@ Hangover
Erst einmal Danke für deine Sicht der Dinge, die ich so ja im Prinzip auch voll und ganz unterschreiben kann. Ich glaube, dass es in meiner derzeitigen Situation einfach nicht einfach ist, die Sache rational zu betrachten. Rückblickend, vielleicht nach einem halben Jahr, sieht man viele Dinge klarer und schämt sich vielleicht für seine Handlungen während der Trennungszeit. Wenn man seinen Selbstwert zurück hat und seinen Blick auf andere Dinge im Leben gerichtet hat, dann kann man ohne Gefühle und Gewissen auf die Sache zurückblicken. So weit bin ich noch lange nicht...vier/fünf Wochen sind wohl einfach keine Zeit, um über eine Trennung hinwegzukommen. Vor allem dann nicht, wenn man abgesägt wurde und die Zeichen und Signale nicht gesehen hat.
Was die gemeinsamen Freunde angeht: Ich habe hier im Umkreis nicht gerade wirklich viele. Freunde allgemein ja, nur wohnen diese mittlerweile überall in Deutschland verteilt und sogar im Ausland. Nun wäre es einerseits hilfreich, nicht mehr mit ihr in Kontakt zu kommen - andererseits würde es aber auch bedeuten, dass ich auch noch die wenigen Freunde die mir hier geblieben sind auf Abstand setze.
Signale ihrerseits für einen Neuanfang sehe ich auch nicht. Was ich sicher weiss ist, dass sie durchaus noch Gefühle für mich hat. Ich war im Prinzip der erste Mann in ihrem Leben, der sie nicht verarscht, rumkomandiert und fallengelassen hat. So jemanden vergisst man nicht einfach. Ich glaube wirklich, dass sie sich selbst vor der Nähe zu mir sträubt. Aus Angst heraus wieder fallengeelassen zu werden oder sich selbst zu eng zu binden und damit einzuengen...wie gesagt: Freiheitsliebend halt. Was ich machen kann (und da hast du recht) ist warten. So lange bis sie sich selbst klar darüber wird, was sie will und vor allem klar darüber wird, wen sie dabei ist zu verlieren. Nur hat diese Frau einen unglaublichen Stolz. Ich denke, dass sie eher vor Kummer untergehen würde, als sich bei mir zu melden und einen Fehler einzugestehen. Da haben wir auf der einen Seite sie, die sich zu einer Kontaktsperre zwingen muss aber gerne weiterhin mit mir als Mensch durchs Leben gehen würde und auf der anderen Seite haben wir mich - ein Mensch, der ebenfalls versucht sein Gesicht zu wahren und sich aus diesem Grund nicht meldet. Da sitzen nun zwei Menschen mit verschränkten Armen zuhause rum, würden gerne aber unternehmen nichts. Der eine aus der Hoffnung heraus, dass sich durch die KS etwas ergibt, die andere aus Angst und Stolz heraus. Irgendjemand sollte da nachgeben, wenn ja im Prinzip auf beiden Seiten noch Gefühle vorhanden sind - und ich hatte gehofft, dass ich diese Person nicht sein würde.
Was mir nur heftigst auf den Pinsel geht sind diese Nähe-Distanz-Spielchen. Wie gesagt finde ich es bescheiden, mitten in einem Chat einfach offline zu gehen und mich mit meiner Frage vor dem PC sitzen zu lassen. Stromausfall oder einen plötzlichen Anfall von Narkolepsie schließe ich mal aus.
@ Flitschi
Zitat:Ich kann mir im Moment wirklich nur sagen das ich alles was irgendwie machbar war versucht habe. Aber sicher kein Gejammer oder sonstiges.
Im Prinzip sehe ich die Sache auch so: Ich habe auch vieles versucht und bin dabei vielleicht zum Ende hin sogar zu weit gegangen. Das sehe ich mit als Grund für ihre Distanz. Wenn sie den Fehler bei mir sieht, dann ist es klar, warum sie mich zappeln lässt.
Zitat:Aber ab einem gewissen Zeitpunkt muss man aber aufhören sonst wird man zum Kasper. Soviel Menschenwürde sollte man doch haben. Aber in Gedanken kann ich einfach nicht loslassen......
Da kommt der Kopf-Herz-Kampf durch. Einerseits weiss man, dass man die Kontaktsperre einhalten muss, weil man sich sonst zum Affen macht und genau das Gegenteil von dem bewirkt, was man erreichen will. Andererseits schaut man mit dem Herzen nur auf diese Person und hofft auf einen möglichen Neuanfang. Der Kopf wird gewinnen, das weiss ich auch. Nur ist der Weg bis dahin ein sehr langer und steiniger.