Zitat von So-What: Ich bezog das jetzt nur auf die Liebeskummer-Aussage (also, dass der Therapeut helfen soll ihr die Gefühle aus dem Herz zu "schneiden")
Nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Im Moment spricht der Kummer aus ihr. Ganz normal.
Zitat von So-What: und auf das seit Beginn des Threads leidige Thema, dass sie bei allen Dingen, die sie regeln will darauf wartet, dass er was tut oder auch nicht.
Ja, das ist auch typisch. Die Themen wiederholen sich und wiederholen sich. Als Außenstehender denkt man dann oft "Mensch, änder halt was. Mach, aber erzähl mir nicht immer das selbe." Das ist ja dieses Gedankenkreisen.
Zitat von So-What: Und es ist einfach nicht zu leugnen, dass sie die Trennung für sich "verschleppt", weil sie sie vermeiden will und hofft, auf irgendeine Art und Weise ihm Argumente dagegen liefern zu können.
Ja, vielleicht hofft sie noch. Das ist menschlich. Wenn auch nicht immer unbedingt hilfreich, da Hoffnung einen manchmal auch untätig macht und einen auf der Stelle laufen lässt. Aber wahrscheinlich gerade die beste Strategie, die Isabella_Ws Gehirn ihr anbietet, um die Situation auszuhalten. Deshalb schrieb ich ja: Es ist gar nicht so leicht, sich selbst in die Selbsttherapie zu bringen, weil sie dazu akzeptieren und annehmen müsste, was sie gerade zu sehr belastet. Daher hilft es auch nicht zu sagen:"Du musst einfach nur..."
Zitat von So-What: Ihre Verfassung jetzt liegt m.M.n. nicht in der Trennung hauptsächlich begründet. Nicht am Liebeskummer, nicht in Darlehen oder einem Haus. Das hat das vermutlich jetzt ausgelöst, aber ich finde immer noch, dass sie ganz andere Probleme hat.
Die Probleme mit der Situation umzugehen können durchaus ein Symptom sein, was auf einem ganz anderen Grundproblem fußt (meist aus der Kindheit). Ganz spannendes Thema "Inneres Kind/ Schattenkind". Damit fange ich auch gerade an mich zu beschäftigen.
Zitat von Isabella_W: Danke für deine Ehrlichkeit. Ist es heilbar bzw. bin ich einfach zu schwach oder liegt es an dem einfach-zu-viel-auf-einmal?
Klar ist das heilbar, wenn du die richtigen Maßnahmen zur richtigen Zeit ergreifst. Aber je nachdem, wie stark du davon betroffen bist, und wo das Grundproblem liegt (kann sein, dass eines besteht), kann das richtig harte Arbeit bedeuten.
Du bist nicht zu schwach. Eher emotional, evtl fehlgeprägt, menschlich... es kann jeden treffen. Auch die Art der Beziehung spielt eine Rolle.