Zitat von Puschel8:Nochmal: Ich beziehe meine Aussage hier auf keinen persönlich! Im Allgemeinen sollte man sich aber die Frage stellen, warum man in einem Menschen, ...
Ich verstehe was Du meinst. Ganz allgemein gesprochen würde man nichts auf der Welt tun, was einem schadet.
Raucher rauchen, weil sie Nikotin-abhängig sind. Menschen verharren in toxischen Beziehungen, weil sie emotional abhängig sind.
Dein Fall, @Trust_him ist sicher irgendwie komplexer, als das üblicherweise der Fall ist.
Weil das alles zeitgleich mit einer Depression und Suizidgedanken einherging. Weil Du erst davon erfahren hast, als alles vorbei war und er schon Heilung erfuhr. Deshalb liegt es mir völlig fern darüber zu urteilen. Ich kenne ja weder Dich und noch weniger Deinen Mann.
Aber auch ich habe mir Gedanken gemacht, warum ich zunächst bei meinem Ex blieb, obwohl er mir soviel Leid zugefügt hat. Und ich glaube heute zu wissen, dass es viel mit Mitleid zu tun hatte. Denn er war sichtlich angeschlagener als ich. Ich hatte echt das Gefühl, wenn ich ihn mit dieser Bürde allein lasse, zerbricht er daran. Er war so unsicher und verzweifelt, dass ich mir dachte, wir müssten das hinkriegen, dann "haben alle was davon". Ich habe ihn in einer sehr dunklen Stunde sogar getröstet. Das war auch alles andere als gesund.
Verlassen habe ich ihn dann, weil ich merkte, dass trotz all dem er nicht bereit war daraus Lehren zu ziehen. Das Überspielen seiner Unsicherheit war ihm wichtiger. Und dann war ich mir wichtiger. Schwer zu erklären.
Was Puschel einfach nur sagen will, glaube ich zumindest
😉, dass grundsätzlich vieles möglich ist, aber die Erklärung "aus Liebe" nicht immer allein gelten muss.