Hallo Grace
Danke dir für deine ausführliche Antwort. Die Erste hatte ich vorher nicht gelesen, die hat sich mit meinem Beitrag überschnitten.
Oh man, wenn doch nur nicht immer diese Ungeduld wäre. Es war ein paar Tage gut, so dass ich dachte, so lässt es sich aushalten. Das es dann auch Phasen gibt, die nicht so gut sind, weiss / wusste ich ja, aber als es dann gestern wirklich so weit war, dachte ich... neeee nicht schon wieder.
Kennen wir ja alle und sind dann sauer. Nur, es gehört ja leider dazu.
Ich bin auch froh, dass ich mich wenigstens jetzt in meiner Wohnung wohl fühle. Das ist mein Reich und da kann ich ganz alleine bestimmen und niemand hat dort was zu sagen.
Das wenigstens das schlimme Gefühl weg ist, dass ich Angst hatte nach hause zu gehen, ist schon mal gut.
Das ist nicht nur gut, sondern SEHR gut. Ich empfinde es jedenfalls so; mach ich dann mal stellvertretend für dich! 
Das was du über deinen Ex schreibst, dass er dir leid tut, dass hatte ich auch. Es tat mir leid, dass er so emotionslos ist, dass ich dachte, er wird die schönen Gefühle des Lebens nie erleben.
Aber das ist nicht mehr mein Problem. Ich will mich damit nicht beschäftigen, wie er sich fühlt, denn es ist wichtig wie ich mich fühle. Er lebt sein Leben jetzt ohne mich. Und deswegen will ich auch von ihm nichts wissen im Moment. Alle zusätzlichen Infos beschäftigen mich nur wieder zu sehr und ich muss bei mir bleiben. Er wird ja nie wieder Teil meines Lebens sein, also sollte ich mich nicht mit Vergangenem, sondern mit der Zukunft beschäftigen.
Nein, mein Problem ist es auch nicht mehr. Aber ich bin schon froh, dass ich sehen kann, was bei ihm los ist/war und warum es dann letztendlich nicht klappen konnte. Wir hatten doch alle die Phase, wo wir uns fragten und dachten "Was ist falsch mit mir, warum kann mein Ex mich nicht lieben". Jetzt ist es bei mir (fast) so, dass ich sehen kann was bei ihm los ist und es mir für ihn leid tut, denn er wird damit weiter leben müssen, nicht ich. Und das es nicht meine Schuld war. Ich erkenne jetzt langsam was die Baustellen waren, die unsere Beziehung nicht tragen konnte, nie tragen wird.
Ich hoffe, glaube aber auch, dass du auch noch so denken wirst.Ich glaube, dass mein momentanes Gefühl auch nicht so viel mit ihm als Person zu tun hat, sondern mit der allgemeinen Situation: ICH, ALLEINE, ohne Plan was ist und was noch kommen wird!
Es kommt doch schon so viel bei dir. Du hast erkannt, welchen Stellenwert Pedro für dich hat. Das hattest du die ganze Zeit, durch seinen Anfall ist es dir aber noch mal ins Bewusstsein gekommen. Du kannst allein in deiner Wohnung sitzen. Du rennst nicht weg. Du sitzt sogar im Stuhl und beobachtest Schneeflocken. Liebes, das wäre vor ein paar Wochen noch gar nicht gegangen. Und jetzt kannst du es! Und ja du hast so recht. Einen Schritt nach dem Anderen. Wenn es mal gute Tage sind, einfach geniessen, dass es besser ist und wenn wieder schlechte Tage kommen, darauf vertrauen, dass es wieder besser wird und das Tief nicht mehr so lange anhält.
Hab mich allerdings gestern bei dem Gedanken erwischt, dass ich mir sagte, man es ist doch schon fast 12 Wochen her. Das sind 3 MONATE... so lange schon und du bist immer noch in der Schlaufe TRENNUNG gefangen...
Was sind 12 Wochen? Nichts, wenn wir ehrlich sind. Du, wir alle, müssen uns jetzt erstmal fangen. Es läuft alles chaotisch und ich finde, jetzt so ab Woche 12 fängt es langsam an sich wieder zu strukturieren, dass man wieder mehr bei sich ist (siehe oben, ich sage nur Sessel und Schneeflocken angucken. Die Ruhe hättest du nach z. b. 8 Wochen noch gar nicht gehabt."Doch, du kannst empfinden. Du kannst dich empfinden, indem du allein bist."Das hast du schön gesagt. Dann bin ich wohl doch nicht so ein eingefrorenes Etwas, wie ich mich gerade fühle.
Danke dir!
Jetzt mal zu dir:
Ich verstehe dass du angespannt bist wegen Donnerstag. Dir ging es an dem Tag total beschissen, so hast du dich die letzten Wochen nicht gefühlt. So voller Wut.
Aber schau, was diese Stunde in dir ausgelöst hat. Nachdem du die Wut in die richtige Bahn gelenkt hast, ging es dir doch recht gut. Wahrscheinlich besser als die ganzen Wochen vorher, oder?
Vielleicht wirst du am Donnerstag wieder etwas aus der Bahn geworfen, aber du siehst, dass es dir letztendlich gut tut. Deswegen wird nicht gekniffen! Nene!
Du kämpfst dich da durch und hinterher gehst du gestärkt aus der Situation wieder raus.
Dann kommt das "tut gut" Gefühl wieder und wird vielleicht noch stärker.
Ich kneif ja auch nicht. Aber der Gedanken war/ist da. so ehrlich bin ich zu mir und dir/euch. Ich denke, dass das Gespräch am Donnerstag zwar sehr hart wird, aber um einiges strukturierter.Und vielleicht kannst du am Donnerstag mit einer eventuellen Wut besser umgehen, letzte Woche wurdest du davon kalt erwischt. Aber du hast es sehr gut gemeistert.
Danke schön!Und schau du hast auch wieder Freude an deinem Hobby entwickelt. Das ist ein grosser Schritt.
Ja, das ist "mein" Schritt. So wie deiner, dass allein sein ist.