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Emotionale Affäre/Nähe in besonderer Beziehung

B
Zitat von Juleken:
ist wohl auch für die Beteiligten nicht so prickelnd, wenn dann Frau mit traurigem Gesicht zuguckt

Stand jetzt glaube ich dir, es lohnt sich aber definitiv zu hinterfragen, was dich genau triggert. Wenn man das ergebnisoffen macht, dann wären die ersten beiden Optionen noch nicht vom Tisch

x 1 #31


R
Zitat von Juleken:
Worauf denn Neid? Es ist die Angst, ihn zu verlieren, unsere Liebe, unsere Zweisamkeit, alles was uns ausmacht … bessere Worte fallen mir hierzu nicht ein. ...



Vernünftig ist vielleicht, jetzt wo er auf Dienstreise ist, das Thema etwas ruhen zu lassen. Allerdings wird er ja mit der anderen Frau jetzt auch im Austausch sein. Das müsstet Du Dir dann mal ansehen. Chatten sie nur oder gibt es auch regelmäßige Telefonate?

x 3 #32


A


Emotionale Affäre/Nähe in besonderer Beziehung

x 3


RoteTablette
Eine Anregung könnte auch sein, dass du die Art eurer Beziehung ein wenig überdenkst. Du schreibst ...
Zitat von Juleken:
mein Mann und die Frau des Paares, und beide scheinen eine neue Spielweise für sich entdeckt zu haben, die stark in Richtung SM, er dominant, sie unterwürfig geht. Nun ist diese Spielweise für mich persönlich nicht so reizvoll, nur in sehr geringem Maße, während mein Mann dies immer mehr genießt.

Wenn du dich ein wenig mit (sexuellen) Machtungleichgewichten befasst, vielleicht könnte ja doch das eine oder andere dabei sein, das auch für dich einen gewissen Reiz hat. Ein wenig Würze (gern auch ein wenig Schärfe) und Abwechslung könnten helfen, ihn von der anderen Frau zu lösen.

x 1 #33


Juleken
Nochmals lieben Dank an alle und die guten Fragen. Mein Kopf arbeitet und arbeitet und ich habe auch mal (ganz altmodisch) einen Zettel und Stift genommen und mache mir Notizen.

Zitat von rudi333:
Chatten sie nur oder gibt es auch regelmäßige Telefonate

Ich denke sie chatten nur. Ich möchte aber lieber offen mit ihm sprechen, als mir ansehen, was sie machen (kann ich sowieso erst, wenn er wieder da ist inkl. Smartphone). Normalerweise, trotz der Offenheit unserer Daten, respektiere ich seine Privatsphäre. Das wäre sonst ein Mangel an Vertrauen … aber dazu gleich mehr.

Zitat von RoteTablette:
Wenn du dich ein wenig mit (sexuellen) Machtungleichgewichten befasst

Interessanterweise habe ich gestern auch mal gegoogelt, was die Motive der Dominanz sind. Und wie und wo ich mich sehe. Ich habe auch devote Ansätze, mag es z.B. wenn mein Mann mich von anderen Männern benutzen lässt (sorry falls hier jemand empfindlich ist), das machen wir schon lange und entspricht auch seinen Interessen. Die andere Frau ist aber wesentlich extremer, mit Schmerzen und so, was ich wiederum nicht mag.
Ein Punkt, den mein Mann auch als besonderen Reiz bestätigt, ist das absolute Vertrauen und die Hingabe, die jemand bei solchen sexuellen Praktiken haben bzw. zeigen muss.
Und da ist eine Grenze bei mir und ich merke, dass ich auch Angst vor vollständigem Kontrollverlust habe. Ich hasse bspw. auch verbundene Augen oder Dunkelheit bei diesen Themen.

Deshalb als Ergänzung zu oben, Vertrauen scheint bei mir ein besonderer Punkt zu sein, völliges Loslassen und sowohl im Emotionalen wie auch Körperlichen meinem Mann 100%ig zu vertrauen. Ich bilde mir zwar ein, dass ich es kann, ist dies doch ein so wichtiges Fundament meiner Ehe. Vertrauen + Gemeinsamkeit = Liebe.
Dennoch zeigt mir die Erfahrung, dass hier Lücken sind.

Oh, dazu fällt mir gerade auch ein, dass ich beim Autofahren mit ihm, ihm auch kein großes Vertrauen zeige, d.h. ich „meckere“ mal rum, wenn er zu schnell fährt, sage ihm, dass ich Angst hätte. Und er sagt dann manchmal, wieso ich ihm nicht vertraue, er fahre doch seit Jahrzehnten gut und ruhig. Hm …. echt interessant.

Insoweit bringt mich das Erlebnis voran in meiner Selbsterkenntnis.

Zitat von BernhardQXY:
Optionen

Aber ich hadere immer noch mit den Optionen, die ich mir jetzt als A, B, C notiert habe:
A: nichts machen, d.h. alles so laufen lassen —> ist schwierig, denn wie kann ich mein Vertrauen verbessern, wie werde ich meine Angst los oder noch schlimmer, wie kann ich mich überwinden, das Paar nochmal zu treffen?
B: Gemeinsames Treffen mit mir als Teilnehmer verweigern —> damit stelle ich meinen Mann vor die Entscheidung, die Frau alleine zu treffen. Will ich das?Das entspricht nicht unseren Vereinbarungen. Und mein Vertrauen wird sich auch nicht bessern bzw. meine Angst, ihn zu verlieren wird zunehmen.
C: Kontaktverbot —> den Punkt habe ich für mich ausgeschlossen, denn er wird das Problem nicht lösen, für uns beide nicht.

Ich habe mir außerdem notiert, dass neben der Gemeinsamkeit insbesondere auch die Zweisamkeit ein besonderer Punkt in unserer Ehe war und ist. Wir haben wenig Freunde, gerade auch mein Mann ist zwar der redseligere (Verkäufer) Typ, aber trotzdem genossen wir immer die Unternehmungen zu zweit. Das ist auch ein Punkt, den ich durch diese Frau oder eine Paarbeziehung, die über mehr als Sex hinaus geht, gefährdet sehe.

Ich werde weiter nachdenken. Und danke Euch.

x 5 #34


RoteTablette
Zitat von Juleken:
dass ich auch Angst vor vollständigem Kontrollverlust habe. Ich hasse bspw. auch verbundene Augen oder Dunkelheit bei diesen Themen.

Der Kontrollverlust ist ja immer nur temporär, und da ist jemand, der dich auffängt. Probier es mal, es kann eine interessante (und befreiende) Erfahrung sein. Es hat schon seinen Grund, dass viele Leute gerne Achterbahn fahren.

x 1 #35


Ema
Zitat von Juleken:
Vertrauen scheint bei mir ein besonderer Punkt zu sein, völliges Loslassen und sowohl im Emotionalen wie auch Körperlichen meinem Mann 100%ig zu

Ich weiß jetzt nicht, ob ich dich richtig gelesen habe, aber die Zeilen oben klingen so, als würdest du das eine Art Defizit betrachten, oder als würde es deinem eigenen Anpruch widersprechen, dass du deinem Mann gern komplett vertrauen würdest.

Das sehe ich anders. Ich würde mich niemals jemandem zu 100% ausliefern und betrachte das nicht als Defizit, sondern als einen völlig gesunden Impuls und als einen gesunden Urinstinkt.
Wenn ich jemandem vertraue, dann bedeutet das für mich, dass ich davon ausgehe, dass er micht nicht absichtlich hintergeht und dass er mir nicht absichtlich schaden möchte.
Das heißt aber noch lange nicht, dass ich mich ihm total ausliefere und meinen eigenen Verstand oder meine eigenen Schutzreflexe ausschalten werde.

Zitat von Juleken:
Oh, dazu fällt mir gerade auch ein, dass ich beim Autofahren mit ihm, ihm auch kein großes Vertrauen zeige, d.h. ich „meckere“ mal rum, wenn er zu schnell fährt, sage ihm, dass ich Angst hätte. Und er sagt dann manchmal, wieso ich ihm nicht vertraue, er fahre doch seit Jahrzehnten gut und ruhig.

Hier dasselbe:
Ich habe meinen eigenen Verstand und mein eigenes Urteilsvermögen - und dazu jahrzehntelange Erfahrung im Autofahren.
Wenn jemand in meinen Augen zu riskant oder zu schnell fährt, dann würde ich das auch sagen. Jedenfalls dann, wenn ich mit im Auto sitze und somit mitbetroffen bin, wenn es zu einem Unfall kommt.
Noch heftiger würde ich dann reagieren, wenn zum Beispiel mein eigenes Kind noch mit im Auto sitzt.
Wieso sollte ich das Urteilsvermögen eines anderen über mein eigenes stellen, wenn es drauf ankommt?
Da kann mir jemand auch hundertmal erzählen, dass er noch nie einen Unfall hatte. So etwas kann lange gutgehen, aber dann irgendwann mal nicht mehr. Das sagt nicht viel aus.
Wenn es sehr riskant ist, dann bleibt es sehr riskant, auch wenn es bis heute gutgegangen ist.

Kurzum: Ich finde, das, was du als mangelndes Vertrauen bezeichnest, sind keine "Defizite" von dir, sondern absolut gesunde Impulse und Instinkte zum Selbstschutz.

x 7 #36


ElGatoRojo
Zitat von Ema:
Das sehe ich anders. Ich würde mich niemals jemandem zu 100% ausliefern und betrachte das nicht als Defizit, sondern als einen völlig gesunden Impuls und als einen gesunden Urinstinkt.

DAS eben kann der Kick sein, der Thrill von 100% ausgeliefert sein und doch zu vertrauen. No risk, no fun. Gelingt aber den meisten nur mit einem oder ganz wenigen Partnern.

x 2 #37


Waris07
@Juleken

Könnte es sein, dass du gerade versuchst, aus der Situation eine klare Entscheidungsfrage zu machen (A, B oder C), um wieder etwas Halt zu bekommen? Was ich gut nachvollziehen kann.

Alle drei Optionen drehen sich aber vor allem darum, was du im Außen tust oder lässt. Ich glaube, der schwierigere Teil passiert gerade eher in dir, weil diese sich anbahnende oder schon eventuell bestehende emotionale Nähe zwischen deinem Mann und der Frau bei dir etwas auslöst, das sehr tief geht und sich nicht einfach über eine Entscheidung beruhigen lässt.

Deshalb fühlt es sich vermutlich auch so festgefahren an. Egal welche Option du wählst, dieses innere Gefühl von Schmerz und Unsicherheit wird dadurch erstmal nicht automatisch weniger oder leiser.
Vielleicht ist deshalb im Moment die ehrlichere Frage nicht nur - "Was soll ich tun?" sondern auch
"Was genau passiert eigentlich in mir, wenn ich diese emotionale Nähe zwischen den beiden wahrnehme?"

Und vielleicht auch - Geht es mir im Kern eher darum, den Kontakt zu ihr zu stoppen oder zu begrenzen im ursprünglich vereinbarten Rahmen, oder darum, dass ich mich in unserer Beziehung wieder eindeutig und sicher fühle?
Spannend wäre auch die Frage, was du konkret von deinem Mann bräuchtest, um dich wieder sicherer zu fühlen.

Ich glaube, solange das für dich innerlich noch nicht klarer ist, wird sich jede Entscheidung irgendwie nicht ganz richtig anfühlen, weil du weiterhin dazwischen feststeckst. 🤗

x 3 #38


Löwenzeh
Zitat von ElGatoRojo:
DAS eben kann der Kick sein, der Thrill von 100% ausgeliefert sein und doch zu vertrauen.

Ja, aber SIE will und braucht diesen Kick nicht. Ist sein Wunsch, nicht der ihre.

x 1 #39


Juleken
Zitat von Ema:
finde, das, was du als mangelndes Vertrauen bezeichnest, sind keine "Defizite" von dir, sondern absolut gesunde Impulse und Instinkte zum Selbstschutz.

Danke für Deinen Hinweis.

Ich glaube, bei mir ist dieser Selbstschutz zu stark ausgeprägt. Klar braucht man einen gesunden Instinkt, aber allein das Beispiel mit dem Autofahren: wenn ich mit Fremden, Taxifahrern o.ä. unterwegs bin ich viel weniger kritisch und ängstlich. Nicht verletzt werden wollen, Kontrolle behalten auf meiner Seite … auf der Seite meines Mannes sind andere Punkte, mit Sicherheit auch welche, die er mal angucken könnte (ist natürlich sein Thema).

In dieser Kombination der Situation scheint sich das Thema Vertrauen auf beiden Seiten herauszukristallisieren.


Zitat von Waris07:
Spannend wäre auch die Frage, was du konkret von deinem Mann bräuchtest, um dich wieder sicherer zu fühlen.

In der Tat, ich liebe es immer, Entscheidungen, Strukturen zu schaffen (privat und beruflich, wo es mir übrigens hilft 😉). Aber hier steckt mehr dahinter, die Optionen lösen das Thema nicht. Danke für Deine Anregungen.

x 1 #40


aequum
@Juleken
Ich bin da ganz bei @Waris07

Außerdem bin ich davon überzeugt, dass man sich für nichts und niemanden verbiegen sollte.

Eine gemeinsame und einvernehmlich erarbeitete Lösung mit der Beide gut leben und zurechtkommen muss her.

x 4 #41


Ema
Zitat von ElGatoRojo:
DAS eben kann der Kick sein, der Thrill von 100% ausgeliefert sein und doch zu vertrauen. No risk, no fun. Gelingt aber den meisten nur mit einem oder ganz wenigen Partnern.

Nee, Gato, für mich ist es absolut kein "Kick", mich einem anderen auszuliefern. Und von daher würde ich es auch gar nicht darauf anlegen, dass mir das "gelingt".
Ich verzichte dankend.

Und wenn jemand andersrum den Kick braucht, Macht über jemanden ausüben zu können, der sich ihm temporär unterwirft und dem er gar Schmerzen zufügen kann (warum auch immer so etwas Leute kicken mag) dann kann er es gern tun, aber nicht mit mir. Ich stehe dafür nicht zur Verfügung.

Und ich dachte, die TE hätte sich ähnlich geäußert.

x 3 #42


S
@Juleken

Zitat:
A: nichts machen, d.h. alles so laufen lassen —> ist schwierig, denn wie kann ich mein Vertrauen verbessern, wie werde ich meine Angst los oder noch schlimmer, wie kann ich mich überwinden, das Paar nochmal zu treffen?

Und DU leidest weiter. Ohne das er es weiß das du leidest.

Zitat:
B: Gemeinsames Treffen mit mir als Teilnehmer verweigern —> damit stelle ich meinen Mann vor die Entscheidung, die Frau alleine zu treffen. Will ich das?Das entspricht nicht unseren Vereinbarungen. Und mein Vertrauen wird sich auch nicht bessern bzw. meine Angst, ihn zu verlieren wird zunehmen.

Nein willst du nicht da das ein Kontrollverlust für dich darstellt und du dann Scheibe spielst.

Zitat:
Das entspricht nicht unseren Vereinbarungen. Und mein Vertrauen wird sich auch nicht bessern bzw. meine Angst, ihn zu verlieren wird zunehmen.

Steht in euerer Vereinbarung das keine tiefe Emotionale Bindung zu einer anderen Person aufgebaut werden soll / darf ?


Zitat:
C: Kontaktverbot —> den Punkt habe ich für mich ausgeschlossen, denn er wird das Problem nicht lösen, für uns beide nicht.

Das wäre die einzigste Option ihm zu sagen , „ du mir tut das weh“.

Und alleine diese Aussage sollte ausreichen damit er von sich aus sagt , ich stelle den Kontakt ein , weil er dich wertschätzt.
Tut er das nicht wäre es meiner Auffassung nach ein Respektloses Verhalten und übergriffig.

x 3 #43


S
Zitat von Sequa:
ich finde ab dem Moment wo er an den Treffen mit dieser Frau festhält, obwohl er weiß, dass es dir damit nicht gut geht, fehlt es an Loyalität.

👍


Wenn er seine ge.ilheit über die Bedenken , die Sorgen seiner Partnerin stellt, ist das Verhalten von ihm eine klare Aussage !

x 5 #44


sonntag_morgen
@Scheol Warum wäre es für dich übergriffig, wenn er den Kontakt nicht einstellen würde trotz ihrer Bitte? Respektlos kann ich noch etwas nachvollziehen, aber warum übergriffig?

x 1 #45


A


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