Zitat von Seneca22: Nun, laut dieser Definition erkenne ich keinen Unterschied zu Verliebt-Sein Das ist mir bei weitem zu wenig.
Vielleicht gibt es ja gar keinen?
Diese Unterscheidung zwischen der "reifen" Liebe im Gegensatz zum Verliebtsein oder gar zu den "Hormonen", auf die das auch gern mal herabgewürdigt wird, scheint mir in vielen Fällen zumindest sehr konstruiert zu sein.
Wenn jemand erzählt, er habe sich frisch verliebt und das mit glänzenden Äuglein, dann kommt niemand aus dem Bekanntenkreis daher und redet ihm ins Gewissen, er solle doch bitte mal in seinem eigenen Interesse seine "Hormone" in den Griff bekommen. Es gälte zumindest als grob unhöflich, wenn man dies so sagte.
Verliebt man sich hingegen in jemanden, in den man sich nach offizieller Lesart nicht verlieben "darf" (z.B. das Fremdverlieben, während man noch in einer Beziehung ist), wird dieser Zustand sofort von vielen als Hormonverirrung abgewertet, obwohl das Gefühl höchstwahrscheinlich kein anderes ist als das, was man in anderen Zusammenhängen als Verliebtsein bewertet.
Und den Unterschied zwischen Verliebtsein und Liebe hat mir auch noch nie jemand nachvollziehbar erklären können.
Mir scheint, er liegt lediglich darin, dass mit der Zeit eben noch andere Dinge wie Vertrautheit (die durch jahrelangen täglichen Kontakt entsteht) und Gewohnheit hinzukommen. Beides (Vertrautheit und Gewohnheit) gibt es jedoch auch in ganz anderen Zusammenhängen, in denen das kein Mensch als "Liebe" bezeichnen würde.