Zitat von BernhardQXY:
Es geht nicht um eine Meinung, sondern darum, dass du eine Entscheidung damit begründet, dass du dir zu wertvoll bist.
Nun treffen aber andere eine andere Entscheidung als du. Mit deiner Begründung aber bedeutet es im Umkehrschluss, dass diese sich offensichtlich nicht wertvoll genug sind.
Sonst würden sie ja genauso entscheiden wie du.
Vielleicht sollte man da gar nicht so negativ denken. Es gibt Menschen, die Stellen den Partner irgendwie über sich. Sie sind daran interessiert ihn zu verstehen, analysieren seinen Charakter, verstehen ihn irgendwie sogar und reflektieren sich selbst.
Ich habe das auch getan. Ich wusste, dass es in ihm liegt, seinem Selbstbewusstsein, seiner Suche nach Bestätigung. Ich brauche das nicht. Ich bin in dieser Hinsicht "stärker". Also wollte ich an dem Fortbestand der Ehe arbeiten, mit Verständnis für diese Unzulänglichkeiten und der Bitte daran zu arbeiten.
(Oder nimm Trust_him. Ihr Mann hat sie drei Jahre lang hintergangen und verletzt und sie hat sicher sehr gelitten. Aber sie half ihm aus der Depression und wollte die Ehe und ihn nicht aufgeben.)
Das ist NICHT NICHT wertvoll.
Und irgendwann, bei der nächsten Flatterhaftigkeit, war es mir wurschd, was er für Probleme hat. Was mit ihm dann passiert und wie es sich auswirkt, war mir völlig egal. Dann war ich mir selbst die nächste. Und manche sind eben sofort konsequent.
Das hat auch meiner Meinung nach nichts damit zu tun, ob man mehr oder weniger liebt. Ist auch eine Form von Egoismus. Beides finde ich noch gesund, sofern man sich nicht ständig auf der Nase rumtanzen lässt oder wegen jeder Krise davonläuft.
Und ich denke halt schon, wenn man mal die Dritte im Bunde war und erlebt hat, was da ablaufen kann, auf dem Rücken der Partnerin und Familie, was gesagt wird, wie leidenschaftlich und verliebt das ablaufen kann (ob gespielt oder nicht, weiß ja keiner, auch nicht in welcher Richtung), wird man es eher weniger verstehen, dass dieser Partner zurückgenommen wird.