@DieSeherin ich verstehe dich, aber das ist tatsächlich deine eigene Interpretation. Es ist völlig ok, nach der zu leben... aber muss einem bewusst sein, dass viele Menschen es anders sehen/gelernt haben/empfinden.
Sünde kommt zunächst vom Wort "Sund" uns bedeutete in der ursprünglichen Form quasi einen Abstand, eine Entfernung - im biblischen Sinne vom Menschen zu Gott, wenn man gelogen oder betrogen hat. (- daher kenne ich die Definition, aus der evangelischen Theologie)
Sünde ist insofern zunächst neutral als Entfernung des Menschen von sich selbst zu sehen - keinesfalls als ein "Kapitalverbrechen".
Dieser Abstand kann ja auch wieder verkleinert werden, wenn man sich auf seine eigenen Werte besinnt und danach handelt.
Nein, keine Sorge ich bin keine Sektenanhängerin

ich habe seinerzeit nur Abi in Evangelisch gemacht und im Rahmen meines Pädagogikstudiums Ev. Theologie als eins der beiden Nebenfächer studiert (da ich mit dem Gedanken spielte, evtl. noch auf Lehramt umzusteigen).
Ich habe in all unseren zahlreichen Diskussionen um Schuld und Sünde nur sehr viel Toleranz und Offenheit erlebt, die mittelalterlich katholischen Sichtweisen von Schuld, Sühne und Hölle spielten bei uns überhaupt keine Rolle/waren kein Thema. Nicht im Ansatz.
Mein Mann (aus der Kirche ausgetreten) empfindet diese Themen aber auch anders, und ich frage mich gerade ob das aus dem katholischen Religionsunterricht von früher kommt?!
🤔 Meine Mutter (ebenfalls ausgereten) ist hier auch sehr negativ eingestellt. Ich kann das von mir nicht sagen, da ich in Bezug auf diese Themen nur Erfahrung mit sehr viel Toleranz und positiver Energie gemacht habe.
Aber Schuld und Sünde in Bezug auf Beziehungen... schwierig.
Schuld... am Leid des anderen.
Die Sünde im mittelalterlichen Begriff hat dort meinem Verständnis nach auch nichts verloren...