Urmel_
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Zitat:Das einzige was mir im Nachhinein aufgefallen ist, dass er immer öfter gesagt hat, dass er mit seinen 27 Jahren nicht erwachsen werden will und hat immer mal aufgepasst, dass ich die Pille nehme.
Ich bin kein Arzt oder Psychologe, aber ich weiß was es bedeutet, wenn man einen Elternteil verliert. Was Dir klar sein muss: Im Schatten dieser Ereignisse spielst Du da keine Rolle. Der Schmerz, der Schock, ist noch nichtmal im Ansatz verdaut. Das benötigt Zeit. Und Ruhe. Und Luft zum atmen.
Und es benötigt Menschen, die einem das Gefühl geben, dass man so angenommen, so akzeptiert wird, wie man ist.
Verstehst Du? Deine Gefühle spielen heute gerade mal keine Rolle.
Ob dies alles ausreicht, um eine gute Partnerschaft zu führen, kann ich nicht beurteilen.
Wenn Du Deinem Partner aber zu verstehen gibst, dass es Dich stört, wenn er Dinge machen will, die er gerne machen will (Disco & Co.), dann ist das ein ganz schlechter Weg.
Wichtig: Du musst es nicht akzeptieren, was er macht. Sind seine Handlungen nicht für Dich annehmbar, dann bleibst Du getrennt. Was Du aber akzeptieren muss ist, dass Du sein Wesen nicht verändern darfst. Klar, sowas versuchen faszt alle Frauen, aber wenn sich in einer Partnerschaft ein Partner verbiegen muss, dann ist die ganze Partnerschaft nix wert.
Ich rede nicht von Kompromissen, ich rede von Akzeptanz.
Dein Freund hat sich für den Moment zurückgezogen, weil seine Seele eine starke Wunde erhalten hat. Und er hat sich von Dir zurückgezogene, weil er (aus welchen Gründen auch immer, ist nur analytisch, nicht wertend!) bei Dir diese Ruhe und diesen Schutz nicht hat.
Und da musst Du ansetzen. Warum hat er den Schutz bei mir nicht? Das ist ein Fakt. Er ist gegangen, das ist Fakt. Du kannst jetzt rumeeiern wie Du willst, erklären wie Du willst, der Fakt besteht.