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Also, es ist so:
Mein Mann wollte eine schnelle Scheidung! Am besten gestern! Er will ja sofort und sobald wie möglich wieder heiraten! Er war mit einer einvernehmliche Scheidung einverstanden und mit einem gemeinsamen Anwalt. Ich durfte das alles erledigen und auch den Anwalt aussuchen. Meinem Mann war alles recht, wenn er nur eine schnelle Scheidung bekommt. Der Scheidungstermin ist der 24.11.2015 und es gibt sogar eine Möglichkeit, wenn wir beide auf Rechtsmittel verzichten, dass die Scheidung auch an diesem Tag rechtskräftig und endgültig wird, d.h. theoretisch könnte dann mein Ex bereits am 25.11. wieder heiraten.
(Übrigens in Bezug auf Geschichte: Als ich andeutete, dass man in Dänemark oder Las Vegas schnell heiraten kann , erklärte er mir, dass sie in Frankreich heiraten will. Also wie ihr seht, von wegen, sie ist zickig und weiß nicht ob sie will. Alles nur hinhalte Taktik und Lüge. Spielchen eben.)
Bis jetzt hat er die Anzahlung und die Gerichtskosten bezahlt und wird auch die restliche Kosten tragen.
Er wollte schliesslich eine schnelle Scheidung im Express-Tempo und die habe ich ihm möglich gemacht , unter der Voraussetzung, dass er auch die Kosten trägt. Da er sowieso der Meinung ist, dass ich sein Geld verprasse (und seine Geliebte im Gegensatz zu mir total unabhängig und selbstständig ist) habe ich einfach nichts dazu gesagt und ihn einfach in seiner Meinung bestärkt, dass ich von ihm total abhängig bin.
Wohnung: Wir sind beide Eigentümer. Die Grundschuld ist erst in ein paar Jahren abbezahlt. Solange bezahlt er (die Grundschuld) und ich 50-50 bzw. ich nur EUR 250. Danach darf ich bis an mein Lebensende mietfrei dort wohnen (bzw. ohne einen Anteil Miete an ihn zu zahlen). Jetzt müssen wir nur noch solche Sachen wie Grundsteuer, Wasser, Heizung, Haftpflichtversicherungen etc. regeln. Er machte bis dato die Abrechnungen für Haus (2 Parteien - wir und noch eine Familie). Deshalb werden wir wohl oder übel weiter in Kontakt bleiben müssen. Ausserdem, weiß er, dass ich zur Zeit nicht liquide bin und deshalb Verbrauchskosten wie Strom, Kabel, Telefon irgendwie auch geregelt werden müssen.
Ich kann auch im Moment auch aus diesen finanziellen Dilema heraus nicht umziehen (und jetzt will ich auch nciht mehr- aus der Wohnung wird man mich wohl raustragen müssen).
Er bekräftigte immer wieder, dass für mich sich nichts ändern würde und er weiterhin mir helfen wird und für mich da sein wird. Einige der Verabredungen haben wir als Scheidungsvereinbarung festgehalten und die werden Bestandteile des Urteils werden. Somit kann ich immer klagen, wenn er sich nicht daran hält. Aber wir haben darauf verzichtet jede Kleinigkeit in die Vereinbarung rein zu nehmen, denn da hätte der Anwalt doppelt so viel kassiert.
Nochmal, bis dato, d.h. bis auf die 4J Ehebruch und Lügerei (bis heute) in Bezug auf seine Geliebte, hat er sich sonst korrekt und fair verhalten. Deshalb glaubte ich ihm und will ihm auch jetzt glauben.
Allerdings, habe ich jetzt langsam Bedenken, dass die ach so herzensgute und Gefühlsmensch von Geliebte, wenn sie einmal seine Ehefrau ist, sich da einmischt und so wie sie ihn jetzt manipuliert, ihn vielleicht auch in dieser Beziehung um 180 Grad dreht. Sie wäre nicht die Erste, die so etwas macht (kenne da jemand aus der nächsten Verwandtschaft, die jetzt noch gegen die Ex ihres Mannes schimpft, weil ihr Mann Rente an die Ex abgeben und ihr das Haus überlassen musste. Ex-Ehefrau hatwar aber 35 J lang Hausfrau, hat zwei jetzt erwachsene Kinder erzogen und dem Mann Haus und Hof in Schuß gehalten).
So wie die Sache jetzt ist, kann ich nichts anderes machen als dieses Risiko einzugehen. Den diese Sachen und Nebenabreden kann man nicht so haarklein vereinbaren.
NUr das mit dem VA geht mir noch nicht ganz runter. Ich finde nämlich niemanden, der mir ungefähr die Beträge ausrechnen kann (obwohl ich weiß was ich an Rente bekomme und was er bekommt, ist es nicht so einfach mit der Rechnerei, da sich die Gesetzeslage in den letzen Jahre im Bezug auf die hin und her Verrechnung geändert hat). Ich will noch mal bei der REnteversicherung anrufen und fragen ob dort jemand in der Lage ist, mir es ungefähr auszurechen. ich habe nämlich Anwartschaften vor der Ehe und noch eine betriebliche Versorung, die da mit eingerechnet wird. Allerdings nur für die Ehejahre. Genauso verhält es sich bei ihm.
Also ist es eine komplizierte Rechnerei. Wenn das Gericht, das auch so sieht, könnte ich möglicherweise auf einen schuldrechtlichen VA Anspruch haben oder den VA von der Scheidung abtrennen und separat verhandeln. Es hat sich mittlerweile, heraus gestellt, dass mein Anwalt doch nicht so gut ist wie ich dachte. Aber ich lasse mich noch einmal beraten (von jemand anderen).
Wie ihr seht, habe ich einige eurer Ratschläge schon sehr ernst genommen und versuche das beste daraus zu machen.
Eines weiß ich jetzt schon: Ich hätte niemals auf das Scheidungsjahr verzichten sollen.
Jetzt will ich aber auch nicht wieder zurückrudern.
Egal wie es in der Zukunft ausgeht, ich werde nicht schlecht da stehen. Da gibt es Ehefrauen, die mit weniger sich benügen mussten. Tja, es gibt auch welche, die jahrelang prozesieren und am Ende vielleicht etwas mehr herausholen. Aber dann könnte ich nie mit der ganzen Sache abschliessen.
Sobald ich meine Dämonen bekämpft habe, dann wird es mir besser gehen. Nur gerade jetzt ist es doof. Der Hochzeitstag als Scheidungstag, der anstehende Todestag meines Sohnes, Weihnachten und Silvester - nicht gerade günstig aber auch darüber werde ich hinweg kommen!
