‘) oder Demütigung.

Es hört sich so an als wolle dein Hirn dich nun dringend vor weiteren solchen Erfahrungen schützen und bietet dafür eine Menge Energie auf.

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S
Zitat von phoenix123:
Es ist halt so, dass es mal eine Zeit in meinem Leben gab, in der ich etwas hilfsbedürftig war. Und sie war tatsächlich immer da. Und das kann ich halt nicht vergessen, dass sie hat alles stehen und liegen lassen um mir zu helfen. Das waren zwei drei wirklich wichtige Momente damals für mich. Allerdings frage ich mich im Nachhinein, ob sie das nicht auch einfach für sich braucht um ihr eigenes, teils insziniertes Eigenbild zu pflegen das lautet (Wie sie selbst sagt) " Ich bin deine Tante Immerda". Sie kann sich auch keinen, nicht mal den winzigsten menschlichen unbedeuteten Fehler zugestehen sobald dieser an dem Bild von der perfekten Freundin rütteln würde. Dann hat sie eben auch kein Problem ein paar Märchen zu erzählen, nur damit sie gut dasteht.

Aus meiner Sicht nach deinen zusätzlichen Informationen hat sie dir geholfen, weil sie diese Rolle für ihr eigenes schlechtes Selbstwertgefühl braucht. Auch die Unfähigkeit Fehler zuzugeben, hängt damit zusammen. Damals warst du bedürftig und ihre Hilfe hat dir gut getan. Dadurch entsteht aber keine lebenslange Verpflichtung weiterhin in diesem Sinne für sie eine bedürftige Statistenrolle zu spielen. Du bist die einzige Person, die entscheidet, was in deinem Leben passieren soll. Es geht u.a. um Würde, Respekt, gesehen werden, Wertschätzung.

Diesen Satz habe ich heute für mich gelesen: Du musst lernen, dass du keine Auseinandersetzungen vermeiden musst, um sicher zu sein. Du musst lernen, dass eine Auseinandersetzung, die deine Würde schützt, wertvoller ist als ein friedlicher Zustand, in dem du dich selbst verleugnest.

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S
Eine Freundin nennt mich immer „meine Gute“.
😂
Es gehört halt zu ihr und ich überhöre es bewußt.

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M
Zitat von Ella:
Mir fällt es schwer zu akzeptieren, dass mich "so eine Kleinigkeit" stört. Nicht das Ansprechen ist mein Problem.... Sicherlich tue ich auch Sachen, die nervig sind für andere, aber ja, da wäre ich dankbar, wenn sie es mir sagen würden.

Wenn mich etwas stört, dann stört es mich.

Ich sage auch nicht immer was ich denke und ignoriere manches. Aber wenn es sich als Muster zeigt, das permanent ist, mich dauernd! stört und sich ohne Intervention nicht ändert, ist dem Ausdruck zu verleihen.

Ich finde viele Frauen gaslighten sich proaktiv selbst. (ich hab das auch lange gemacht und bin da IMMER noch sehr vor mir selbst auf der Hut 😂 ). D.h. vorauseilend stellen sie ihre Gefühle, ihre Haltung und ihre Wünsche und Bedürfnisse zurück bzw. bagatellisieren sie. Da hat die Gesellschaft ganze Arbeit geleistet, den Damen Jahrhunderte lang einzureden, sie seien sonst "zickig", "hysterisch", "schwierig" , "hypersensibel" oder noch schlimmeres!

Es ist überhaupt kein Problem wenn meine Lieblingsfarbe gelb ist und die meiner besten Freundin schwarz.
Also ich sehe kein Problem darin. Aber wenn mir diese Freundin das zehnte schwarze Stück zum Geburtstag schenkt, muss ich den Mund aufmachen.
Sachlich. Freundlich. Klar. Am besten als ICH Botschaft.
(ICH mag schwarz nicht. ICH zucke bei "meine Liebe" innerlich zusammen).

Seit Corona ist das Ganze mM nach eskaliert, als wäre jeder, der einfach eine andere Meinung, Perspektive, Geschmack hat, keine Bereicherung, mit der es sich auszutauschen gilt um zu lernen, und über meine kleine Welt hinaus zu schauen!, sondern eine Bedrohung.
Haben wir alle inzwischen SO ein zerbrechliches Ego? Oder ist man so symbiotisch und gleichzeitig ohne Fundament in dem Kontakt, dass die kleinste Distanz im Sinne von "das sehe ich hier anders" gleich alles infrage stellt?! Das ist doch furchtbar.
Aber so funktionieren Beziehungen nicht. Finde ich.

Und wenn Deine Freundin immer für Dich da war, ist das sehr schön!, aber kein Grund, dass Du Dich an Deiner eigenen Meinung verschluckst. Ich finde das eine sehr merkwürdige Sichtweise.
Im Gegenteil. Ich finde sie hätte Ehrlichkeit und Offenheit von Dir verdient!
Zumal es sich ja mM nach echt um ne Kleinigkeit handelt. Du kritisierst ja nicht ihre Figur oder ihren Charakter (!), sondern bittest sie einfach eine Anrede wegzulassen mit der Du Dich nicht wohlfühlst.

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