Hallo Ihr Lieben,
entschuldigt, dass ich mich jetzt erst melde. Ich musste gestern meine Masterarbeit geben, das waren echt mitunter die stressigsten zwei Wochen meines Lebens
Aber für eines war die ganze Sache gut: Ich war so abgelenkt, dass ich an nichts anderes mehr denken konnte. Leider kommt das nun langsam wieder zurück.
@sungoo:
Ich kann mich den Tipps der anderen auch nur anschließen. Ich hoffe, dass die Sache am 30. locker über die Bühne geht und es dann endlich vorbei ist. Ich konnte das ja damals alles nicht ne. Hab den Kontakt zu ihm abgebrochen und alles meinen Bruder regeln lassen. Aber traurig ist das schon irgendwie alles. Wenn man sowas liest, er wolle deine Wohnung nicht betreten. Jahrelang ist er da wahrscheinlich ein- und ausgegangen und dann steht man vor so einem Scherbenhaufen. Das ist meine erste "richtige" Trennung nach langjähriger Beziehung. Vorher konnte ich mir sowas einfach nicht vorstellen. Ich dachte, sowas kann gar nicht passieren. Weil man liebt sich doch. Willkommen in der Realität!
@Plötzlichaus:
Also ich kann da auch nur für mich sprechen. Ich könnte keinen Schritt mehr in dieses Tanzlokal setzen, würde mir ggf. ein neues suchen. Wir hatten auch viele Gemeinsamkeiten, da wir zusammen studiert haben. Ich hab mich aus allem zurückgezogen. Ich könnte das einfach nicht. Klar kann man sagen, ob das so richtig ist, dass DU als diejenige, die verlassen wurde, nicht mehr dahingehen solltest. Aber die Frage ist doch, ob es dir gut tut. Und wenn es das eben nicht tut, dann lass. Zumindest für eine Zeit. Oder orientier dich wie gesagt neu. Das bedeutete ja nicht, dass du mit dem Tanzen aufhören sollst. Je mehr ich neu und ohne Erinnerungen an meinen Ex anfange, desto besser für mich. Das fängt mit dem Job und der Stadt in der man lebt an. Das tut wirklich gut. Leider hat er auch den Job gewechselt und wohnt mittlerweile in der gleichen Stadt. Aber uns verbindet hier nichts bzw. kaum was.
Ansonsten hatte ich wie gesagt die letzten beiden Wochen keine Zeit, um nachzudenken. Das kommt aber jetzt so langsam wieder. Vor allem weil wir immer angestoßen haben, wenn ich was für die Uni abgegeben hatte, uns gefreut haben, dass wir endlich wieder Zeit füreinander haben. Gestern ist irgendwie einfach so gar nichts passiert, außer dass ich ein bisschen Schlaf nachgeholt habe.
Dazu kommt, dass ich jemanden kennengelernt habe. Aber es ist irgendwie so... komisch. Ich glaube, ich versuche ihn unterbewusst als Ersatzperson für meinen Ex hinzustellen. Aber das kann und sollte natürlich auch nicht funktionieren. Und manche Sachen sind einfach so komisch. Wir haben z. B. so im Spaß ein bisschen über Macken gesprochen und da hat er mir gesagt, dass er ungern sein Essen teilt. Das ist komisch für mich. Mit meinem Ex hab ich immer alles geteilt, wir haben sogar manchmal bewusst zwei unterschiedliche Gerichte bestellt, um diesen dann teilen zu können. Nachtisch wurde geteilt, oft nur mit einem Besteck gegessen. Das war z. B. für mich am Anfang komisch, aber nun hab ich mich daran gewöhnt und kann es mir kaum noch anders vorstellen. Ich hab dann gesagt, dass ich nicht mehr rede, wenn ich müde werde. Das war früher immer ganz süß. Wenn ich irgendwann einfach nichts mehr gesagt habe und ganz still geworden bin hat mein Ex immer gesagt "Na, wirst du müde?". Es ist irgendwie komisch, das alles neu zu erklären. Sich neu zu erklären. Wahrscheinlich kann und will ich das noch nicht. Ich setz mich da aber total unter Druck, weil er ja schon seit fast 8 Monaten ohne Probleme in einer neuen Beziehung ist.
Ich lass das alles locker angehen und einfach auf mich zukommen. Aber es ärgert mich, dass es nicht so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Dass da nicht einfach mein Ex in neu ist. Gerade das Gefühl der Vertrautheit und der Geborgenheit war für mich das, was eine langjährige Beziehung am Ende ausgemacht hat. Kleinigkeiten, wie z. B. die Lieblingsschokolade aus dem Supermarkt mitbringen.
Nach der Prüfungszeit nun freue ich mich erst mal wieder auf total viele Dinge. Sachen mit Freunden und Familie unternehmen, Sport. Aber ich hab unheimlich Angst vor der kalten Jahreszeit. Wenn es früh dunkel wird und man nicht mehr so unternehmungslustig ist. Wenn sich auch die "Jahrestage" wie Jahrestag, Weihnachten, Geburtstage wieder jähren und ich sicher wieder daran denken muss. Ich mein, man denkt 5 Jahre lang an dem Tag nur an den Ex, das kann man einfach nicht von heute auf morgen ausstellen. Können die das? Oder müssen sie es gar nicht, weil sie es (zumindest in meinem Fall) einfach durch neue Jahrestage ersetzen?
Manchmal kann ich das immer noch alles nicht glauben und wünsche mich einfach zurück in meine naive, rosarote Blase. Obwohl in der Zeit nach der Trennung auch schon so viele gute Dinge passiert sind. Aber so richtig genießen kann ich sie nicht. Irgendwann kommen dann doch wieder der Schmerz und die Erinnerung zurück.
Ich weiß, dass sich das insbesondere mit dem neuen Mann nicht sehr nett anhört. Aber das sind einfach meine Gedanken im Moment. Vielleicht habt ihr ja eine Meinung dazu
Ich wünsch euch einen tollen Tag!