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Entscheidung zwischen Familie oder der Geliebten

MissNextDoor
@flauschie das wäre wohl ideal. Für Playmobil aufgrund seiner Ängste aber nicht machbar.
Wer weiß, was eine gute Therapie hier bewirken könnte.
Eine Ehe, an der man aus Angst festhält, ist für keinen das Wahre.
Ein Therapeut könnte ihm helfen herauszufinden, wo er innerlich wirklich steht. In Bezug auf sein Leben, die Ehe, etc.

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P
Zitat von thegirlnextdoor:
das ist klar, und genau deswegen meinte ich ja... mit diesen Ängsten und seinem vollkommen desolaten Selbstbewusstsein gehört er dringend einem Therapeuten.

Auch das liegt in seiner Hand. Das mit Therapie haben wir ja alle schon viel länger ihm vorgeschlagen.

Ob er annimmt oder nicht, das liegt in seinem Ermessen.

Für mich ist ganz klar, ihn hemmen seine Ängste generell vor dem eigenen Leben.

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A


Entscheidung zwischen Familie oder der Geliebten

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flauschie
@thegirlnextdoor ich weiß ja dass er Angst hat und dass man da fast nicht raus kommt.
Therapie ist die einzige Lösung. Nur ändert das ja akut die Wohnproblematik nicht, denn so schnell wird es leider auch nicht gehen außer vielleicht 1-2 Erstgespräche

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P
Ängste überwindet man bekanntlich nur, wenn man sich überwindet, die Angst zu überwinden.
Ein Therapeut kann dahingehend auch nur unterstützen. Fakt ist, er muss seinen Bobes schon selber bewegen!

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Wollie
Zitat von thegirlnextdoor:
mit diesen Ängsten und seinem vollkommen desolaten Selbstbewusstsein gehört er dringend einem Therapeuten.
Bitte nicht zu vergessen, dass hier auch immer noch eine Sucht vorliegt, die ihre Ursachen hat.

stimme ich völlig zu

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MissNextDoor
@Pinkstar na ja, man muss eben aktiv die Entscheidung treffen, es anzugehen. Und das beinhaltet auch Therapie.

Ängste entstehen. Meist auf der Grundlage von Sorgen und Befürchtungen. Begründet oder unbegründet.
Damit kennen sich Therapeuten besser aus.
Mein Mann hat auch Ängste.(anders als Playmobil, aber das tut ja nichts zur Sache).
Sprüche wie du musst die Angst halt überwinden haben ihm diesbezüglich noch nie geholfen.

Erstmal muss jemand diese Ängste ernst nehmen und darauf eingehen, woher sie kommen - sonst wird es mit der inneren Bereitschaft zum Überwinden oftmals nichts.
Die Rede ist ja nicht von kleinen Ängsten wie jeder sie aus dem Alltag kennt sondern von existenziellen, tief sitzenden Ängsten.
Solche zu überwinden ist kein Pappenstiel, mit entsprechender Hilfe, wenn die Ursache gefunden und gelöst wird, aber durchaus möglich.

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P
Zitat von thegirlnextdoor:
Die Rede ist ja nicht von kleinen Ängsten wie jeder sie aus dem Alltag kennt sondern von existenziellen, tief sitzenden Ängsten.

Ich weiss, was du meinst. In meiner Werkstatt für psychisch, kranke Menschen bin ich tagtäglich damit konfrontiert worden. Ich war 9 Jahre dort und war als Werkstatträtin tätig. Da bekam ich sehr viel mit und konnte mich damit auch gut auseinandersetzen und mich mit anderen Therapeuten unterhalten und selber mich damit befassen.

Und doch kann ein Therapeut nur unterstützen.

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Maxy522
So lange er aber nicht selbst den Weg zum Therapeuten sucht kann man das eh vergessen er lebt in seiner blase genau wie mein ex ich habe versucht zu unterstützen habe mir selbst Rat bei einem Therapeuten gesucht wie ich helfen kann.bis ich selbst den Entschluss gefasst habe ihn raus zu werfen und da ist langsam seine blase geplazt.

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M
Hallo Playmobil, ach mensch, es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht. Aber ich verstehe dich und deine Ängste sehr gut. Ein Umzug und Neuanfang mit der Familie ist nicht leicht. Jobwechsel, das neue Haus, ein neues soziales Umfeld und ja auch der Verlust deiner Affärenfrau, das alles überfordert dich total, das kann man aus jeder Zeile lesen. Normalerweise würde ich dir raten, dich an deine Frau zu halten, die scheint sehr stark zu sein. Ich verstehe aber auch, dass du das gerade jetzt nicht kannst, da du dich durch die Affäre ja sehr von ihr entfernt hast.

Trotzdem möchte ich dir Mut machen. Ja, es steht dir eine sehr herausfordernde Zeit bevor. Das macht dir natürlich Angst. Kannst du die Aufgaben, die kommen werden, irgendwie in kleine Häppchen aufteilen und dir einen Fahrplan stricken, wann du was zu erledigen hast? Vielleicht kannst du ja auch einiges delegieren. Die Hausrenovierung z.B., können dir da Freunde helfen oder kannst du einige Arbeiten an Firmen übergeben? Klar ist das teuer aber da ihr beide verdient, müsste das doch drin sein.

Ich finde es übrigens toll, wie offen du hier deine Überforderung und deine Ängste schilderst. Du scheinst nicht der Typ Mann zu sein, der so etwas überspielt und auf unbesiegbar macht. Das finde ich sehr sympathisch.

Nun noch ein Wort zu deiner Affäre. Es geht mir hier in diesem Forum oft so, dass ich die Berichte lese und mich an einen Hollywoodfilm oder einen Roman erinnert fühle. Verständlicherweise sieht man das nicht so, wenn man drin steckt, aber es klingt schon alles sehr idealisiert und manchmal sogar kitschig. In einer Affäre lebt man quasi seinen Traum. Alles ist toll, herzerwärmend, spannend und romantisch. Kein Alltag, keine Sorgen, rosarote Brille egal, wohin man schaut. Klar, das ist der Hormoncocktail, der da wirkt in der frischen Verliebtheit. Und auch klar, man projiziert in diese Affäre alles hinein, was man immer schon wollte, wovon man geträumt hat. Mit der Realität hat das ganze aber leider herzlich wenig zu tun. Es ist was es ist, ein wunderschöner Traum. Das weißt du ja selbst, oder?

In einer Affäre erlebt man Verliebtheit pur. Natürlich fühlt sich das toll an. Aber mit erwachsener, reifer Liebe auf Augenhöhe hat das alles rein gar nichts zu tun. Diese Art von Beziehung führst du mit deiner Frau. Und die steht Gott sei dank immernoch fest an deiner Seite. Leider ist da nichts romantisches, nichts rosarotes. Stattdessen Probleme, Stress und Überforderung durch die ihr gemeinsam hindurch müsst.

In dieser Situation fühlst du, wie du sagst, nur noch ganz tief drinnen irgendwelche Gefühle für deine Frau. Was du aber wahrnehmen könntest ist eure Verbundenheit. Ihr ward und seid ein gutes Team, das an diesen bevorstehenden Herausforderungen weiter wachsen wird. Im Moment wird deshalb nichts weiter verlangt, als deine Entscheidung! Und im Grunde genommen hast du die doch schon getroffen, oder? Du bist ja immernoch und trotz allem bei deiner Familie! Das finde ich toll und mehr braucht es momentan gar nicht. Deine Kinder und deine Frau kämen vielleicht auch ohne dich klar aber sie wollen und sie brauchen dich in ihrer Mitte, um das Leben rund zu machen.

Wenn du also nicht mehr kannst, darfst du dich bei ihnen fallen lassen. Sogar dein kleiner Sohn wird dich stützen und auffangen und erst recht deine Frau. Du musst nicht stark sein. Aber bitte entscheide dich jetzt ganz bewusst und eindeutig für deine Familie. Sie ist Realität und eben kein Traum.

Hab keine Angst, vor dem was kommt. Ihr werdet das alles gemeinsam schaffen. Alles was es braucht ist deine Entscheidung! Und manchmal ist Liebe eben nichts anderes als das. Die Gefühle werden folgen. Das wird Zeit brauchen aber glaub mir, sie kommen zurück und sie werden dich überwältigen.

Ich glaube an Dich und an euch!

Alles Gute!

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MissGeschick
@playmobil Wie wäre es denn mit einem Krisengespräch bei einem Coach/Therapeuten? Selbstzahler kriegen schnell einen Akut-Termin UND seit Corona sogar per Zoom, falls gewünscht. Du willst dir verständlicherweise keinen Therapeuten in der alten Heimat suchen. Mein Rat: such dir einen in der Neuen und bitte um Akuthilfe. Per Zoom bis du umgezogen bist, dann kann man was nötig ist beantragen…Aber überwinde deine Abwehr, und gestehe dir ein, dass du Hilfe brauchst. Du schaufelst dir gerade ein Grab monumentaler Ausmaße. Hilf dir selber, das alles wieder zu sortieren. Es ist ein Licht am Ende dieses Tunnels, aber du darfst nicht länger untätig reinschauen. Du musst losgehen. Durch den Tunnel und irgendwann ins Licht.

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flauschie
@maggy17
liebe Maggy nur kann(!) er diese Entscheidung nicht treffen, sonst hätte er es schon lange getan. Er entscheidet nach Tagesgefühl, heute so morgen anders....

Alles was er seiner Frau und den Kindern jetzt antut ist Schmerz, nichts als Schmerz auch wenn er und auch seine Frau sich dessen nicht bewusst sind. Seine Frau ist stark und hofft und glaubt, dass es klappen kann. Ich fürchte sie wird entteuscht werden. Dafür dauert dieses Rumgeeiere schon zu lange.

Ich kann deine Worte völlig nachvollziehen und sie sind ganz lieb gedacht und ich habe auch sehr lange an solche Worte geglaubt. Nur ist es nicht die Realität.
Er muss ich jetz erst mal für eine Therapie entscheiden, sich selbst heilen und sein Leben auf die Kette bekommen. Am besten ohne seine Frau ohne die Affaire, nur er selbst.
Wie soll seine Frau ihm denn vertaruen können wenn der Mann nicht mal sich selber traut , weil er voll von Ängsten ist.

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T
Zitat von maggy17:
kannst du einige Arbeiten an Firmen übergeben? Klar ist das teuer aber da ihr beide verdient, müsste das doch drin sein.

Das Geld wird nicht das Problem sein, sondern in diesen Zeiten überhaupt Handwerker zu bekommen.. Lange Wartezeiten sind da garantiert. Wie übrigens auch bei Therapeuten, was hier ja immer wieder empfohlen wird. Ein halbes Jahr geht da mindestens ins Land.
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Zitat von maggy17:
Und die steht Gott sei dank immernoch fest an deiner Seite.

Ja, aber nur, weil sie die ganze Wahrheit nicht kennt und das Ausmaß der Affäre. Damit hat der TE ja hübsch hinterm Berg gehalten. Sollte die Wahrheit, wodurch auch immer - es gibt manchmal dumme Zufälle - ans Licht kommen, fällt sein letzter stabiler Anker vermutlich weg.
Dann geht es ans Eingemachte.

Alles in allem muss der TE endlich mal seine Playmobilphase hinter sich lassen und erwachsener denken und handeln. Ich lese da sehr viel mimimi - egal ob neuer Job oder endgültiges Verabschieden von der Affäre.

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alleswirdbesser
Zitat von maggy17:
Normalerweise würde ich dir raten, dich an deine Frau zu halten, die scheint sehr stark zu sein.

Auch starke Menschen verdienen eine solche Behandlung nicht, schon gar nicht von ihrem Partner. Und irgendwann kommen auch sie an ihre Grenzen und können nicht mehr die Last der anderen mittragen. Diese Frau hat schon so viel einstecken müssen ohne die Wahrheit zu erfahren und wird jetzt einfach weiter betrogen und belogen. Als Dank? Ich wünsche ihr dieses Leben nicht mehr.
Und befürchte, dass der Rauswurf der einzige Schritt ist, der noch etwas bewirken kann. Vielleicht wacht @playmobil dann auf.

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MissNextDoor
@alleswirdbesser absolute Zustimmung.

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M
@flauschie und @Tisiphone , ihr habt ja Recht. Ich gehöre aber einer Generation an, in der man noch nicht immer sofort nach Therapeuten schrie, sondern vieles einfach durch gesunden Menschenverstand und ein paar (natürlich im übertragenen Sinne) Schläge in den Nacken regelte. Für letzteres waren häufig die Eltern oder Lehrer zuständig. Irgendwie scheint mir, ist playmobil insgesamt ein wenig haltlos, weil er solche Bezugspersonen nicht zu haben scheint. Natürlich ist es immer gut, sich dann professionelle Hilfe zu holen. Häufig aber wehren gerade Männer so etwas ab, weil sie sich nicht die Blöße geben wollen, einen Psychodoktor zu benötigen. Und ehrlich gesagt sehe ich hier auch den Bedarf nicht. Playmobil ist nicht krank, sondern im Moment einfach sehr verwirrt und überfordert.

Ich bin selbst Mutter eines erwachsenen Sohnes und habe daher fast schon ein mütterliches Bedürfnis, Playmobil an die Hand zu nehmen und ihm gleichzeitig einen ordentlichen Tritt in die richtige Richtung zu geben. Im übertragenen Sinne natürlich. Ja, er hat sich in die Kollegin bis über beide Ohren verliebt. Ja, er hat eine Affäre angefangen und ordentlich Mist gebaut. Aber seine Frau ist gewillt und stark genug, ihm zu vergeben. Das finde ich großartig. Und da er ja immernoch nicht den letzten Schritt gegangen ist, glaube ich schon, dass auch seine Entscheidung längst gefällt ist. Nur ist ihm das noch nicht ganz klar. Er träumt sich eben gerne immernoch mal ein bisschen weg, weil er eben Angst vor weiterer Überforderung hat. Genau hier möchte ich ihm den Rücken stärken. Er wird das schaffen. Er ist ja schon mitten drin!

Zitat von alleswirdbesser:
Und befürchte, dass der Rauswurf der einzige Schritt ist, der noch etwas bewirken kann. Vielleicht wacht dann auf.

Das ist natürlich aus Sicht der Ehefrau richtig und absolut nachvollziehbar. Sie schreibt aber hier nicht. Ich möchte Playmobil helfen, da er es ist, der hier um Hilfe bittet.

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