Zitat von Isabella_W: Ich habe gestern zum Beispiel erfahren, dass er eine Katze wollte und ich gesagt habe, lass uns darüber reden, wenn wir eingezogen sind. Für ihn war das ein nein. Mir kommt es wie eine blöde Ausrede vor, aber ich höre mir alles an.
Warum werden seine Aussagen als "dumme Ausreden" abgetan?
Es gibt doch überhaupt keinen Grund für ihn, an dieser Therapie überhaupt teilzunehmen, er muss sich nichts aus den Fingern saugen. Vielleicht war die Katzensache ja wirklich wichtig für ihn.
Das ist nicht böse gemeint, sein Verhalten in Bezug auf die Baugeschichte war mehr als daneben. Ich verstehe nur nicht, warum er da nicht ernst genommen wird.
Zu der Frage, warum er sich nie um eine Lösung bemüht hat, ist mir etwas eingefallen, was mir mal passiert ist. Die Situation lässt sich nicht eins zu eins übertragen, weil es um eine Freundschaft geht, es geht mir da nur um die Perspektive.
Ich hatte mal eine Freundin, mit der ich sehr viel unternommen habe. Sie ist eine wirklich witzige Person, wir haben ähnliche Interessen usw. Leider hat sie eben auch Eigenschaften, die echt anstrengend sind, die mir aber nie so richtig bewusst wurden. Zum Beispiel hat sie grundsätzlich jede Aussage auf sich bezogen. Einmal erzählte ich von einem Wochenende, an dem ich mit meinem Partner wandern war. Ihre Reaktion: Ich habe nur auf dem Sofa herumgelegen, da bin ich wohl ein fauler Mensch. Aber gut, ich habe auch keinen Partner, der immer bereit steht für Unternehmungen.
Es ging in meiner Erzählung eigentlich nur darum, zu erzählen, was wir am Wochenende gemacht hatten, es bezog sich null auf sie, aber sie hat darin irgendeine Kritik gelesen.
Jedenfalls habe ich das immer ausgehalten, weil sie mich auch "erzogen" hat, wenn ich zum Beispiel nicht schnell genug geantwortet habe, wurde sie schnell fordernd und emotional, sodass ich immer versucht habe, irgendwelche Ausbrüche zu vermeiden. Das hat sich so langsam eingeschlichen, dass es mir nicht bewusst war. (Ich bin sonst nicht so unbedingt ein Mäuschen.)
Und irgendwann kam dann eine Situation, da wurde es mir von jetzt auf gleich zuviel. Danach habe ich dann den Kontakt stark eingeschränkt und nur auf das Nötigste beschränkt.
Vielleicht wäre es moralisch richtiger gewesen, sie darauf hinzuweisen, damit wir die Freundschaft behalten können, aber bei mir war der Ofen einfach aus, als wäre ein Schalter umgelegt worden. Ich habe keine Chance gesehen, mit ihr darüber zu sprechen, weil sie immer sofort weinerlich und emotional wurde.
Ich will damit nicht ausdrücken, dass es bei euch so war und du die "Hexe" bist. Ich will damit nur sagen, dass man es manchmal selbst nicht erklären kann, warum man plötzlich nicht mehr will. Da macht irgendwas "klick" und dann geht gar nichts mehr. Ob das jetzt richtig oder falsch ist (gerade bei dieser Hausgeschichte ist ja nun auch Schaden entstanden), will ich gar nicht beurteilen. Aber manchmal sieht man eben keine gemeinsame Basis mehr.