Zitat von Balu85: Den einen Tag "beste Freunde...ultra wichtig...." eine Woche später will man von der anderen nichts wissen, die denkt eh nur an sich.
Von Außen mag es so wirken, aber es ist oft ein schleichender Prozess und es sind im Vorfeld oft schon mehrere Dinge vorgefallen, die man runtergeschluckt oder ignoriert hat... eben weil man die Freundschaft erhalten wollte.
In der Reflexion gab es in den zwei Jahren Kontakt mit der nun ehemaligen Freundin auch schon einige Warnsignale, die ich nicht gesehen habe.
Wieso hat sie keine Freunde vor Ort, obwohl sie nie umgezogen ist? Wieso hat sie keine Freundschaften zu anderen Müttern? Ihr Sohn spielt auch nur mit dem Nachbarsjungen und hat keine anderen Spielkameraden.
Dann fragte sie mich immer, ob sie mich mir und meinen Freunden anschließen könne, als wir abends beim Stadt- oder Weinfest waren. Da wurde ich schon stutzig, aber sagte "ja klar".
Einmal hatten wir sogar einen Pärchenabend, dennoch schloss sie sich uns an und sobald sie eine Bekannte vom Tennisverein ihres Mannes sah, drehte sie sich um und war weg. "Oh da ist die Kerstin, tschööö!"
Wir haben geguckt wie ein Auto...
Anfangs war sie auch stets mit mir in Restaurants und betonte stets, nicht die "typische Mutter" zu sein. Sie sei flexibel, hätte Zeit, ihr Mann sei im Home Office... dazu wickelte sie mich mit kleinen Geschenken und lieben Karten ein...
Ein halbes Jahr später nahm sie auf einmal ihren Sohn mit zu unserem Treffen, ich konnte nicht frei sprechen und fühlte mich nicht wohl. Das kam dann nochmal vor und dann schaffte sie sich einen Hund an.
Wir trafen uns dann einmal pro Woche zum Gassigehen, danach holte sie ihren Sohn vom Fußball ab.
Das entsprach einfach nicht mehr meinen Vorstellungen von einer Freundschaft... aber ich dachte, es würde besser, wenn der Hund dem Welpenalter entwachsen wäre. So vertröstete sie mich auch immer.
Sie betitelte mich auch als ihre "beste Freundin" und lobte mich in den höchsten Tönen. Dass die Taten den Worten hinterher hinken, bemerkte ich erst an meinem Geburtstag letzten Winter.
Es war der erste Geburtstag seit fünf Jahren als Single. Mein Ex hat mir das Jahr zuvor eine Reise geschenkt, gepaart mit einem flammenden Liebesbrief.
Dementsprechend fertig war ich an dem Tag. Ich habe mir Wochen vorher schon gewünscht, mit ihr abends was essen zu gehen.
Kurz vor meinem Geburtstag hieß es dann, ich solle "einfach bei ihr vorbei kommen". Sprich auch an meinem Geburtstag die halbe Stunde zu ihr fahren. Ich war merklich irritiert- ich habe mir nichts Großartiges gewünscht, einfach mal zwei Stunden im Restaurant sitzen, kurz was essen, vlt. auf halbem Wege.
Ne ich solle zu ihr kommen... ich sagte ihr dann ab und ging mit einer anderen Freundin essen. Ich hätte mich nicht wohl gefühlt, an meinem Geburtstag nur zu Hause zu sitzen und dann noch die Fahrerei zu haben.
Da habe ich das erste Mal bemerkt- wenn es mir richtig mies geht oder es einmal im Jahr um mich und meinen Ehrentag gehen soll- ist auf sie kein Verlass.
Tja neulich war sie an Karneval feiern... ebenfalls ein Donnerstag wie mein Geburtstag. Komisch, da konnte man Hund und Kinder offenbar super weg organisieren. Sie schickte mir noch eine Sprachnachricht, sie hätte zwei Stunden angestanden und bis 0 Uhr gefeiert... da kam die kalte Wut bei mir hoch.
Dann noch die Praktikumssache und ich bin absolut durch mit der Frau. Das war nur der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.