Zitat:Ein Mensch, der loslassen will, wird vorher vergeben/verziehen haben müssen. Wer wirklich
losgelassen hat, gönnt dem Losgelassenen das, was der Losgelassene in seiner neuen Zukunft
für sich erreichen möchte.
Wir immer noch und immer wieder mit Vergangenem hadert, Losgelassenes und Losgelassene
verwünscht, kann nicht wirklich und vollends losgelassen haben - da kommt wohl immer wieder
etwas hoch. Und was immer wieder hoch kommt, kann noch nicht verarbeitet/verdaut sein - das
rumort noch irgendwo und irgendwie. Das will RAUS, kann aber nicht raus, weil es noch nicht verarbeitet ist - warum auch immer.
Nein. das liegt NICHT an dem, was da noch rumort. Der liegt an der/dem, die/der die Verrbeitung
nicht zulässt/ nicht ermöglicht/ verhindert, weil ggf. gekränkte Eitelkeiten/ persönliche Animositäten genau DAS verwehren.
@kuddel7591
Danke ! Sehr gut geschrieben insgesamt.
Richtig, und genau was Du da beschreibst ist für mich immer ein regelrechter Kompaß, der mir immer die Richtung anzeigt im Leben. Mich selber auf meine eigenen Baustellen stubst, sowie auch Baustellen Anderer erkennen läßt.
Wenn man vergeben und verziehen hat, kehrt auch eine innere Ruhe und Zufriedenheit ein, inneres Gleichgewicht und Harmonie. Man kann einem anderen Menschen dann von ganzem Herzen und ehrlich Alles Gute wünschen, gönnt es und egal was Vorgefallen ist, es tangiert auch nicht mehr negativ in irgendeiner Art und Weise.
Das war auch der Moment, wo ich nach meiner letzten Trennung wußte, daß ich meinen Ex komplett losgelassen habe. Und obwohl Er sich nebst Betrug ganz schöne Schoten geleistet hat insgesamt, bin ich Ihm nicht mehr böse und wünsche Ihm auch Nix Schlechtes, gönne es Ihm glücklich zu werden. Hoffe für Ihn, daß Er das im Leben noch schafft. Wir können sogar seitdem freundschaftlich harmonisch miteinander umgehen und ich muß sogar über viele seiner Eigenarten manchmal schmunzeln, kann Ihm das sogar offen sagen und Er schmunzelt auch.
Sehen uns aber sehr selten, es hat jeder sein eigenes Leben, ist auch gut so.
Wie das Leben oftmals so spielt hat Er danach das angezogen, was Er selber war/ist in dem Zustand, erst in Form einer "passenden" Affäre und später dann einer "passenden" Partnerin.
In dem Moment, wo ich mich getrennt habe, gab es erst "Erpressungsversuche" und Spielchen und als das nicht funktionierte bei mir, kehrte es sich um. Dann wollte Er mich zurück und die Affäre war sozusagen an meiner Stelle. Das ging ganze 3 Jahre lang, wobei ich mich nicht einmal auf Etwas mit Ihm einließ. Immer wieder Nein sagte, Grenzen setze und konsequent beibehalten mußte, war extrem anstrengend für mich und auch nervig in der Zeit.
Wäre ich inkonsequent geworden, hätte es entweder ein ständiges On/Off gegeben und oder sehr wahrscheinlich eine ganz ungesunde Dauer Dreier Konstellation, die letztlich niemals gut ausgeht.
Rückwirkend betrachtet für mich sehr interessant und auch lehrreich fürs Leben, ich für meinen Teil habe daraus sehr viel mitgenommen. Trotz der ganzen negativen Erfahrungen.
Es kommt darauf an, was man in Positives wandeln kann, was man daraus letztlich macht.
Was es für längere Zeit hinterlassen hat trotz Vergebung und Loslassen :
Ich wollte erst einmal zu mir finden, Ruhe haben, das Leben allein genießen und eine gewisse Vorsicht was das Vertrauen angeht, man (ich) verliert sozusagen Etwas von der Leichtigkeit, Unbeschwertheit, stürzt sich nicht mehr so schnell wieder in eine Beziehung, geht es bedachter und langsamer an und schaut genauer hin, wenn man einen potentiellen Partner kennen lernt.
Fazit :
Affären und Freundschaft Plus sind nix für mich, waren es davor nicht und danach erst recht nicht.
Entweder allein leben oder in einer festen und möglichst harmonischen Beziehung.
Daher kann ich aus meiner Sicht und Erfahrung nur Jedem der Beteiligten
(AF / AM / EF bzw. feste/r Partner/in) in irgendeiner Dreier Konstellation raten,
zu versuchen das Problem bei sich selber zu lösen.
Bei sich selber anzufangen und entsprechend sich da raus zu ziehen und auch komplett loszulassen.