Zitat von J_Eulenspiegel: Jetzt ist es soweit, dass sie diese emotionale Mauer mit sich bearbeiten möchte. Sie hätte auch nicht gedacht, dass sie mit ihren letzten Beziehungen noch so im unreinen ist.
Da ich ein Helfertyp bin, habe ich ihr vorgeschlagen, dass wir die Themen nach einander gemeinsam abarbeiten könnten und schauen wie weit wir kommen, evtl. sogar mit externe Hilfe.
Lieber Eulenspiegel, nichts als riesige rote Flaggen, die Dich warnen! Die Frau schleppt ihre Altlasten mit sich rum, ist blockiert und lebt sie an Dir aus.
1. Du kennst ihre frühere Beziehung nicht und Du kennst auch nicht ihre Anteile am Scheitern. Du bewertest nur das, was sie Dir erzählt und das ist allein ihre Sichtweise und die ist immer nur die halbe Wahrheit.
2. Du idealisierst sie, obwohl die Dir nach 6 Wochen mit Kälte und Distanz begegnet. Mach mal die Augen auf. Das ist eine Dramaqueen, beschädigt, die Dir nur Stress bereiten wird.
3. Sie hängt in der Vergangenheit fest, also ist der Blick auf eine vielleicht bessere Zukunft verstellt. Sie steht sich selbst im Weg und das bekommst Du zu spüren.
4. Du bist ein Helfertyp. Ja, das ist offensichtlich, aber was willst Du bei ihr ausrichten, wenn eine Mauer Dich doch gar nicht vordringen lässt? Du mutest Dir da viel zu viel zu und machst Dich zum selbst ernannten Krisenmanager, der das Ding schon schaukeln wird. Und damit wirst Du scheitern, denn sie will sich doch gar nicht helfen lassen. Sie ist mit sich im Unreinen, hat ihre Blessuren nicht geheilt, sondern blockt Dich ab.Und dann Deine good-will-tour. Wir werden IHRE Themen Stück für Stück abarbeiten, in Angriff nehmen und am Ende steht dann die Frau, die Dich liebt und lobt für Deine Geduld, Deine Hilfe, Deine wohlmeinende Art?
Du bist nicht ihr Therapeut, weil ein Partner kein Therapeut sein kann. Dir fehlt die Kompetenz dafür und auch eine neutrale Außensicht auf ihre Person. Glaubst Du, sie wird Dich dafür belohnen, dass Du Dich als ihr Therapeut aufspielst, der sie, die Schwache und Gebeutelte, zu einer stabilen Persönlichkeit macht?
Du bist da reichlich blauäugig, schon weil es das Machtgefüge in einer Beziehung, wenn man sie überhaupt so nennen will, verschiebt. Sie die Schwache, der geholfen werden muss, natürlich von Dir und Du der Starke, der Bescheid weiß und sie heilt.
Deine Mission wird scheitern.
Mein Tipp ist, hilf Dir lieber selbst und gib Dich nicht mit Menschen ab, die ihre unbewältigte Vergangenheit mit sich rumschleppen und in die Gegenwart tragen. Schütze Dich davor, denn solche Menschen machen Dich kaputt.
Es sind erst 6 Wochen, in denen Du sie siehst und schon ist Krisenstimmung da. Das ist nichts und das wird nichts und es wird Dich nicht glücklicher machen, weil Du Dich mit Deinem Helfersyndrom nur an ihr abarbeitest.
Da solltest Du ansetzen, denn das Helfersyndrom ist nicht so edel, wie Du es vielleicht siehst. Es verschiebt die Grenzen zwischen dem Ich und dem Gegenüber und es saugt einen aus. Und am Ende stehst Du vor einem Nichts und fühlst Dich nur missbraucht, benützt und erschöpt. Und leer.
Und Sx gibt es auch nicht, weil da gesundheitliche Probleme entgegen stehen. Aha. Und Du willst dann die nächsten Wochen und Monate im Zölibat leben und gegen die Mauern rennen, die sie aufgebaut hat.
Mensch, hau ab und nimm die Beine in die Hand und lass Dich nicht verar... Du glaubst auch alles was sie Dir so erzählt. Und suche nicht dort nach Liebe, wo Du sie garantiert nicht finden wirst.