Das hier erinnert schon sehr an den bereits verlinkten Thread...
Ich bin immer verwundert, wie und warum Frauen, die sich als beruflich erfolgreich und durchsetzungsstark (sonst bekämen sie ja eher keine Führungspostition angeboten) beschreiben, im Privatleben so hilflos agieren und zum Hausmütterchen mutieren können

Ich frag mich auch, was Corona mit dieser Situation zu tun hat. Sind beide Mütter systemrelevant? Das war ja nun eine ganze Weile entspannt (hoffen wir, dass es so bleibt).
Er ist Vater von 3 (nicht unerwähnt wurde "ungeplanten"

- er wurde gezwungen? Überrumpelt? ) Kindern von 2 Müttern. Wie hat er das mit seinem Nachwuchs denn geregelt, als Du noch nicht mit Kochlöffel und Putzlappen auf der Matte parat gestanden hast?
Ich kann übrigens verstehen, dass er mit 40 nicht noch einmal Vater eines 4. Kindes werden will. Immerhin hat er jetzt ja auch vorgesorgt, dass es nicht wieder ungeplant passieren kann. Klar ist es unfair, dass er da anscheinend nicht mit offenen Karten spielt und Dich vertröstet. Aber: It takes two to tango.
Und egal, was Du hier schreibst und was für ein toller Mann er "eigentlich" ist... spätestens dann
Zitat von gast040820:Und dann sagt er vor der Kleinen zu mir warum ich schon wieder so blöd glotze.
wäre bei mir der Ofen aus gewesen. So einen Spruch finde ich schon unter vier Augen im Streit eher schwer bis gar nicht akzeptabel. Vor den Augen Dritter völlig inakzeptabel. Das macht es sogar auch nicht noch schlimmer, wenn es vor einem (seinem) kleinen Kind gesagt und damit sehr deutlich gemacht wurde, wo die Allianzen sind und welchen Stellenwert Du hast.
Ich habe großes Mitgefühl, wenn ein vermeintlich toller Partner sich als doch nicht so toll zeigt. Ich habe großes Mitgefühl, wenn jemand (kann ja durchaus auch der Mann sein) einen Kinderwunsch hat, den der Partner nicht erfüllen will. Ich habe Mitgefühl, wenn sich Hoffnungen, Träume und Zukunftspläne zerschlagen, weil der Partner einen anderen Weg will.
Man darf traurig und verzweifelt sein, wenn es nicht so läuft, wie erhofft.
Aber (und ich weiß, es ist unpopulär für viele hier): Wenn etwas so massiv schiefläuft wie hier, dann greift Eigenverantwortung. Vielleicht schafft man es nicht sofort, aber zeitnah sollte man (frau) da selber mal das Heft in die Hand nehmen. Wenn man es nicht alleine hinbekommt, dann mit Unterstützung. Das kann eine professionelle sein, oft helfen aber auch schon Freunde und Familie, die alle Beteiligten kennen und den Kopf waschen können.
Trenn Dich, zumindest erst einmal räumlich. Alles andere macht für mich keinen Sinn. Den Kindern wird es nullnix ausmachen, 4 Wochen von McDoof und Lieferservice zu leben; es löst Dein Problem nicht, wenn Du Dich verweigerst. Die Kinder sind eh nicht Dein Problem, es ist der Mann!