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Er hat sich getrennt - wie schaff ich das? :(

G
Zitat von Jenny33:
Hallo ihr Lieben,

Nochwas...
gestern hab ich wieder Mist gebaut. Ich hab ihm ein Smily geschickt per Handy. Mehr nicht! Wollte einfach zum Abschluss mal was nettes schicken. Darauf hin rief er mich an. 3 Stunden. Natürlich nicht ohne vorwürfe, ohne mir zu sagen, wie schlecht es ihm mit mir ging und ohne mir zu sagen, dass er mich mehr liebt als sie und er deshalb mit ihr zusammen wäre. Sie könne ihm gar nicht so weh tun, selbst wenn er mit ihr in eine solche Situation kommt. Er will sie aber nicht schlecht reden, er habe sie schon gern.
Zum ende des gespräches sagte er mir, ich soll weiterhin meine Tabletten (opipramol-leichte antidepressiva) nehmen, dass ich mich beim nächsten mann mal zurück halte.
Als ich sagte, dass ich das auch ohne die tabletten hinbekomm, schrie er mich an:

Ich brauche ihm nicht immer zu sagen, dass andere es mehr verdient hätten, dass man sie gut behandelt. Jetzt würd ich ihm schon wieder damit zeigen, dass andere mir mehr wert seien als er... er hat darauf keinen Bock mehr. Ich soll ihn nicht mehr anrufen und ihn nerven, und wenn ich ihn auf der Straße seh, soll ich gefälligst weg gucken und ihn nur ja nicht grüßen.
Er hatte immer die hoffnung, dass ich mich doch mal ändere, aber ich könne mich niemals ändern... dann hat er aufgelegt.
Ich wusste schon wieder gar nicht, wie ich reagieren sollte.

Die andere wäre lieb, er könne sich gut mit ihr unterhalten. Und sie wäre zufrieden ihn ihrem Leben. Nicht so wie ich. Ich wäre nie zufrieden gewesen, obwohl wir alles hatten. Mehr ging gar nicht.

Ich zweifel schon wieder an meinem verstand.
Der hat doch echt einen hau weg oder seh ich das falsch?

LG


Sorry, aber ich frage mich warum du dir das antust? Wo ist deine schmerzgrenze?
sorry für die harten worte, aber da fehlt mir echt das Verständnis. Traurig

#2341


G
[quote="Jeanny80
Hallo Grace,
ich muss das alles erst mal auf mich wirken lassen.
Aber ich danke dir sehr für deine lieben Worte.

Ja ich setze mich gerade sehr unter Druck. Meine verdammte Ungeduld. Wenn man es mir sagt, ist es viel bewusster, aber wenn ich alleine grüble, dann könnte ich echt reinschlagen.
Ich brauch einfach noch Zeit... könnte man doch den Kopf mal eine Zeit lang ausschalten, damit sich alles erholt.
Puh....

Aber das aufschreiben hat mir schon geholfen, so habe ich es mal auf "Papier" gebracht. Hab die letzten Tage keine vernünftigen Worte finden können. Und das hat noch mehr Chaos gemacht.
Mir hilft es, wenn ich nochmal nachlesen kann.

LG
Jeanny[/quote]

Dafür sind Freunde (und sei es nur virtuelle) da. trost spenden

Ich kann nur für mich sprechen, aber selbst wenn du (und die anderen) von deinen Gedanken etc. schreibst, gibst du mir sehr viel, weil in vielem erkennt man sich selbst, vieles hat man so noch gar nicht gedacht und "erwischt" sich das man denkt "mensch, so ist es bei mir auch" etc. pp.

Und beim antworten reflektiert man für sich ja mit; ich lerne daraus viel.

Von daher auch dir (und den anderen) Danke. trost spenden

Von Therapie schreib ich später; muss erst mal sacken.

Grace

#2342


A


Er hat sich getrennt - wie schaff ich das? :(

x 3


Lotta72
Hallo ihr lieben,
Bin auch mal wieder da. Hatte drei anstrengende Arbeitstage, jetzt GsD 4 freie Tage.
Das, was Jeanny geschrieben hat, empfinde ich zu 100% genauso.

Heute war ich mit Freundinnen frühstücken, wir haben Fotos gezeigt von der Familie. Mir hat es jedesmal einen Stich versetzt, wenn ich die Ehemänner mit den Kindern zusammen gesehen habe. Ich dachte, so das wars, das wirst du nie mehr so haben. Keine Familienfeiern, keine Familienurlaube, nix mehr.

In letzter Zeit denke ich auch wieder drüber nach, was ich alles falsch gemacht habe und was ich noch tun hätte können.
Ich war oft unzufrieden und zickig in der letzten Zeit.

Aber er hat mich in den 17 Jahren immer wieder im Stich gelassen, er hat einfach immer nur sein Ding gemacht, dabei immer seine 'wichtige' Arbeit vorgeschoben und ich hab's so hingenommen. Und jetzt hat er mich richtig im Stich gelassen (auch seine Kinder).

#2343


Lotta72
Ach ja, nächste Woche Freitag habe ich einen Termin bei der psychologischen Beratungsstelle . Bin mal gespannt. Ich will dieses Schei.ssgefühl von Versagen und Einsamkeit endlich loswerden.

x 1 #2344


Lotta72
Er ist so' n Typ, wie in dem Lied: "Muss nur noch kurz die Welt retten"


Oh ja, genauso ist er....

#2345


Thorpedi
Ihr lieben,

das kenne ich auch.. Dieses Gefühl das man alle nervt..
Dann denke ich sind erst 4 Wochen oder schon..

Das schlimmste sind die Reaktionen auf die Schwangerschaft.. Fast durch die Bank nur negativ.. Sprüche wie.. Dann bin ich auf dem "Männermarkt" nix mehr Wert .. Es gibt nicht mal eine Handvoll Menschen die sich freuen.. Das macht mir auch noch sehr zu schaffen..

Gestern dachte ich wofür sind Freunde da?!

Das trägt auch noch zu meiner schlechten Grundstimmung bei..

Ich hoffe das mir das Mittel hilft, so kanns nicht weiter gehen..

Ich drücke euch..

#2346


Jenny33
Hallo ihr Lieben,
Ich weiß, ihr habt recht. Scheinbar ist meine Schmerzgrenze krsnkhaft hoch. Ich wollte ihn unbedingt zurück, um jeden Preis. Aber es funktioniert einfach nicht! Ich muss wohl einfach akzeptieren, dass es vorbei ist! So schwer es fällt.
Hoffentlich kann ich das irgendwann akzeptieren...

#2347


Jeanny80
Zitat von Grace_99:
Dafür sind Freunde (und sei es nur virtuelle) da. trost spenden

Ich kann nur für mich sprechen, aber selbst wenn du (und die anderen) von deinen Gedanken etc. schreibst, gibst du mir sehr viel, weil in vielem erkennt man sich selbst, vieles hat man so noch gar nicht gedacht und "erwischt" sich das man denkt "mensch, so ist es bei mir auch" etc. pp.

Und beim antworten reflektiert man für sich ja mit; ich lerne daraus viel.

Von daher auch dir (und den anderen) Danke. trost spenden

Von Therapie schreib ich später; muss erst mal sacken.

Grace


Guten Abend,

wenn es hilft ist es umso besser.
Wie war die Therapie?

#2348


C
Zitat von Jeanny80:
Guten Morgen ihr Lieben

Ist alles soweit in Ordnung bei euch?
Oder brauch ihr einfach ein bisschen Abstand von allem hier?

Ich war die letzten Tage auch nicht wirklich viel hier, lag zum Einen daran, dass ich viel zu tun hatte auf der Arbeit und zum Anderen, dass ich ein Gefühl in mir habe, dass ich nicht in Worte fassen kann / konnte.
Wenn ich hier Beitrage in anderen Threads lese, dann ist es genau so wie dort beschrieben, aber mir fällt es total schwer mich darüber auszudrücken.

Es ist nun auf den Tag genau 12 Wochen her...
Und ich bekomme mein Leben oberflächlich gesehen gut auf die Reihe. Die Menschen um mich herum, die mich nicht so gut kennen, denken es ist alles wieder in Ordnung. "Sie lacht ja wieder".
Ich erledige was gemacht werden muss, und wenn ich verabredet bin, kann ich mich auch ablenken.
Aber in meinem Inneren fühlt es sich wie tot an. Ich kann es immer noch am Besten mit einem Roboter vergleichen. Ich funktioniere einfach.
Es ist ja, wie ich auch schon geschrieben hatte, mittlerweile schon viel besser nach hause zu kommen, ich habe nicht mehr diese Angst in mir. Nein, um ehrlich zu sein, ich fühle einfach überhaupt nichts.
Wenn ich dann alles erledigt habe in der Wohnung, und dann in Ruhe auf der Couch sitze, merke ich, wie alleine ich bin und mich im Inneren auch fühle. Dann merke ich, dass auch meine Freunde langsam keine Energie mehr haben, sich mein Gejammer anzuhören und ich denke, sie fühlen sich auch überfordert, weil sie nicht viel machen können. Ist ja auch verständlich, alle haben ihr eigenes Leben und ihre eigenen Probleme. Ich erzähle auch nicht mehr so viel davon wie es mir geht, weil es doch immer das Gleiche ist.
So fühlt es sich zumindest für mich an.

Zur Zeit vermisse ich ganz stark seine Nähe. Das jemand da ist, der einem zuhört. Aber da ist niemand mehr. Ich sitze alleine zuhause und kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich diesen Zustand, und ja für mich ist es ein Zustand, jemals im Leben gut finden werde.
Mein Kumpel hat genau vor einem Jahr ebenfalls eine Trennung durch gemacht und ihm geht es jetzt wieder gut. Das lässt mich hoffen, das es jedem irgendwann wieder besser gehen wird.
Er sagt, dass ich mir Zeit lassen soll, nicht so ungeduldig sein soll. Er hat 8 Monate gebraucht um sein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen, und bezeichnet sich jetzt aus voller Überzeugung als glücklich in seiner momentanen Situation. Er möchte keine Frau mehr an seiner Seite...
Er ist mir ein guter Beistand, er kann am Besten nachvollziehen, was ich und wie ich mich gerade fühle. Und er kennt mich sehr gut, ihm kann ich nichts vormachen. Aber auch er kann den Partner an meiner Seite nicht ersetzen.

Nein, ich möchte "IHN" nicht zurück. Er hat mir zu sehr weh getan und mich verletzt. Ich könnte ihm nicht mehr vertrauen. Davon abgesehen weiss ich rational gedacht, dass diese Beziehung mir auf Dauer nicht gut getan hätte, wahrscheinlich sogar eher geschadet hätte. Aber ich liebe ihn trotzdem und die Erkenntnis, dass er nicht der Richtige war, ist schrecklich.
Ich zweifle so sehr an mir, ob ich überhaupt jemals wieder in der Lage sein werde, jemanden so nah an mich heran zu lassen. Ob ich mich auf meine Menschenkenntnis verlassen kann.
Diese Situation, ist das Schlimmste, was mir bisher im Leben passiert ist.
Ich habe mich noch nie über so lange Zeit so beschissen gefühlt. War allerdings auch noch nie in der Situation, dass sich mein ganzen Leben aufgrund der Entscheidung der Person, die mir am Wichtigsten im Leben war, so rapide verändert hat.

Jeder Tag fühlt sich momentan gleich an, es geht eigentlich darum irgendwie den Tag rum zu bekommen.
Ich mache einiges, was mir früher Spass gemacht hat, aber so richtig kommt die Freude nicht auf, weil das Drum herum nicht mehr das Selbe ist.

Macht euch jetzt keine Sorgen, wenn ich das Schreibe, ich pass schon auf, aber ganz ehrlich frage ich mich seit Montag, ob das alles so Sinn macht.
Oder ob das nicht mehr mit "vor sich hin leben" zu tun hat.
Der Sinn ist mir komplett abhanden gekommen. Und alle Wünsche und Ziele, die ich vor drei Monaten hatte, sind zerplatzt. Es ist so anstrengend wieder von vorne anzufangen...

Mein Kumpel hat davon erzählt, dass er eines Morgens aufgewacht ist und es ihm wie Schuppen von den Augen gefallen ist. Auf einmal sah er wieder klar und die ganzen Ängste und Sorgen waren verschwunden. Dann hat er sich zwei Wochen Urlaub genommen und nach dieser Zeit war er ein anderer Mensch. Er war wieder bei sich!
Aber wie hält man das 8 Monate oder länger durch. Ich hab das Gefühl jetzt schon keine Kraft mehr zu haben.
Ich möchte doch auch wieder so richtig innere Freude spüren, mich am Leben freuen, nicht einfach die Tage verstreichen lassen.

So, ich genug von mir, ich bin auch langsam müde nur immer rum zu jammern. Aber dieses nichts fühlen, was zur Zeit sehr aktuell ist, macht mich echt wahnsinnig.


Hallo Jeanny,

ich finde du hast dein momentaner Zustand sehr gut beschrieben. Genauso erlebe ich es auch. Und ja…. es wird noch leichter und es kommt uns selbst noch näher. Es braucht Zeit….das verlangt uns Geduld ab…da müssen wir durch!
wie hält man es aus? so wie du es bis her auch geschafft hast….jeden Tag ein bißchen…Langsam gewinnen andere Dinge wieder an Wichtigkeit.
Ist es vorbei? Nein…noch nicht….aber auf den Weg dahin…
Gratuliere dir, denn du hast es bis hier her gut gemeistert! daumen hoch

Drücke dich
Carmensita
freunde

#2349


C
Zitat von Lissi Traurig:
Jeanny... Ignatia muss ich mal googeln... da würden ja mit einem Schlag alle meine Symptome bekämpft.

Ich hab ab heute Urlaub. Zum Glück arbeiten ging die Woche fast überhaupt nicht.
Fühle mich wie wieder ganz unten auf der Treppe angekommen.




Hallo Lissi,

es tut mir sehr leid, dass es dir in Moment nicht gut geht knuddeln
hoffe, dein Urlaub bringt dir etwas Erholung…..Und Zeit für dich….
Ich wünsche dir Kraft !

Fühle dich gedrückt!
Carmensita
freunde

#2350


G
Guten Morgen ihr Lieben,
möchte mal kurz von gestern berichten, Therapie.
Erstmal haben wir ja über die Wut/Umsetzung dieser in Streichen des WC's gesprochen. Sie hat mir erklärt, wenn man in eine Depression fällt bzgl. einer Trennung, werden alle anderen Gefühle gedeckelt. Gefühle, die man aber dringend für die Verarbeitung braucht, also Wut, Lebendigkeit, Energie usw.

Durch das, was sie letzte Woche gesagt hat, ist bei mir der Knoten der Depression geplatzt und deshalb hatten die anderen Gefühle Platz, auszubrechen. Was das sich wieder lebendig fühlen, lachen, freuen, Spass machen etc. angeht und ich es wieder fühlen kann.

Was meinen Bekannten angeht, dass ich mir da "Streicheleinheiten für die Seele" hole, sagte sie, dass das sehr gut wäre, denn ich würde meine Bedürfnisse wieder spüren und dadurch gut für mich sorgen. Das ich mich in den Arm nehmen lasse, dass ich mich geborgen fühlen kann usw.

Das mein Ich auch wieder zum Vorschein kommt, ich wieder Lust habe rauszugehen, mich zu schminken etc.

Bzgl. Gedanken an den Ex: Diese sollte man beiseite schieben. Bzgl. Trauer, wenn man diese spürt: Die soll man zulassen. Je mehr man sie annimmt, desto schneller vergeht sie.

Die innere Leere, die man spürt (oder ich gespürt habe), ist Teil der Depression, da wie oben geschrieben, ja alles gedeckelt war. Lässt man die Depression aber "fallen", dann kommen alle Empfindungen zurück und ja, die innere Leere "verschwindet". Schwer wiederzugeben alles (also in schriftlicher Form). Wenn was unklar ist - bitte nachfragen!

Was mir gestern sehr bewusst geworden ist und mich sehr, sehr traurig gemacht hat, ist: In der kurzen Zeit, in der mein Bekannter mir so viel Beistand gibt, erhalte ich mehr als in meiner Beziehung mit meinem Ex. Diese Erkenntnis tat/tut weh. Ich habe über 1,5 Jahre "gestrampelt" um was zu erhalten und habe es nicht erhalten. Und jetzt, innerhalb eines Monats, gibt mir jemand, mit dem ich keine Beziehung führe, so viel von dem was ich brauche. Ergo = Bedürfnisse in der Beziehung so weit verdrängt, aus Angst meinen Ex zu verlieren.

Auch das ist für mich grad schwer in Worte auszudrücken, evtl. fällt es mir in ein paar Tagen leichter, denn dieser Gedanke sitzt natürlich in meinem Kopf und beschäftigt mich.

Ich löse mich immer mehr von meinem Ex. Auch das tut weh. Auch hole ich ihn langsam aber sicher in die Realität, auch das schmerzt.

Sie sagte zu mir, dass ich das aber nicht verdrängen soll, denn es ist wichtig genau hinzusehen, auch anzunehmen das mein Ex in die Realität zurecht gerückt wird.

VG
Grace

#2351


Jeanny80
Guten Morgen Grace
das hört sich doch wirklich gut an für mich.
Du bist auf dem richtigen Weg.
Hört sich vielleicht ein bisschen komisch an, aber ich spüre da einiges an Energie, die da in dir frei wird.

Zitat von Grace_99:
Guten Morgen ihr Lieben,
möchte mal kurz von gestern berichten, Therapie.
Erstmal haben wir ja über die Wut/Umsetzung dieser in Streichen des WC's gesprochen. Sie hat mir erklärt, wenn man in eine Depression fällt bzgl. einer Trennung, werden alle anderen Gefühle gedeckelt. Gefühle, die man aber dringend für die Verarbeitung braucht, also Wut, Lebendigkeit, Energie usw.

Durch das, was sie letzte Woche gesagt hat, ist bei mir der Knoten der Depression geplatzt und deshalb hatten die anderen Gefühle Platz, auszubrechen. Was das sich wieder lebendig fühlen, lachen, freuen, Spass machen etc. angeht und ich es wieder fühlen kann.

Das ist super. Dann war diese Wut, die du gespürt hast genau das Richtige.
Toller Erfolg!


Was meinen Bekannten angeht, dass ich mir da "Streicheleinheiten für die Seele" hole, sagte sie, dass das sehr gut wäre, denn ich würde meine Bedürfnisse wieder spüren und dadurch gut für mich sorgen. Das ich mich in den Arm nehmen lasse, dass ich mich geborgen fühlen kann usw.

Das mein Ich auch wieder zum Vorschein kommt, ich wieder Lust habe rauszugehen, mich zu schminken etc.

Bzgl. Gedanken an den Ex: Diese sollte man beiseite schieben. Bzgl. Trauer, wenn man diese spürt: Die soll man zulassen. Je mehr man sie annimmt, desto schneller vergeht sie.
Hier hab ich eine Frage, hat sie gesagt, wie man das machen soll mit dem beiseite schieben der Gedanken? Ist so unglaublich schwierig für mich, wenn ich nicht dran denken will, tue ich es umso mehr. und wenn ich es einfach zulasse, dann verschwinden die Gedanken auch wieder.
Trauer annehmen, ja das denke ich auch, dass das richtig ist. Aber wann ist es zu viel? Wann sollte man sich auch da eine "Auszeit" nehmen.


Die innere Leere, die man spürt (oder ich gespürt habe), ist Teil der Depression, da wie oben geschrieben, ja alles gedeckelt war. Lässt man die Depression aber "fallen", dann kommen alle Empfindungen zurück und ja, die innere Leere "verschwindet". Schwer wiederzugeben alles (also in schriftlicher Form). Wenn was unklar ist - bitte nachfragen!

Was mir gestern sehr bewusst geworden ist und mich sehr, sehr traurig gemacht hat, ist: In der kurzen Zeit, in der mein Bekannter mir so viel Beistand gibt, erhalte ich mehr als in meiner Beziehung mit meinem Ex. Diese Erkenntnis tat/tut weh. Ich habe über 1,5 Jahre "gestrampelt" um was zu erhalten und habe es nicht erhalten. Und jetzt, innerhalb eines Monats, gibt mir jemand, mit dem ich keine Beziehung führe, so viel von dem was ich brauche. Ergo = Bedürfnisse in der Beziehung so weit verdrängt, aus Angst meinen Ex zu verlieren.

Auch das ist für mich grad schwer in Worte auszudrücken, evtl. fällt es mir in ein paar Tagen leichter, denn dieser Gedanke sitzt natürlich in meinem Kopf und beschäftigt mich.

Ich löse mich immer mehr von meinem Ex. Auch das tut weh. Auch hole ich ihn langsam aber sicher in die Realität, auch das schmerzt.

Sie sagte zu mir, dass ich das aber nicht verdrängen soll, denn es ist wichtig genau hinzusehen, auch anzunehmen das mein Ex in die Realität zurecht gerückt wird.

Wem sagst du das?! Die Erkenntnis, dass er nicht der Richtige war, tut so saumässig weh!

VG
Grace

#2352


G
Bzgl. Gedanken an den Ex: Diese sollte man beiseite schieben. Bzgl. Trauer, wenn man diese spürt: Die soll man zulassen. Je mehr man sie annimmt, desto schneller vergeht sie.

Hier hab ich eine Frage, hat sie gesagt, wie man das machen soll mit dem beiseite schieben der Gedanken? Ist so unglaublich schwierig für mich, wenn ich nicht dran denken will, tue ich es umso mehr. und wenn ich es einfach zulasse, dann verschwinden die Gedanken auch wieder.
Trauer annehmen, ja das denke ich auch, dass das richtig ist. Aber wann ist es zu viel? Wann sollte man sich auch da eine "Auszeit" nehmen.


Wie schnell man das machen soll hat sie nicht gesagt, sie sagte, wenn man merkt das die Gedanken an den Ex abdriften, dass man sich bewusst auf was anderes konzentriert; auf die inneren Stopp-schilder, auf aus dem Fenster gucken, an was anderes denken; ich glaube da hat jeder seine eigenen Arten für sich zu finden (oder gefunden).

Die Trauer - der soll man sich hingeben. Wenn man traurig ist, traurig sein. Weinen, zusammen rollen, halt die komplette Trauer rauslassen. Der Körper signalisiert dann ja von selbst wenn es "gut" ist, also man wird ruhiger, die Trauer lässt langsam nach. Bei einem ist das vielleicht nach 10 Minuten, beim anderen nach ner Stunde, zwei Stunden, keine Ahnung.
also ich merke, wenn ich z. b. heulen muss, dass dann irgendwann keine Tränen mehr kommen. Dann ist die Trauer "um" (für den Zeitpunkt). Weißt du was ich meine? Jetzt täte ein face2face Gespräch gut, dann kann man das besser rum bringen.

Ja, es hat viele Energien losgelöst, aber die Endlösung tut wirklich sehr weh. Auch dieses Gefühl muss ich lernen anzunehmen, dass kann ich ja nicht wegdrängen, weil dann bricht es an anderer stelle ja wieder hoch und dann vielleicht so stark, dass man zusammen klappt.

Es tut weh zu sehen, dass er mir so wenig in unserer Zeit gegeben hat. Das alles ist für mich nach wie vor noch nicht einfach zu fühlen, auszuhalten und hinzusehen. Traurig

Drücke dich!

#2353


Thorpedi
Hallo Grace,

ich konnte mir einiges aus deinem Bericht heraus ziehen.
Das Trauer viele Phasen und auch Facetten hat weiß man ja...
Jeder erlebt diese ja auch anders..oder anders heftig und Lange..
Ich erlebe es dieses Mal auch in einer Heftigkeit, wie ich es zuvor noch nicht erlebt habe..es schmerzt derart heftig.. Das ich mir wünschte ich würde ins Koma fallen damit ich diesen Schmerz nicht mehr spüren muss.
Die Psychologin in der Beratungsstelle, sagte zum einen gibt es ja tatsächlich Herzmenschen und Kopfmenschen..

Ich hatte vor dieser Beziehung ordentlich um die Ohren.. Ich musste wirklich Platz schaffen, für diesen Mann mit seiner Familie.. Das habe ich getan, erst sehr ängstlich..aber dann wollte ich es auch, weil es so schön war..
Man muss sich ja völlig neu sortieren, das Leben Gerät durcheinander, auch wenn es ja etwas schönes ist.Dann stellt man sich auf den Menschen ein.
Ich hatte nicht viele Möglichkeiten, weil die Zeit in seinem Leben fest verplant war.
Ich hab mich dazwischen drum herum gebaut.. Da war schon der erste Fehler, das "Ungleichgewicht", nach der Anfangszeit, sollte es neu sortiert werden, jeder Teil der Partnerschaft (nicht nur einer) sollte Platz für den anderen in seinem Leben schaffen..das ist bei uns nie richtig geschehen..
Es gab zwar Sachen und Tage, die waren klar, aber einen Kompromiss oder gar eine Veränderung waren quasi nicht möglich. Da bin ich auf große Gegenwehr gestoßen..sofort engte ich ein, hätte ich kein Verständnis etc.. Auch wenn es normale Sachen waren.. Oder besser in anderen Partnerschaften völlig normal wären..
Ich hab dieses "eine Jahr gekämpft" aber ich hatte nie eine Chance, weil er zu sehr in seinem alten Leben verstrickt ist und war. Und er es ja selbst gar nicht so sieht.. Er hat meine Bedürfnisse gar nicht wahrgenommen..Wohl so ähnlich wie bei dir "Grace"..
Ich hab mich immer mehr selbst verloren, um ihn herum gebaut, aus Angst ihn zu verlieren.. Was ja jetzt der "ist" Zustand ist.. Ich hab gemacht und getan für seine Kinder und ihn..

Ich hatte keine Chance!

Das schlimme ist, dass ich ganz schwer damit umgehen kann, weil dieser Mensch einfach für mich innerlich so "schön" war.. Und auch noch dann, als es nicht mehr so war.
Einen Teil von ihm trage ich jetzt ständig unter meinem Herzen..

Auch da hat er für mich furchtbar reagiert, so ein Verhalten hätte ich ihm nie zugetraut..

Die Psychologin hat gesagt, ein Mensch der liebt "tut" einfach.. Er muss nicht überlegen passt das, oder ne, ich will nichts verändern, er tut es einfach..aber es reicht halt nicht, wenn es nur einer tut..
Das Ungleichgewicht darf nicht sein..

Dazu habe ich ein schönes Zitat gelesen:

Manchmal musst Du einfach aufstehen und gehen, damit die Person auf der anderen Seite der Wippe auf den Boden fällt und merkt wie Du sie getragen hast..

Oder dieses:

Wenn du versuchst es allen Menschen Recht zu machen, dann hSt Du mit Sicherheit einen vergessen..DICH..

Ich kann mit deinem Bericht über die fettige Therapue Stunde viel anfangen.. Es ist so schön das Du kleine Schritte nach vorn machst.

Super!

An dem Punkt bin ich noch lange nicht..

Liebe Grüße

Pedi





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Thorpedi
"Gestrige Therapiestunde sollte es heißen...

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