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Er meldet sich ohne Erklärung nicht mehr

Heike1307
Zitat von Helena81:
Man kann nicht alle Männer in eine Schublade stecken.

Nein, natürlich nicht. Aber wenn er vorher überhaupt nicht so war?

Aber überlassen wir das der TE, vielleicht kann sie es ja noch klären.

x 1 #91


F
Zitat von Helena81:
TE beschwerte sich bei ihm, weil er sich weniger meldet, tut nun gerade aber dasselbe. Ich

Da gibt's ja aber immer noch die "Unsicherheit Ehefrau".
Dadurch ist TE in einer eher passiven Rolle verankert.
Für mich ist sein Rückzug eigentlich ein klares Zeichen, dass für ihn die Affäre vorbei ist.

Nicht vergessen zu erwähnen sei, dass eine Affäre Schmetterlinge bringen soll und keine Diskussionen.

Was mich wundert, ist der wenige S..e..x, war es für ihn vielleicht doch eher eine Bekanntschaft!?

x 2 #92


A


Er meldet sich ohne Erklärung nicht mehr

x 3


M
Zitat von Helena81:
Ich hatte damals eine Bekanntschaft, die zwei Jahre ging und schon ewig her ist, da war ich 31. Wo sind die Jahre geblieben ! 😳 Ich hatte zu dieser Zeit auch noch dieses denken, dass "Mann" sich melden muss/sollte. Ich habe ihn machen lassen und war irgendwann völlig verletzt, als er sich tagelang ...

Hier gehts doch nicht um Meldeverhalten wie in einer normalen Beziehung, was ausgehandelt werden muss.
Es geht darum, dass der Typ sehr klar kommuniziert hat, dass er nicht mehr will.
Ebenfalls klar will er die TE auf die Wartebank drücken (es "erstmal" sein lassen), damit sie springt, wenn er wieder Lust bekommt.
Da ist doch nix missverständliches dran. Sie soll ihn bitte in Ruhe lassen, bis er- weil seine Frau keine Lust hat oder die neue Affäre wieder weg ist- bis er wieder andockt, weil ihm langweilig ist und sein Ego n push braucht.

x 1 #93


M
Zitat von Helena81:
Ich hatte damals eine Bekanntschaft, die zwei Jahre ging und schon ewig her ist, da war ich 31. Wo sind die Jahre geblieben ! 😳 Ich hatte zu dieser Zeit auch noch dieses denken, dass "Mann" sich melden muss/sollte. Ich habe ihn machen lassen und war irgendwann völlig verletzt, als er sich tagelang ...

Der Mann hier hat seine Schublade als langjähriger Betrüger seiner Ehefrau doch bereits längst gefunden.
Es ist die unterste 😎

x 1 #94


H
Zitat von merretich:
Hier gehts doch nicht um Meldeverhalten wie in einer normalen Beziehung, was ausgehandelt werden muss. Es geht darum, dass der Typ sehr klar ...

Ich verstehe noch immer nicht, wo er so klar mitgeteilt hat, dass er diese Affäre nicht mehr möchte! 🙄

Dann hätte er es doch bitte auch sein lassen sollen, sich wieder mit TE zu treffen und das hat er anschließend nicht nur ein Mal! Sorry, aber er kam sogar noch mit einem Geschenk zu ihr, das macht man ja, wenn man nicht's mehr weiterführen mag? 🙄
Währenddessen hat er ihr eine heile Welt vorgespielt.

Eine deutliche Beendigung der Affäre wäre für mich die Nachricht an TE gewesen, dass er diese Affäre nicht mehr möchte und hiermit beendet. Anschließend keinerlei Antworten oder Treffen mehr. Vielleicht bin ich aber auch zu blöd dies zu verstehen. 🙄

#95


M
Zitat von Helena81:
Ich verstehe noch immer nicht, wo er so klar mitgeteilt hat, dass er diese Affäre nicht mehr möchte! 🙄 Dann hätte er es doch bitte auch sein lassen sollen, sich wieder mit TE zu treffen und das hat er anschließend nicht nur ein Mal! Sorry, aber er kam sogar noch mit einem Geschenk zu ihr, das macht man ja, ...

Er HAT ihr aber geschrieben, dass er nicht mehr möchte.
Dass es dann noch ein hin und her gibt, weil ja auch sie für ihn eine Ressource war, die aufzugeben ihn
was kostet, versteht sich doch von selbst. Heisst aber nicht, dass er für sie entschieden hat.
Heisst, er bleibt halt bequem nach dem Motto: was geht nehm ich halt noch mit, aber die Ehe hat
halt auch ihre Vorteile 😎 Ist doch nicht so schwer zu verstehen.
Wie ich schon sagte: so eine Art Mann denkt anders als jemand der monogame Beziehungen führt.
Bisschen hier was abgreifen, bisschen da was abblocken, was ihn Verantwortung kosten könnte.
Bisschen hier die Ehefrau besch.n. Bisschen dort die Affäre hinhalten.
Halt so wie ER es GERADE braucht und worauf er Lust hat.
Völlig losgelöst von Werten wie Fairness, Loyalität oder Ehrlichkeit und Konsistenz.
Ich finde das absolut nicht schwer zu verstehen. Und liegt in der Natur von Affären, und
Menschen, die so agieren, denke ich.

x 4 #96


F
Zitat von merretich:
Er HAT ihr aber geschrieben, dass er nicht mehr möchte. Dass es dann noch ein hin und her gibt, weil ja auch sie für ihn eine Ressource war, die ...

🎯

#97


Heloise
Zitat von Helena81:
Dann hätte er es doch bitte auch sein lassen sollen, sich wieder mit TE zu treffen und das hat er anschließend nicht nur ein Mal! Sorry, aber er kam sogar noch mit einem Geschenk zu ihr, das macht man ja, wenn man nicht's mehr weiterführen mag?
Währenddessen hat er ihr eine heile Welt vorgespielt.

Nochmal: Verbindlichkeit = Ehe oder exklusive Beziehung. Dieses Merkmal ist hier nicht erfüllt. Also Unverbindlichkeit. Er muss für nichts Rechenschaft ablegen. Weder dafür, dass er sich meldet, noch dafür dass er sich nicht meldet. Und genau DARAUF hat sich die TE eingelassen. Ich verstehe nicht, worüber sich hier gewundert wird oder was hier von einem Affairenführer verlangt wird. Denn um GENAU DAS gehts in der Affaire NICHT.

x 2 #98


DiesDasAnanas
@Heloise Es stimmt schon was du schreibst.

Trotzdem kann ich den Wunsch einer Geliebten schon verstehen "menschlich" von ihrem Affärenpartner behandelt zu werden, d.h. ein klarer Abschied bei Affärenende.
Den auch wenn sich eine Geliebte auf eine unverbindliche Sache einlässt, (bewusste fehlende Exklusivität, fehlende offizielle Verbindlichkeit, keine Aussicht auf eine gemeinsame klassische Zukunft mit Familienplanung, Feiertage und Urlaube getrennt,etc.), so möchten viele Geliebte trotzdem darauf vertrauen dürfen am Ende nicht geghostet oder wie Müll weggeworfen zu werden.
(Wie realistisch der Wunsch ist sei jetzt mal dahin gestellt.)

Die Unverbindlichkeit auf die sich Geliebte bewusst einlassen ist in der Regel doch eigentlich das Wissen darum den Affärenpartner mit der Ehefrau zu teilen, zu wissen das dieser zeitlich nicht wie in einer offiziellen Beziehung verfügbar ist und auch sonst gewisse Einschränkungen im Vergleich zu einer offiziellen Beziehung/Ehe bestehen.
Es ist keine Erlaubnis für den Affärenpartner und keine Einwilligung der Geliebten, grottig behandelt zu werden, weil es nur eine Affäre ist.

Eine Geliebte muss nicht alles wortlos hinnehmen und akzeptieren. Auch eine Geliebte kann mit Forderungen die Rahmenbedingungen der Affäre mitgestalten. Die Frage ist nur immer wieviel passt sich die Affäre der offiziellen Beziehung an, welche Forderungen sind umsetzbar und viel wichtiger wie sieht das Machtgefälle der Affärendynamik aus.
Aber am Ende ist die Affäre trotzdem eine Art Beziehung, daher kann ich den Wunsch nach einem angemessenen Trennungsgespräch verstehen.

Nicht falsch verstehen, ich bin da ganz bei dir. Auch wenn der Wunsch irgendwo nachvollziehbar ist, so finde ich ihn dennoch völlig naiv und mehrheitlich realitätsfern, weil man sich immer fragen sollte an wen diese Forderungen/Hoffnungen geknüpft sind. Ein Affärenpartner ist in der Hinsicht dann wohl eher sehr unzuverlässig und im Grunde auch wenig überraschend am Ende (wortwörtlich am Ende der Affäre) eher egoistisch.

#99


Heloise
Zitat von DiesDasAnanas:
Trotzdem kann ich den Wunsch einer Geliebten schon verstehen "menschlich" von ihrem Affärenpartner behandelt zu werden, d.h. ein klarer Abschied bei Affärenende.

Ja natürlich ist der Wunsch verständlich. Aber er wird eben nicht erfüllt. Dann gilt es eben dieses zu akzeptieren . Bei uns sagen wir „Da kann man sich aufm Kopf stellen und mitm A…. Fliegen fangen“.

Dann ist das einfach so.

Als ich 19 war hat mich die Liebe meines Lebens einfach von heute auf morgen ignoriert. Ich war viele Monate neben der Spur und noch Jahre danach einfach fassungslos. Als junges Mädel suchst du nach den Gründen bei dir. Bis ich begriffen hab: Er war eben einfach nur ein Ar… Und gut, dass er mir dieses Verhalten gezeigt hat, und mir erspart hat, noch mehr Zeit in so eine Pfeife zu investieren.

x 2 #100


F
Zitat von Heloise:
Aber er wird eben nicht erfüllt.


Oder es kommen solche Phrasen wie "Keine Zeit", "Stress " etc...

Ich glaube, die Wahrheit erfährt man selten.

x 1 #101


Heloise
Zitat von Felica2024:
Oder es kommen solche Phrasen wie "Keine Zeit", "Stress " etc... Ich glaube, die Wahrheit erfährt man selten.

Eben. Egal wie man sich zermartert und Gründe sucht, dass er doch eine Erklärung schuldig ist: Es nützt nichts! Je schneller der Haken dran ist, um so schneller geht’s einem wieder gut.

x 1 #102


J
Hallo ihr Lieben,

es tut mir leid, dass ich mich bisher nicht mehr gemeldet hatte.

Es läuft wirklich alles schief, wir vier hatten uns eine Magen-Darm-Grippe eingefangen, ganz furchtbar! 🤢 Die Kinder sind wieder fit, mir geht es noch immer nicht sonderlich gut. Zusätzlich habe ich Tollpatsch mir das Steißbein gebrochen. Davon werde ich nun Wochen, bis Monate etwas haben, super.🥳

Vielen, vielen Dank erst mal für all die Antworten, mit so vielen (lieben) Antworten habe ich absolut nicht gerechnet!

Ich werde mir gleich alles durchlesen, denn nun habe ich kinderfrei. Meine zwei Jungs sind bei Oma und Opa, meine Tochter ist bei einer Freundin. Das heißt, heute kann ich mich ausruhen. 🥳

Ich sage schon mal Bescheid, dass es bisher nicht viel Neues gibt. Ich habe mich weiterhin nicht bei ihm gemeldet und er sich bisher auch nicht bei mir.
Allerdings haben wir uns vor wenigen Tagen gesehen, zufällig. Wir liefen uns entgegen. Ich war ganz entspannt, recht gut drauf und habe Mal für wenige Minuten nicht an ihn gedacht, da erkannte ich ihn plötzlich schon von weitem.
Als wir uns näher kamen, lächelte er und sagte freundlich "Hallo".
Ich murmelte ein schnelles "Hallo" zurück, ob er es überhaupt verstand, weiß ich nicht. 🤦

Er blieb nicht stehen, ich blieb nicht stehen. Ich versuchte mir nicht's anmerken zu lassen, drehte mich auch nicht um, aber in diesem Moment war es ein Stich ins Herz. Das tat sehr weh. 🥹
Wir haben sonst immer miteinander gequatscht, wenn wir uns zufällig sahen. Für mich war dieser Tag also gelaufen.

Schnell fragte ich mich wieder, was zur Hölle ich ihm getan habe?!
Ich kann es einfach nicht verstehen. Ich verstehe einfach nicht, dass es so enden muss. Es ist doch nicht's vorgefallen.

Wisst ihr, dass er sich später, nachdem er den "Abstand" vorschlug, auch wieder VON SELBST meldete, mir etwas vorbeibrachte, mir vorschlug, gemeinsam einen Baum zu kaufen. . .ja, auch das war allein seine Idee. . . dass er mir anschließend wieder sagte, wie schön es mit mir wäre, wie lieb er mich hätte und dass er in seinem Urlaub ganz doll an mich denken würde.
Wieso? Dann hätte er all das doch lassen können. Er hätte doch sagen können, dass er gerade wirklich den Abstand haben mag, statt sich zu treffen und anschließend sogar von selbst wieder anzukommen, mir noch Geschenke und eine Freude zu machen. Mir ist das zu hoch! 😔

Er hat mir immer erzählt, dass ich seine erste Affäre wäre. Sie entwickelte sich auch wirklich ungeplant, völlig spontan. Wir sahen uns häufiger, unterhielten uns, konnten einfach sehr viel miteinander lachen. Irgendwann, eigentlich aus dem Nicht's, umarmten wir uns. Danach sah er mich an und meinte, dass er verwirrt darüber sei, dass es sich so schön anfühlt.
Später war er dann etwas auf Abstand, doch irgendwann ließen wir uns einfach darauf an, so ging es dann los.

Wir wussten nie, wie wir unsere "Bekanntschaft" nennen sollen. Er fragte mich oft, wie ich das sehe, ich fragte ihn häufig dasselbe, doch keiner von uns hatte die richtige Antwort. Für eine Affäre war es uns zu viel, eine reine Freundschaft war es aber auch nicht, da wir total verliebt waren. Und das glaube ich tatsächlich ganz fest bis heute, dass er es war.

Er war (oder ist) für mich wie ein bester Freund, für den ich gleichzeitig aber auch Gefühle entwickelt habe.

Er hatte mir Mal gesagt, das ist ca. 5 Monate her, dass die Situation für uns beide sehr schwer wäre, für ihn, für mich, aber dass er mich auch nicht vermissen möchte. Er wirkte auf mich häufiger im Zwiespalt.

Er hat mit seiner Frau einen 13 Jahre alten Sohn, der eine Behinderung hat. Ich kenne die Beiden, nicht persönlich, aber vom sehen. Er sagte mir immer, dass seine Entscheidung eventuell einfacher wäre, wenn es diesen Sohn nicht gäbe, er könnte Ihn und Sie nicht im Stich lassen. Ich weiß, das sagen viele, ich fand aber, dass es glaubwürdig klang.

Ich habe mir nie gewünscht, dass er sich völlig für mich entscheidet, das wollte ich wirklich nie! Ich war mit dieser Situation immer zufrieden und glücklich. Für mich war es völlig in Ordnung so.

Er hat sich sogar mit meinen Kindern angefreundet, war häufiger hier, als sie da waren. Er hat jede freie Sekunde genutzt, um sich zu melden, um mich zu sehen. Irgendwann ging es halt nicht mehr anders und die Kinder waren dabei.
Er ist oft sogar Umwege gefahren, nur um mich kurz in den Arm zu nehmen. Wir konnten immer über alles reden, ganz offen.
Er hat oft gesagt, dass er mich nicht verletzen möchte. Er hat mir oft gesagt, das er nicht möchte, dass ich am Ende leide, weil er mir nichts versprechen kann, dafür hätte er mich zu gerne. Das habe ich ihm auch geglaubt.

Ich weiß nicht mehr, ich kann damit gerade ganz schlecht umgehen, es beschäftigt mich extrem, ich kann kaum noch schlafen.
Ich merke, dass ich ein vernünftiges Ende brauche, wenn es denn so sein muss.
Ich brauche eine Aussprache.

Er fängt nun wieder an, meinen Status anzuschauen, das hat er all die Tage nicht, was sicherlich beabsichtigt war. Schreiben tut er aber nicht's.
Ich habe mir vorgenommen, ihm doch eine Nachricht zu senden, spätestens Montag. Ich brauche das, auch wenn ihr dagegen seid, haltet mich für doof. 😬

Ich habe auch schon überlegt, ihn auf der Arbeit zu überfallen, er hat hier ein Geschäft, bisher konnte ich immer und ohne Ankündigung vorbeischauen. Allerdings fehlt mir dafür der Mut.
Ich möchte dann auch nicht emotional werden, ich will keine Vorwürfe machen, ich will einfach loslassen können und dafür brauche ich ein vernünftiges Ende.

#103


F
Zitat von Julienca:
Ich habe mir vorgenommen, ihm doch eine Nachricht zu senden, spätestens Montag. Ich brauche das, auch wenn ihr dagegen seid, haltet mich für

Mit welchem Inhalt?

#104


M
Zitat von Julienca:
Allerdings haben wir uns vor wenigen Tagen gesehen, zufällig. Wir liefen uns entgegen. Ich war ganz entspannt, recht gut drauf und habe Mal für wenige Minuten nicht an ihn gedacht, da erkannte ich ihn plötzlich schon von weitem.
Als wir uns näher kamen, lächelte er und sagte freundlich "Hallo".
Ich murmelte ein schnelles "Hallo" zurück, ob er es überhaupt verstand, weiß ich nicht.

Ich wundere mich immer wieder darüber, wie das Leben so spielt. Du bist im Moment entspannt, Dein Gehirn schenkt Dir Ruhe, die Gefühle jagen ausnahmsweise mal nicht rauf und runter und wer kommt des Wegs? Er natürlich. Der Klassiker und ein Zeichen dafür, dass das Leben uns Streiche spielt.

Ich sah meinen Affärenmann, der ja mindestens so " toll, ehrenhaft und verlässlich" wie Deiner war, das erste Mal ca. 2 Jahre nach dem Ende der Affäre, die gut ein Jahr dauerte.
Und natürlich war ich wie Du zunächst wie zerstört, denn all meine Hoffnungen auf einen glücklichen Ausgang der Affäre, die mir endlich das Glück bringen sollte, das mir so lange versagt blieb. Herrgott, wie blöd ich damals war. Das Glück war da, ganz nah, zu Hause, dort wo es harmonisch zuging, aber ich wollte mehr. Feuer, das Gefühl wichtig zu sein, am liebsten eine neue Beziehung zum Nulltarif. Und so einfach macht es einem das Leben nicht.

Denn wir alle müssen lernen. Wir müssen lernen, Enttäuschungen einzustecken, diese verarbeiten, uns von den falschen Leuten los sagen, auch wenn sie zunächst die richtigen zu sein scheinen und wir müssen oder sollten lernen, uns in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit zu stellen, gut zu sich zu sein, gut mit sich umzugehen.
Ist das nicht egoistisch? Nein, denn nur wer gut zu sich ist, der ist auch gut zu anderen. Wer sich selbst nicht mag, mit sich hadert, sich ständig in Frage stellt, läuft leicht Gefahr, sich Zufuhr von Außen zu suchen. Diese Zufuhr beweist uns dann, dass wir wichtig sind, wertvoll und liebenswert, etwas, was wir uns selbst oft nicht geben können.
Also lerne daraus, so eine Erfahrung ist gut, weil lehrreich für Dich. Sie bringt Dich weiter, wenn Du sie nützt und beginnst, Dich mit Dir zu befassen. Aber auf eine Zufuhr von außen zu setzen, um den Alltag besser ertragen zu können, ist zu wenig, denn diese Quelle kann versiegen. Das siehst Du jetzt selbst.

Zurück zu meinem ersten Wiedersehen mit ihm. Wir waren schon lange getrennt, sahen uns nicht wieder, was bei 150 km Distanz kein Wunder ist. Also die Gefahr, ihm beim Einkaufen zu begegnen, war sehr gering. Aber da stand der jährliche Kongress unserer Sparte an, auf den er immer fuhr und ich auch.

Ich sitze in einem spärlich besuchten Vortrag und auf einmal frage ich mich, ob ER überhaupt da ist. Es kann ja vieles sein, kurzfristig was dazwischen gekommen, Krankheit o. ä., denn ich hatte ihn noch nicht gesehe. Ich denke an ihn und neben mir sitzt ein Kollege, der ihn auch kennt. Und ich frage ganz beiläufig, ob er XY schon gesehen habe. Ja, der war gestern in dem Systemverwaltertreffen.
Und genau in diesem Moment geht die Tür auf und wer schneit herein? ER. Was zum Teufel will der hier und ich erlebte wieder Gefühlssensationen vom Feinsten. Mein Blutdruck erreichte ungeahnte Höhen, meine Hände schwitzten und mein Magen fühlte sich wie ein Klumpen an. Ich wollte am liebsten weglaufen, allein sein. Dieses völlig unvorhergesehene Wiedersehen überforderte mich total.

Ich denke, ihm ging es nicht besser. Er hatte sein maskenartiges Gesicht aufgesetzt, das ich allzu gut kannte und starrte krampfhaft auf den Referenten und hatte sich möglichst weit entfernt hin gesetzt. Also locker und entspannt sieht anders aus. Ich schätze, auch er hat nicht damit gerechnet mich in diesem Vortrag zu sehen, der thematisch eher marginal war.

Ich dachte mir nur, das Leben ist doch echt fies. Am Ende des Vortrags packte er möglichst schnell seine Sachen und verschwand, allerdings nicht auf Nimmerwiedersehen.
ich fing mich wieder und war äußerlich ruhig geblieben, auch wenn innerlich Stürme tobten. Das gibt es doch nicht! Ich erkundige mich nach ihm und er kommt angelaufen!

Später sah ich ihn auf dem Gang laufen, allein, nichts sagendes Gesicht, aber sonderlich attraktiv oder gar strahlend wirkte er nie. Er war immer gedämpft, seltsam leblos, geschädigt wohl vom Vater, der ihn ablehnte. Voller Selbstzweifel und Gefühle ließ er selten zu. Er lachte nie richtig, er lächelte allenfalls. Was fand ich nur an ihm? Er profitierte wohl auch von mir, denn ich als eher emotionaler Mensch brachte Feuer in seine Lauheit. Manchmal hatte ich das Gefühl, er schaut mir beim Fühlen zu wie ein Zusschauer. Manchmal fühlte ich mich seltsam benützt.

Und zwei Stunden später sah ich ihn wieder. Ich stand nahe beim Eingang mit einer Firmenvertreterin und wir lachten gerade. Da schlurft er daher in Richtung Ausgang und er musste an uns vorbei gehen.
Diese Situation gefiel mir wirklich sehr gut. ich lachte, war vergnüngt, die andere Frau auch und er geht mit seinem schlenkerigen Gangwerk mit hängenden Schultern an uns vorbei. Ein kurzes Hallo und weg war er.
Ha, wie gut tat mir das. Ich lachte und er ging allein und wieder mal einsam wirkend wo anders hin.

Wir sehen uns jährlich auf diesem Kongress. Mindestens einmal laufen wir uns trotz 2- 3 Tausend Teilnehmern über den Weg. Wir grüßen uns, aber nicht freudig, sondern eher neutral und jeder geht seines Wegs. Kein Gespräch, kein Smalltalk, kein Stehenbleiben.
Und das ist das Beste für uns. Kein Kontakt mehr, ein entfernter Kollege, nicht mehr. Es interessiert mich längst nicht mehr, was er tut oder nicht, wie er lebt, wie es ihm geht. Es ist mir einfach egal und in diesen Zustand zu kommen, dauerte eine sehr lange Zeit.
Mein Blutdruck bleibt stabil und manchmal denke ich mir, das hätte es jetzt auch nicht gebraucht, dass wir uns dieses Mal doch wieder begegnen.

Und dieser Zustand schenkt einem etwas, was lange verloren und vergessen wurde. Innere Ruhe und die Konzentration auf das, was da ist.
Eine Affäre gehe ich nie mehr ein. Lektion gelernt, aus Affären entsteht selten etwas Gutes mit Tragfähigkeit. ich bin mir mittlerweile mehr wert als lauwarme Versprechungen, warmer Worte, die nichts bedeuten, weil sie eh nicht eingehalten werden.

Was marterte ich mich oft? Aber er sagte doch damals, dass ... Blablabla. Vieles wurde gesagt, beteuert, weil wir es in diesem Augenblick auch glaubten, aber Worte sind nur Worte und schnell vergessen.

Ich wünsche Dir, dass Du auch begreifst, dass Du was anderes brauchst als so was. Du hast Deine Kinder, Deine Verpflichtungen, Deine Arbeit, Kollegen, Freunde. Es ist doch alles da außer einem verlässlichen Partner, den Du in einem Affärenmann nicht finden wirst.
Und Du glorifzierst ihn und stilisierst ihn zu einem edlen Menschen hoch, der er nicht ist. Er ist alltäglich, bei näherem Hinsehen auch sehr gut verzichtbar, denn Fairness und Achtung Dir gegenüber sähen anders aus. Stattdessen speist er Dich über Geräte mit dürren Worten ab.
Das tut weh, das kränkt jeden, der es erfährt. Aber auch solche Erfahrungen sind heilsam, denn richtig vertrauen kann man nur ganz wenigen Menschen. Ich war auch nicht vertrauenswürdig und das kreide ich mir heute noch an. Diese Suche nach Gefühlssensationen, die Aufwertung meiner Person, der ich nachlief, weil ich selbst nicht an mich glaubte und nichts in mir fand, um einen Mangel zu beheben. Die bequeme Lösung, die sich mir bot.

Heute schätze ich das, was da ist, was das Leben mir zuteilt an positiven Dingen und so was wie ihn brauche ich nicht mehr.
Eine gute Freundin sagte mal zu mir, Du bist zwar unzufrieden mit allem und jedem und wünschst Dir ein anderes Leben. Dabei ist alles da, vor Deiner Nase. Aber Du siehst es nicht. Du brauchst keinen anderen Mann, kein anders Umfeld, andere Nachbarn, keinen Neuanfang irgendwo, wo Dich keiner kennt. Du bist blind.
Tja, es hilft nur, die Augen aufzumachen und genauer hinzusehen. Was will ich, was brauche ich und was kann ICH für mich selbst tun anstatt es andere tun zu lassen oder auch nicht.

Ich war einige Zeit nach der Trennung sogar bei einem Therapeuten. Eigentlich wollte ich über ihn reden, diesen Verräter, diese miese Ratte, die mich so oft verletzt hatte. Wer hat es denn zugelassen, dass er verletzt wurde? Das war ich selbst, aber das wusste ich damals nicht.

Der Therapeut war nicht sehr beeindruckt von dieser Story, wohl auch weil sie so alt ist wie die Menschheit. Frau auf der Suche nach sich selbst und einem glücklichen Leben sucht sich eine Affäre. Beeindruckend.
Aber was er mich fragte, blieb mir bis heute im Gedächtnis. Mein AM kam kaum zur Sprache, so als ob er völlig unwichtig wäre. Aber der Therapeut fragte nach mir, nach meinem Elternhaus, meiner Kindheit und das war neu. Dieses Interesse an dem Menschen der vor ihm saß und hilflos war. Und der AM? Wurde kaum erwähnt, denn es ging um mich und auch darum, wie Kindheitserfahrungen im Erwachsenenleben weiter wirken und wie wichtig es ist, dieses zu verstehen. Das geht nur über Erinnerungen.
Denn wem wir uns zuwenden, wirft ein Licht auf uns und es zeigt uns auch, wie wir vorgehen und uns an die falschen Menschen hängen.

Decke Deine Mängel auf, lass Erinnerungen zu, auch wenn sie schmerzen, finde heraus, was Dich 4 Jahre in einer halben Beziehung verharren ließ und lerne, gut mit Dir umzugehen.
Es ist alles da. Dein Umfeld, Deine Kinder, Deine Arbeit. Schau auf das was Du hast, aber nicht auf das, was Du haben könntest, wenn .nur endlich ...

Du hast 4 Jahre in einer Selbstlüge gelebt, es reicht jetzt auch mal. Und Du schaffst das und findest eine wieder eine starke Frau, die ihr Leben meistert, sich ihre Wohlfühlinseln schafft und freundlich zu den Kollegen ist. Das ist doch schon mal was, oder nicht? Das zu schätzen und zu würdigen, was da ist und nicht nach dem zu gieren, was Du gerne hättest.

Und von Männern wie ihm lässt Du künftig die Finger. Wenn einer seine Frau 4 Jahre betrügt, taugt er nichts. Und es ist egal, wie wichtig der Sx war, denn auch eine emotionale Affäre ist eine Affäre und nicht mehr.

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A


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