Tja, ich habe einige Zeit darüber nachgedacht, ob ich dazu etwas schreiben soll.
Ich finde es immer anstrengend und auch irgendwie anmaßend, wenn hier pauschalisiert Wahrheiten propagiert werden, wenn die Welt in Schwarz und Weiß - Gut und Böse unterteilt wird, und der Schreiber dabei - selbstverständlich - auf der hellen Seite der Macht steht.
@U-I-B
Naja vielleicht waren es nicht nur Dokumentationen, aus denen du deine "Wahrheiten" ziehst?
Auch wenn dir scheinbar diese Einstellung geholfen hat, dein Trauma des Betrugs zu verarbeiten, ist es deswegen nicht die einzig wahre Erkenntnis, wie die Welt funktioniert.
Ja, du hast schlimmes erlebt. Eine Ehefrau, die ihren AM in euer Bett eingeladen hat, ist schon harter Tobak.
Zitat von U-I-B:Jeder Mensch kann mal Fehler machen, auch in der Beziehung.
Ja, warum belässt du es nicht bei dieser Feststellung?
Alles andere sind Thesen, die vielleicht deiner Erfahrung entsprungen sind, aber trotzdem nicht allgemeingültig.
Deine Vergleiche schießen eindeutig über das Ziel hinaus.
Zitat von U-I-B:Nun ist ein Affärengänger natürlich erst einmal kein Mörder, aber gewisse Parallelen - wenn ich da an das Verschweigen denke, das Überwinden der Hemmnis, die Lügerei während und ggf. nach der Affäre - sind erkennbar.
Du kannst doch nicht ernsthaft Parallelen zwischen Betrug in der Partnerschaft mit einem Mord vergleichen und sogar Gemeinsamkeiten erkennen.
Ja, deiner Frau fehlte es vermutlich an Anstand und Skrupel. Einem Mörder fehlt es aber noch an ganz anderen Dingen.
Zitat von U-I-B:Weil eben diese Hemmschwelle nicht mehr da ist, die Grenzen haben sich verschoben,
Du schreibst, wenn einmal die Hemmschwelle überschritten wurde, dann...
Wenn man deiner These glauben würde, wären Institutionen, die sich um die Wiedereingliederung von straffällig gewordenen Mitmenschen, bemühen, völlig überflüssig.
Einmal straffällig - immer straffällig?
Einmal Betrüger - immer Betrüger?
Das ist in meinen Augen viel zu kurz und irgendwie auch einfältig gedacht.
Es mag Wiederholungstäter geben - keine Frage. Aber nicht jeder ist zu dumm, um zu lernen.
Es gibt eben auch Menschen, die ihre Fehler bereuen und daraus lernen.
Sei mal ehrlich, hast du noch nie etwas getan, das du danach nicht bereut hast?
Hast du noch nie aus Fehlern gelernt?
Dann tust du mir wirklich leid.
Du bist verbittert und hast schlimmes erlebt.
Aber spreche doch anderen Menschen nicht deren Erfahrungen und Rückschlüsse ab.
Deine Behauptung, dass Menschen nicht oder kaum lernen können, würde uns Menschen auf eine Ebene stellen, die unterhalb der meisten Wirbeltiere angeordnet ist. Denn selbst ein Hund hält seine Schnauze nicht zweimal an einen elektrischen Zaun.
Naja - glücklicherweise hatte die TE gar nicht um eine "Allerweltslösung" gebeten, sondern lediglich ihre Erfahrungen geschildert.