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Er hat keine Gefühle mehr für mich

F
Zitat von Isabella_W:
@Felica nein, ich habe angerufen, damit ich in meinem Zustand nicht fahren muss...im November..


Im November?

#1021


I
@Felica friseur kommt am Samstag. Von meiner Depression weiß er nichts und das bleibt auch so. Wir gehen jetzt getrennte Wege.

#1022


A


Er hat keine Gefühle mehr für mich

x 3


I
@Felica direkt nach der Trennung

#1023


F
Zitat von Isabella_W:
meiner Depression weiß er nichts

Naja, er hat Dich und Deinen Zustand sicher bemerkt.

#1024


B
Zitat von Isabella_W:
wollen schon, aber nicht auf Biegen und Brechen und mit jedem.

Genau das meinte ich mit denken in Extremen, erkennst du es selbst?
Zitat von Isabella_W:
Mittlerweile tut ihnen die Aussage leid, war als sie mich nach zwei Tagen am Boden zerstört abgeholt haben.

Aha. Abgeholt haben sie dich ja wohl vor circa zwei Monaten. Das Zitat schriebst du vor zwei Tagen. Mit dem Zusatz
Zitat:
auch wenn sie selbst weiterhin die Welt nicht verstehen und ihn als Verräter ansehen,

Du merkst schon, wie du dich hin- und her windest, um deine Agenda durchzudrücken. Das bekommt für mich langsam so einen gruseligen touch wie in "Eine verhängnisvolle Affaire". In dem Wissen, dass ihr keine Affaire hattet. Aber die Rolle der Alex könnte schon hinhauen...

x 1 #1025


I
@Felica es sieht, dass ich viel weine.

#1026


I
@Brightness2 für mich ist der kein extrem, ich war mir dafür einfach zu schade.

Ja, weil die Frage dazu nie aufkam.

Ich habe keine Agenda mehr außet ihn gehen zu lassen. Dennoch trauere ich

#1027


L
Isabella_W, ich glaube dir geht es gerade so schlecht, weil du durch das letzte Gespräch erst richtig realisiert hast, dass es (vorerst) wirklich aus ist. Vorher hast du, was nicht ungewöhnlich ist, die schmerzhafte Realität eher verdrängt, dich an die Hoffnung geklammert, er würde es sich beim nächsten Treffen sicherlich anders überlegen. Damit hast du die Verarbeitungs- bzw Trauerphase nach hinten verschoben. Dafür musst du sie jetzt durchmachen. Und ich glaube dir, dass es dir gerade richtig schlecht geht. Aber bei allem Kummer, bitte male dir die Zukunft nicht zu schwarz. Mensch, du machst gerade eine Trennung durch von einem Mann, mit dem du 6 Jahre zusammen warst. Sa darf man traurig sein, einen Durchhänger haben, keinen Bock auf Nüscht haben und sich das Hirn zermartern. Wenn man 2, 3 Wochen nach einer Trennung wieder voll auf'm Damm wäre, als wenn es hier um eine Absage von einem potentiellen Arbeitgeber handelt, dann gäbe es dieses Forum nicht. Und in der Zeit ist man einfach nicht man selbst. Wenn ich an mich denke, wie sehr habe ich unter der Trennung vom Vater meines Kindes gelitten? Ich war monatelang in einem emotionalen Ausnahmezustand...
Auch diese wellartigen Phasen kenne ich zu gut. Völlig normal. In einem Moment denkt man "Ja Mann, ich brauche dich gar nicht! Heute geht's mir schon viel besser." und ein paar Stunden später sitzt man heulend in der Küche, weil man irgendwas von ihm im Regal gefunden hat und denkt, man wird ihn nie vergessen.

Was da hilft? Zeit. Es dauert leider manchmal, aber wenn du ein paar Wochen gelitten hast, wirst du irgendwann von selbst langsam wieder anfangen dein Leben weiterzuleben. Wirst dich wieder mehr um dich kümmern, deinen Antrieb und Appetit wiederfinden, dich mit Freunden treffen, arbeiten und nach und nach, wirst du dich an seine Abwesenheit und dein neues Leben ohne ihn gewöhnen und es vielleicht sogar mögen. Aktuell bist du doch voll auf Entzug. Und wenn du einigermaßen mit ihm abgeschlossen hast und jemanden kennenlernst, der dir gut gefällt, dann wirst du gar nicht mehr daran denken, was war, sondern mit einem anderen Mann positiv in die Zukunft schauen und dich fragen, was du an deinem Ex überhaupt so toll gefunden hast. Die Messlatte hat er ja nicht so hoch gelegt zwinkern

Zitat von Isabella_W:
Vielleicht kann mir ja jemand noch einen Tipp geben wie ich ganz ferner Zukunft nicht mehr jeden Mann mit ihm vergleiche


Kannst du doch, wenn du zum Ergebnis kommst, dass alle anderen besser sind als er. Smile
Mach dir doch JETZT nicht schon Gedanken darüber. Die Natur hat es eingerichtet, dass wir schlimme Dinge auch verarbeiten können. So schnell bekommt man kein Trauma. Aber die Erfahrung nimmst du mit.
Dein jetziger Blick auf deine Situation und ihn, wird sich noch verändern mit der Zeit. In ein paar Monaten wirst du sicherlich schon etwas anders darauf schauen.

x 2 #1028


F
Ich glaube, Deine Eltern haben Dich sehr behütet. Schule und Bildung waren wichtig. Und natürlich Eigentum. Darüber weisst Du bestens Bescheid.

Aber mir scheint, und das ist eine Vermutung, dass Dir zuhause viel abgenommen wurde und Du nicht gelernt hast, zwischenmenschliche Dinge zu regeln, private Konflikte zu lösen und Flexibel zu sein.


Btw, ich wäre mit Mitte 30 nie auf die Idee gekommen, mich wegen Liebeskummer von meinen Eltern abholen und behüten zu lassen.

Die hätten in liebevoller Art zur mir gesagt "Schatz, das ist schlimm. Aber das gehört zum Leben. Gib Dir eine Woche, und dann gehst Du wieder raus in die Welt ".


Verstehst Du, was ich Dir sagen möchte?

x 5 #1029


Soloperme
Liebe Isabella

Ich habe Deinen ganzen Thread gelesen, aber bislang nichts geschrieben, weil mich Deine Geschichte auch zu sehr an meine erinnert hat, auch wenn ich Dir ein halbes Jahr voraus bin.
Erstmal :Ich finde es sehr gut, dass Du Dich um Dich kümmerst, um Deine seelische Gesundheit, Dir Hilfe suchst. Ich habe im akuten Schmerz-Taumelt der Trennung übrigens sehr, sehr gute Erfahrungen mit Psychologinnen (!) der Caritas gemacht, die sehr bald viel Zeit für mich hatten. Bis ich einen Therapie - Termin bekam dauerte es und mit der ersten Therapeutin kam ich nicht gut klar. Natuerlich ist eine Trennung eine Indikation für eine Therapie, um den Verlust besser verarbeiten zu können.
Nicht anders habe ich es erlebt und mit mir viele andere.
Niemand hier kennt Dich, allenfalls entsteht eine vage Idee durch den kleinen Ausschnitt, den Du hier schreibst, noch weniger ist Dein Freund bekannt. Es bleibt daher ganz Deine Entscheidung, was Du wann an Ratschlägen, Tipps für Dich annehmen möchtest, keinesfalls solltest Du Dich hier in eine Rechtfertigung-Position begeben.
Im Moment ist für Dich der Überlebens - Modus angesagt, in dem es nur darum gehen kann, alles dafür zu tun, Dich zu stabilisieren und stärken. Wie bei einer schwereren Erkrankung, schauen, was geht, machen, was gut tut, schreien, wenns hilft, das immer gleiche den immer gleichen Leuten vorjammern.
Wie Du geschrieben hast :Alles zu seiner Zeit. Und den Ablauf bestimmt Dein Herz, Deine Seele, nicht die Erwartungshaltung anderer.
Du musst ganz sicher keinerlei Ratschläge umsetzen. Was immer Dir hilft, nimm es an. Im Moment, und dieser ist dehnbar, geht es nur um Dich und darum diese schwere Zeit zu überstehen.
Ich habe mehr als 3 Monate gebraucht, bis ich Lust hatte in der Sonne zu sitzen und einen Kaffee zu trinken. Nach und nach kamen erste zaghafte Pläne vor, die meisten davon habe ich widerrufen, andere mit wackeligen Beinen umgesetzt.
Vielleicht bin ich derzeit in einer Art Reha-Phase nach dem Schock, der ein Trauma auslöste und mich länger arbeitsunfähig machte. Nach und nach kam die Lust wieder auf meine Arbeit, den Alltag, die Struktur, die Kollegen. Aber noch bin ich viel empfindlicher als früher. Gib Dir Zeit. Eine Heilung hat ihre eigenen Wege und jeder ist anders und die meisten, leider, mit zeitweiligen Rückschlaegen gepflastert.
Lass Dir nicht einreden, Du musst jetzt tough in die Welt und ein Haus bauen. Du musst gar nichts und hast viel zu lange zu gut funktioniert.
Pass auf Dich auf und trauere. Denn eine Trennung ist ein schmerzhafter Verlust, den jeder nur auf seine Art verarbeiten kann.
Ich wünsche Dir jeden Tag einen Grund Dich zu freuen!

x 5 #1030


F
Zitat von Isabella_W:
@Felica es sieht, dass ich viel weine.


Und macht dann was?

#1031


I
@LeTigre das kann gut sein, dass er ausziehen wird, hat das ganze einfach realer gemacht und jetzt habe ich die gleichen Weinkrämpfe wie im November.

#1032


I

L
Zitat von Felica:
Die hätten in liebevoller Art zur mir gesagt "Schatz, das ist schlimm. Aber das gehört zum Leben. Gib Dir eine Woche, und dann gehst Du wieder raus in die Welt ".


Ich weiß noch, wie sehr ich damals unter der Trennung von meinem Ex gelitten habe. Ich habe ein paar Mal versucht mich anderen anzuvertrauen, weil es mir wirklich schlecht ging und es einfach nicht besser werden wollte. Ein paar haben mir in etwa das selbe gesagt, was deine Eltern gesagt hätten. Mit dem Ergebnis, dass ich mich völlig unverstanden fühlte, als wäre ich abnormal oder so, weil es wirklich nicht ging. Meine Psyche hat das einfach nicht hergegeben damals.
Also habe ich aufgehört mit anderen darüber zu sprechen, weil ich gemerkt habe, dass mich eh niemand versteht und es mir nicht hilft. Ganz im Gegenteil. Ich weiß was du sagen möchtest und einigen Leuten würden solche Worte auch bestimmt helfen, aber das ist leider nicht bei allen so und ich schätze dass Isabella_W da zu einer anderen "Kategorie" gehört.

x 1 #1034


I
@LeTigre Dankeschön. Ich versuche es einfach anzunehmen, weil ich jetzt keine Wahl habe.

Ich bin daher eben stolz, wenn ich es geschafft habe zu duschen, zu arbeiten und zu essen. Alles andere ist mir gerade egal .

Es fühlt sich nur einfach scheußlich an und will eben auch, dass es einfach nur aufhört weh zutun.

#1035


A


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