Zitat von thegirlnextdoor:Am meisten Mitgefühl habe ich mit den Kindern. Die anderen Akteure sind alle Erwachsene und können ihren Weg gehen. Auf ein einjähriges und ein vierjähriges Kind trifft das leider noch nicht zu. Sie wird die ganze Geschichte auch mit Abstand am schlimmsten treffen.
Das ist richtig. Allerdings werden Kinder auch erst mal leiden, wenn sich einer fremdverliebt und geht, ohne Lug und Betrug. Oder wenn sie sich einvernehmlich trennen würden. Kinder wollen zunächst beide Elternteile greifbar haben und eine normale Familie. Aber das geht nicht immer und Trennungen sind per se nichts schlimmes. Danach sollte man aber sein Ego zurückstellen und an die Kinder zuerst denken. Das schaffen nicht alle. Kommt ein schlimmer Betrug und die dazugehörigen Lügen ans Licht, und geht damit eine schlimme Verletzung einher, ist es sicher für den Betrogenen umso schwieriger ein vernünftiges Verhältnis zu schaffen. Er schafft es jetzt schon nicht. Denn auch wenn er immer als Grund für seine Ehe die räumliche Nähe zu den Kindern angibt, vergisst er sie die meiste Zeit in seinem Liebeskummer und Selbstmitleid völlig. Zumindest erscheint es hier so. Der Eindruck kann aber auch täuschen. Sollte dem tatsächlich so sein, bleibt die Frage wieviel seine Kinder emotional davon haben, wenn er in der Nähe bleibt.
Er hat ja bereits an anderer Stelle erzählt, wie sehr er sich auf die Affäre eingelassen hat, sieben Monate lang. Was sie alles gemeinsam unternahmen und wie die Treffen stattfanden. Er kann also bisher auch kaum Zeit mehr für seine Kinder gehabt haben. Aber das ist nur MEIN Eindruck.
Mein anderer Eindruck ist, was hier auch schon andere angemerkt haben, dass die Zügel die AF in der Hand hält und ihn nach ihrem Willen manipuliert. Sie will keine Kompromisse und die, die er vorschlägt, malt sie düster zu Ende. Auch die Fernbeziehung, wobei er ja sogar gute Erfahrung damit gemacht hat. An anderer Stelle macht sie ihm ein schlechtes Gewissen, weil es ihr ja jetzt schlecht geht. Sie hat ja auch angemerkt, dass sie gerne die Erst-Familie wär, wenn er sich für sie entscheidet, Kinder möchte und ihm ja gesagt, dass wenn er nicht mitzieht, dass als Konsequenz so nicht wolle. Sie handelt aber ebenfalls nicht danach und lässt sich auf Texterei und Treffen ein.
Ich denke eben auch, für ihn ist es wie eine Sucht, er ist wie ferngesteuert (Ich mag das nicht mit einer echten Sucht vergleichen, dafür fehlt mir die Kompetenz, aber ich würde mir mal, wäre ich an seiner Stelle mit seiner Vorgeschichte, Rat von der Stelle einholen, die ihm schon mal professionell geholfen hat.) und sie weiß das ganz genau und lenkt ihn so, wie es für sie passen würde. Schließlich hat ja auch noch er sie umworben und nicht locker gelassen, trotz seinem Status. Sie merkt vermutlich wie er mit sich hadert und versucht dadurch ihre Ziele zu erreichen.
Ich finde weiterhin, zumindest für seine Frau ist er definitiv kein Gewinn. Vom Reifegrad würde er zu seiner AF besser passen.