Carmensita
Gast
Zitat von Jeanny80:Auch einen guten Morgen von mir
Gestern war wieder so eine doofe Situation.
Ich hatte "Weihnachtsessen" von der Firma.
Den ganzen Abend war ich total unruhig. Es fühlt sich an, als wenn etwas ganz schlimmer passieren wird.
Aber ich frag mich dann, warum das so ist? Es ist doch schon alles passiert, was soll denn noch schlimmeres sein.
Verstehe diesen Zustand, der letzten Tage nicht. Es ist nicht mehr dieses dumpfe, wie in Watte gepackt sein. Es ist eine innere Aufregung, immer auf dem Sprung. Entspannung ist nur sehr schwer möglich.
Dafür schlafe ich zur Zeit gut ein und auch fast durch. Aber wenn morgens der Wecker klingelt überfällt mich jeden Tag diese innere Panik...
Der Abend an sich war nicht besonderes. Die Leute bei uns wollen immer recht früh nach hause. Es ist einfach nur eine Pflichtveranstaltung. Obwohl wir uns gut verstehen sind solche Abende eher langweilig Hatte es also fast nicht anders erwartet.
Auf dem Weg nach Hause ist es mir ganz komisch geworden, hab mich an früher erinnert, da hat er immer zuhause auf mich gewartet. Dann hab ich ein bisschen über die alten Säcke erzählt...
Ich wurde zwar schon im WA erwartet, aber das ist ja etwas anderes, da Leute sind teilweise in Deutschland oder einfach zu hause bei ihren Lieben. Ich muss sagen, das Schreiben am Abend hält mich über Wasser, sei es das meine Mutter fragt wie es war, oder die Anderen, was ich so den Abend gemacht habe...
Heute ist Freitag und früher hab ich mich immer aufs Wochenende gefreut...
Wie war denn eure Nacht?
Was macht ihr denn heute abend so?
Hallo Jeanny,
Hallo Grace,
Diese Unruhe kenne ich auch sehr gut. Bei mir gab es auch immer wieder ein regelrechtes Zittern. Das fühlte ich besonders in den Armen und Beinen. Das war auch immer in Verbindung mit den Gefühl der Leere, die mich immer wieder packte. Da gab es eine Verbindung.
Ich glaube auch, dass diese Unruhe / Zittern eine gesunde Reaktion des Körpers ist auf die ''Bedrohung''. Wir befinden uns in einer starken emotionalen Situation , die unser Leben bedroht. Wir fühlen uns bedroht. Das allein reicht aus, um unseren vegetativen System in Alarmbereitschaft zu versetzen. Die Unruhe / Zittern haben dabei die Funktion des ''Wegzulaufen''- sich in Sicherheit bringen. Und das ist gesund.
Ganz wichtig ist, diesen ''Versuch des Körpers sich in Sicherheit zu bringen'', nicht zu verdrängen, sondern ihn Platz zu machen, zulassen, spüren. Und sich selbst wieder regulieren. Das geschieht z.b. wenn man sich selbst umarmt, sich mit den eigenen Armen festhält. Auch kann man sich selbst regulieren (im Prinzip sich selbst trösten, beruhigen) in den man eine Hand auf die Brust legt und mit der anderen sich den Kopf hält. Das sind eigentlich ganz instinktive Bewegungen, die wir machen, z.B. wenn wir ganz toll weinen oder extrem traurig sind.
Habt ihr das bei euch schon mal beobachtet?
Das ist für mich eine sehr stimmige Erklärung, die mich auch gleichsam sehr beruhigt hat.
Fühlt euch gedrückt
Carmensita

