Zitat von Unicorn68:Allerdings bringt dieser Kampf der TE nichts. Was ich ihr mitgeben würde ist, dass sie sofort einen vollständigen Kontaktabbruch einleiten sollte. Für sich! Punkt!
Allerdings wird sie das nicht tun. Jetzt noch nicht.
Genau, das tut sie nicht. Sie hält den Lolli, der im Geheimen von zu Hause aus anruft, weiter in ihrem Dunstkreis. Sie will ihn ja immer noch für sich gewinnen. Also freut sie sich über jede Aufmerksamkeit von seiner Seite, denn damit ist sie noch im Rennen und außerdem sagt er ja genau die Dinge, die sie hören will.
Seine Botschaft ist: Ich komm nicht los von Dir. Ich habe mich zwar für die Ehe entschieden, aber ich kann Dich nicht aus meinem Leben streichen.
Das ist ein toller Ego-Push für sie, denn damit kann sie sich sagen, dass sie toll und unwiderstehlich ist und sie kann ihre Hoffnung wieder anschüren. Ich muss mir seine Worte nur anhören, ihn unterstützen, ihn bestätigen, mein Interesse zeigen, dann ....
Die Aussage von ihm, dass er bei seiner EF bleiben will, interessiert sie nicht weiter. Nein, sie will kämpfen. Mit dem Gewehr ist es schlecht möglich, Messer sind unappetitlich, also greift sie zu manipulativen Methoden und bestärkt ihn.
Sie akzeptiert seine Entscheidung nicht. Vielmehr unterstellt sie ihm, seine Entscheidung halbherzig und aus Not getroffen zu haben. Denn das große Finale steht noch aus, wie sie meint. Damit respektiert sie den AP nicht, denn seine Aussage kann keinesfalls ehrlich gemeint sein. Sein Herz ist ja weiterhin bei ihr, nur der Verstand lässt ihn bleiben.
Verkleidet wird die Ncihtakzeptanz mit den schönen Worten: "ich möchte ihm Raum und Zeit geben, damit er sich in Ruhe (für mich) entscheiden kann." Oder so ähnlich.
Es ist eigentlich ein Akt der Aggression, denn sie spricht ja von einer Kampfansage. Wenn ich um einen Menschen kämpfe, ist es gut, denn er bedeutet mir etwas. Und wenn ich ihm Zeit geben, damit er seine Entscheidung ins Gegenteil verkehren kann, zeige ich ihm weiterhin Verständnis, ich bringe Geduld auf und warte.
Die Botschaft an ihn ist: ich stehe weiter zu Deiner Verfügung.
Also geht das Spiel weiter, weil keiner ein Ende macht. Der Schwächling von EM nicht, warum sollte er auch. Und sie nicht, weil sie sich keine Niederlage eingestehen kann. Dess es geht hier ums Gewinnen. Ich will ihn für mich gewinnen, ich will siegen.
Die dumme EF - ach die! Hat ihn ja eh nicht verdient, geht ja eh nicht nett und verständnisvoll mit ihm um. Er hat doch gesagt, dass sie ....
Ha, also bin ich besser! Und natürlich begeherenswerter, schon weil ich keine zwei Schwangerschaften hinter mir habe.
Die Affäre ist ihr Ego-Shooting.
Interessant ist, dass die EF bei Affären immer seltsam gesichtslos bleiben. Der Mann verliert darüber meist nicht allzu positive Worte, kann er auch nicht, denn damit könnte er die Affärenfrau ja in Frage stellen. Sie saugt jedes Wort gierig auf. Ah, toll, gestern abend gab es offenbar wieder Zoff daheim. Ein Punkt für mich! Alles was daheim bei ihm schlecht läuft, ist ein Pluspunkt für mich.
Die EF wird als Gegnerin wahrgenommen.
AM nennen vermutlich kaum den Vornamen der Ehefrauen. Wenn sie von zu Hause sprechen, greifen sie gerne zu anonymen Bezeichnungen wie "meine Alte", "mein Weib", "meine (angebliche) bessere Hälfte", günstigenfalls "meine Frau!, obwohl letzteres ja noch für eine Verbundenheit spricht, also eher vermieden wird. Der Name wäre zu persönlich. Er wird kaum sagen, Conny hat micht gestern wieder genervt.
Damit bleibt die EF fast anonym. Sie ist zwar da, aber sie ist in der Affäre nicht als eigene Person präsent. Sie wird damit ins Abseits geschoben, als hätte sie keinen Wert.
Dafür sorgen schon beide. Er mit seinen Aussagen und auch die AF, die diese Frau nciht als Person von Wert ansieht.
Und nach der Affäre, hat meist die EF "gewonnen" und die AF muss sich eingestehen, dass sie doch nur die zweite Wahl ist. Autsch, das tut dann richtig weh.
Also vermeidet man das und hält weiterhin "engen Kontakt trotz Trennung".