Hallo ihr Lieben,
.....schon wieder das Gleiche, ich sitze vor meinem PC, habe wie immer eure Beiträge gelesen und wenn ich meine Gedanken ohne Umwege direkt in den PC streamen könnte, würdet ihr auch öfter was von mir lesen. Mittlerweile finde ich es schon sinnlos, hier zu jammern und mich hier mitzuteilen, ihr könnt' nix dafür, habt den gleichen Sch.eiss zu verarbeiten und es ändert sich ja eh nix.
Am 2.3. ist mein erster Tag in der Tagesklinik und ich hab' Bammel, wie ich das meinem Chef verklicker.
Trotzdem ist für mich jetzt der richtige Zeitpunkt das durchzuziehen und es wird irgendwie danach weiter gehen, selbst wenn er mich entlässt.
Ich bin erleichtert, endlich beginnen zu können und das gibt mir momentan Halt, trotzdem mach' mich selbst runter und denke, dir geht's doch gut, du brauchst keine Hilfe, du Hochstaplerin, anderen geht es viel schlimmer (Flüchtlinge, Kriegs-, Missbrauchsopfer, Kranke, Menschen, die ihr Leben aus den verschiedensten Gründen nicht leben können wie sie wollen etc.).
Ich hab vor kurzem von einer Schulfreundin, mit der ich sehr sporadisch Kontakt habe, erfahren, dass ihr Mann am 16.12. unerwartet an Lungenembolie verstorben ist. Er war 34. Zurück bleiben sie (35) und die zwei Mädchen, 5 und 7. Da fragt man sich ernsthaft, geht's noch? Du jammerst rum, weil Du nicht mehr mit deinem Ex zusammen bist? Und doch habe ich doch auch ein Recht auf meinen Kummer und meine Traurigkeit, oder? Obwohl ich mich im Vergleich dann ganz schön erbärmlich fühle.
Heute war ich nach der Arbeit auf dem Geburtstag einer Kollegin (50), ich hab's ja eh nicht so mit 'fremden' Leuten (tu mir sehr schwer, auf andere zuzugehen oder überhaupt ein Gespräch aufrechtzuerhalten), sie hat eine schöne Wohnung und zu sehen, dass sie mit ihrem Mann (und ihren Kindern) dort wohnt und sie 'sich haben' hat mich runtergezogen. Ich denke seit ein paar Tagen wieder verstärkt an ihn, nein, ich denke immer an ihn, aber in letzter Zeit fällt es mir wieder schwerer, nein auch nicht, in letzter Zeit fehlt er mir mehr, ach pppfff, das beschreibt's auch nicht, ihr wisst was ich meine.
Fassenacht steht bevor, dieses Jahr bin ich das erste mal seit langem NICHT beim Abschleppen dabei (Sonntag & Montag Zugstrecke freiräumen) und sitze NICHT neben ihm und assistiere ihm, wenn Fzg abgeschleppt werden müssen auf den PP, an dem ich jeden Morgen vorbei fahre und mir wünsche, ihn in seinem Dienst-LKW zu sehen und hoffe, ihn doch nicht zu sehen. Ich weiss genau, was er an diesen Tagen macht, wo er ist und wie sein Tag abläuft und das macht mich verrückt
Freitag war ich bei Ikea und habe es nicht geschafft, an den Decken vorbei zu laufen, die ich bisher immer für Zeus' Liegeplatz (seinen Hund) mitgenommen habe. Ich hab' 2 gekauft. Wann ich sie ihm für Zeus gebe steht in den Sternen.
Einen Tag später habe ich eine Geburtstagkarte gekauft und eine Postkarte mitgenommen, auf der steht 'Klar kann ich ohne Dich leben, aber mit Dir ist es viel schöner'. Wie bescheuert ist das denn? Ich werde sie ihm natürlich nicht zukommen lassen, aber in dem Moment konnte ich nicht anders weil es das war/ist, was ich fühlte/fühle.
Die Geburtstagskarte ist für einen gemeinsamen guten Bekannten (der auch einen Abschleppdienst hat, mit ihm und seiner Freundin waren wir oft unterwegs) und das ich ihm die Karte schicke, symbolisiert für mich den 'Abschied' aus diesem Bekanntenkreis. Ich habe noch einen Brief für die beiden beigelegt (in dem KEIN WORT über ihn steht, da geht's nur um die beiden und mich) und wisst ihr, was total beknackt ist? Ich stelle mir vor, wie er kommenden Sonntag an dem 'Abschleppmarathon' meinem Ex davon erzählt und sie sich über mich unterhalten, ich meinem Ex in Erinnerung komme und er auch um mich trauert und mich vermisst. Das klingt jetzt so berechnend, als wenn ich dem Bekannten nur deshalb die Karte schicken würde, nein darum geht's nicht, ich schicke sie ihm wirklich gerne (zusammen mit einer Tafel Kinderschokolade, die isst er gerne), aber er wird sicher
nicht kein Wort gegenüber meinem Ex erwähnen und deshalb hab' ich Kopfkino.
Ich bin froh, wenn die 'tollen Tage' vorbei sind. Zu traurig momentan für mich.
Jeanny, ich bin sehr froh, dass es Deinem Pedro wieder gut geht! Hast Du schon die Untersuchungsergebnisse?
Der vorige Hund meines Ex (auch ein Rotti) hatte regelmäßig epil. Anfälle (mit unkontrolliertem Urinieren / Koten) und hat bis 1,2 min. nach dem Anfall sein Herrchen nicht wieder erkannt, wurde aggressiv. Ich kannte den Hund nicht, aber den Erzählungen nach muss das jedesmal sehr schlimm gewesen sein und ich hoffe sehr, dass Pedro davon verschont bleibt. Ich will Dir jetzt keine Angst machen (!), sondern Dir nur zu verstehen geben, dass ich mich auch irgendwie um Pedro sorge, auch wenn ich ihn (noch) nicht kenne.
Grace, an/von Fußball hab' ich Null Interesse/Ahnung und ich freu' mich für Dich, dass Du wieder Spaß an Deinem Hobby (oder schon Leidenschaft?) hast, aber hey- 'nur' Mainz? Bün üsch n' büsschen bäleidscht.
An Alle:
Ich denke an euch, ich finde es schön, wie ihr euch hier gegenseitig unterstützt und fleißig schreibt und ich wünsche euch alles, alles Liebe
