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Thegirlnextdoor Gast
@DieSeherin das ist interessant. Ich finde loben ermutigend... (es sei denn man täte es aus wirklich falscher/herablassender Intention und meint es nicht ehrlich). Hm. Spannend. Hängt sicher sehr stark damit zusammen wie man diese Dinge selbst kennengelernt und erlebt hat... und erklärt wahrscheinlich wirklich gut, warum es hier so oft Missverständnisse gibt/man aneinander vorbei redet - obwohl man zum Teil sogar das gleiche meint.
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#2911
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Thegirlnextdoor Gast
@So-What ja, es gibt alles. Ich denke deswegen auch dass es kein pauschal richtig oder falsch gibt, und keine Antwort für jeden - ich denke für jede Beziehung gibt es eigene Antworten und eigene richtige oder falsche Wege. Das hängt aber allein von den Beteiligten ab... nicht von der Moralvorstellung Außenstehender. (Egal in welche Richtung sie geht)
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x 1#2912
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Entscheidung zwischen Familie oder der Geliebten
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BernhardQXY Mitglied
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Zitat von thegirlnextdoor:
Aber vielleicht sind sie auch nicht immer und für jeden notwendig.
Ich bleibe dabei. Eine Ehe 2.0 die ohne Sachgrund aufgebaut wird bedarf ausnahmslos ein paar Prozesse, die man in allen anderen Fällen nicht braucht.
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#2913
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BernhardQXY Mitglied
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Zitat von DieSeherin:
verzeihen ist für mich etwas ganz seltsames und ich kann gar nicht so richtig erklären, warum ich das irgendwie herablassend finde.
Ist allerdings etwas sehr individuelles für dich. Es gibt schon ein paar eher allgemein gültige Definitionen was verzeihen bedeutet und dazu gehören Kniefall oder Aschesack oder selbstkasteiung nicht dazu, obwohl soetwas wiederum für einige verzeiher eine Grundvoraussetzung darstellt.
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x 2#2914
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Thegirlnextdoor Gast
@BernhardQXY ja genau. Das meine ich ja. Aber vielleicht braucht eben auch insgesamt das nicht jeder. Vielleicht sind diese Prozesse für manche Menschen absolut heilsam und für andere nicht nötig. Es gibt eigentlich nahezu nichts auf der Welt, das für jeder gleichermaßen nur gut oder nur schlecht ist.
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#2915
paulaner Mitglied
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Zitat von DieSeherin:
verzeihen ist für mich etwas ganz seltsames und ich kann gar nicht so richtig erklären, warum ich das irgendwie herablassend finde. für mich ist es wichtig, seinen inneren frieden mit dem betrug, der affäre, dem lügen gemacht hat - und zwar beide! beim "verzeihen" sehe ich immer einen knieendes gläubigen vor meinem inneren auge, der von einem priester die absolution bekommt
Hm...kann man so sehen. Ich sehe Verzeihen eher als einen Prozess von mir ganz alleine. Wie soll ich das sagen? Vielleicht nicht "Ich verzeihe dir", sondern mehr "Ich verzeihe ihr/ihm".
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x 4#2916
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Thegirlnextdoor Gast
Zitat von BernhardQXY:
Es gibt schon ein paar eher allgemein gültige Definitionen was verzeihen bedeutet und dazu gehören Kniefall oder Aschesack oder selbstkasteiung nicht dazu, obwohl soetwas wiederum für einige verzeiher eine Grundvoraussetzung darstellt.
Da stimme ich zu. Wer das vom anderen erwartet, scheint nicht ganz genau verstanden zu haben, was verzeihen eigentlich bedeutet...
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#2917
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BernhardQXY Mitglied
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@paulaner Sehr ich auch so. Denn man kann ja auch abwesenden verzeihen. Und auch Toten
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x 1#2918
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BernhardQXY Mitglied
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@thegirlnextdoor Irgendwie hängt alles zusammen. Der Sünder hat ja schon auch Einfluss auf den Prozess.
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#2919
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Trust_him Gast
Zitat von BernhardQXY:
Es gibt schon ein paar eher allgemein gültige Definitionen was verzeihen bedeutet
Ich habe dazu was gefunden:
Verzeihen bedeutet auch immer das anzunehmen, was war – und damit Frieden zu schließen. (...)Du kannst eine Person aus der Schuld entlassen und Frieden finden, ohne dass du die Tat relativieren oder entschuldigen musst.
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x 5#2920
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Thegirlnextdoor Gast
@Trust_him dieser Definition stimme ich voll zu.
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x 1#2921
paulaner Mitglied
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Zitat von BernhardQXY:
Irgendwie hängt alles zusammen. Der Sünder hat ja schon auch Einfluss auf den Prozess.
Ja, da sollte schon auch wenigstens ein ganz klein wenig was kommen ;.)
Zitat von BernhardQXY:
Sehr ich auch so. Denn man kann ja auch abwesenden verzeihen. Und auch Toten
Und...ich kann sogar eine Beziehung fortsetzen, obwohl es mir nicht gelingt das Eine oder Andere zu verzeihen.
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#2922
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Thegirlnextdoor Gast
@BernhardQXY ich denke dass jeder es so machen muss wie es sich für ihn richtig anfühlt. Jeder steckt in seiner Haut und muss sein Leben leben... mit allen getroffenen Entscheidungen und Konsequenzen. Man kann sich hier nicht für andere verbiegen oder nach höheren Maximen handeln, wenn es sich falsch für einen anfühlt. Man muss mit sich selbst im Reinen sein. Das ist das Entscheidende. Und der eine erreicht es auf dem einen Weg... der andere auf einem anderen. Das ist für mich ein Punkt wo ich sage, es gibt eine individuelle Wahrheit. Manche Fakten sind nicht verhandelbar (wenn z.B. ein bewiesener Betrug stattgefunden hat), aber wie jeder dann weiter entscheidet, welches Handeln für den Einzelnen dann richtig ist, verzeihen oder nicht, ist halt seine subjektive Wahrheit, für die die Meinung Außenstehender ziemlich irrelevant ist. Ich denke da gibt es kein richtig und kein falsch... für keinen.
Ich sehe Verzeihen eher als einen Prozess von mir ganz alleine
genau das meinte ich... für mich selber dem anderen zu verzeihen, meinen frieden damit zu schließen, finde ich sehr "heilsam" - aber ich muss dem anderen ja nicht sagen "ich verzeihe dir"... das wäre dann herablassend für mich.
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x 1#2924
S
So-What Mitglied
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Ich verstehe was Seherin meint. Mir geht es ähnlich.