Zitat von thegirlnextdoor: wie tief diese Gefühle jetzt gehen und ob er das Gefühl hat, auf Dauer mit dem Liebeskummer zurecht kommen und gleichzeitig seiner Frau gerecht werden zu können...
Aber letzten Endes, können wir ja alle nur Hypothesen an den Tag legen und überlegen: Was wäre wenn und was ist der bessere Weg etc ?
Auch ich, kann ja nicht in die Zukunft gucken. Ich weiß nicht, wie der eine Weg und auch nicht der andere Weg sein wird.
Klar kann es falsch sein, auf Sicherheiten bedacht zu sein. Und selbst diese, können mir ja in der Heimat nochmals um die Ohren fliegen.
Ich weiß nicht, wie lange der Liebeskummer anhält und ich weiß auch nicht, ob meine Gefühle nochmal so zu meiner Frau werden, wie sie mal gewesen sind. Keine Ahnung ...
Ich weiß nur eines!
1. Ich bzw Wir, haben vor der Affäre, eine wunderbare Ehe bzw Beziehung jahrelang geführt. Vielleicht lief es schon zu gut. Kaum Streitigkeiten und immer beide an einem Strang gezogen und durch dick und dünn gegangen. Ich konnte mich auf Sie und Sie auf mich verlassen. Jetzt, ist selbstverständlich ein Bruch drinne und die Gefühle haben sich geändert.
2. Ich würde bei einem neuen Leben, definitiv finanziell angeschlagen sein. Das ist nunmal Fakt und sehr hart. Für meine Kollegin würde sich ja gehaltstechnisch nichts ändern. Da müsste man jeden Euro umdrehen. Und da überlegt man natürlich schon, was man der neuen Partnerin in der neuen Beziehung bieten kann? Was kann ich meinen eigenen Kindern finanziell noch bieten? Wenn ich alle zwei bis drei Wochen nur vorbeischaue?
Fakt ist, dass meine Kollegin hier oben wohnen bleibt.
Fakt ist, dass meine Frau in meine Heimat zieht in das Haus, wofür wir uns beide vor einem Jahr entschieden haben.
Ich kann und werde mich nicht zerreißen können. Ich kann nur einen Weg gehen. Leiden und die Konsequenzen tragen Müssen, werde ich so oder so. Alle selbstverständlich. Auch meine EF und die Ex AF.
Ich kann meiner Frau noch nicht mal übel nehmen, dass sie definitiv runterziehen möchte. Wir haben uns beide für das Haus entschieden und haben uns da drinne gesehen. Ich weiß ja noch, wie meine Gefühle vor der Affäre zu diesem Zeitpunkt gewesen sind. Hier oben , ist es für meine EF verbrannte Erde. Ihre Eltern 1 1/2 Std entfernt, mit dem sie jetzt noch kaum Kontakt hat und die seid Jahren über uns schlecht reden. Zweimal mussten wir Corona bedingt unsere kirchliche Hochzeit absagen. Und jetzt habe ich noch Gefühle bzw mich in meine Arbeitskollegin verliebt. Wieso sollte sie hier oben bleiben?
Die Kinder haben unten bereits ihre Kitaplätze Zusagen. Meine Frau fängt sich jetzt an zu bewerben. Ich habe bereits einen Job gefunden. Man weiß, was einem erwartet. Sie hat den Wohnort ja auch die letzten 8 Jahre knapp kennengelernt. Kennt viele Leute. Viele Gewohnheiten. Ein großer Freundeskreis. Ein Teil meiner Familie vor Ort. Meine Eltern im Elternhaus und vor allen Dingen meine tolle Mutter, die sich natürlich auch freut, die Kinder aus der Kita mal abholen zu können etc. Meine Frau hat mit meiner Mutter ein Lottogewinn gezogen. Ich mit meiner Schwiegermutter von Anfang an ein Drachen.
Selbstverständlich könnte ich auch hier oben bleiben und eine neue Beziehung eingehen. Aber auch hier, hätte ich auch keine Garantie?! Die hat niemand.
Fakt ist, dass meine Kinder weit weit weg sind, ich finanziell angeschlagen bin und der Alltag mit meiner Kollegin, auch eines Tages einkehren wird. Dann bin ich Ende dreißig. Sie wünscht sich vielleicht dann noch ein Kind?! Wieso nicht?! Sie hat drei Geschwister ( alle älter ) und keiner von denen, hat ein eigenes Kind. Sie meinte letztes Mal schon zu mir, dass ihre Mutter schon manchmal sehr traurig wirkte, weil sie keine Enkelkinder hat. Und ich habe meiner Kollegin einfach ehrlich gesagt, dass ich nicht wüsste, ob ich das könnte. Zwei kleine Kinder ziehen bzw im Stich lassen und woanders aber sich für ein neues Kind nochmal entscheiden?! 3 Kinder von 2 Frauen ?! 2 Kinder unten und 1 Kind hier oben. Wieder von vorne anfangen. Alltag kehrt wieder ein. Wieder dann da stehen, wo ich jetzt stehe?! Nur, dass ich vorbelastet bin und trotzdem viel pendeln müsste...
Das sind einfach Fakten. Vielleicht sieht das meine Kollegin einfach nicht so oder es juckt sie nicht? Für sie ändert sich nichts. Für mich alles. Und genau unter diesen ganzen Punkten ist es wohl doch Klar, dass man Zweifel hat. Angst hat. Angst hat, keine Kraft mehr zu haben, neu anzufangen.
Klar habe ich Liebeskummer. Es tut höllisch weh. Ich weiß nicht, ob ich beim Familienweg glücklicher werde bzw mein Glück zurück kommt. Aber wie sieht der neue Weg aus? Ich muss ja auch realistisch in die Zukunft gucken ......