UnglücklicherXX.
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Zitat von Clementine44:Unlogisch ist für mich, dass jemand bei bestehendem Kinderwunsch mit seiner Partnerin partout nicht heiraten will.
Nicht unbedingt.
Erstens gibt es einen Unterschied zwischen bestehendem Kinderwunsch und tatsächlicher Vaterschaft. Manche Paare wünschen sich ein Kind und es klappt einfach nicht. Oder es klappt erst Jahre später. Oder manche wollen sich vielleicht die Möglichkeit eines Partnerwechsels offen halten, solange noch kein Kind erwartet wird. In dem Fall kann es schon sein, dass jemand noch nicht heiraten will, die Meinung aber später ändert.
Zweitens gibt die Ehe eine Reihe Verpflichtungen zwischen den Ehegatten vor. Manche haben vielleicht von schlechten Erfahrungen damit im Freundeskreis gehört (hohe Scheidungskosten und Rechtsstreit) oder haben vor bestimmten Regelungen Angst, beispielsweise der Frage des nachehelichen Unterhalts oder des Zugewinnausgleichs. Natürlich kann man das auch per Ehevertrag anders regeln, wenn man vorher darüber ein recht unromantisches Gespräch führt...
Im Übrigen würde ich Regelungen wie Zugewinngemeinschaft oder Ehevertrag nicht nur als Frage von Fairness o.Ä. sehen (wenn einer der Partner für ein Kind auf Gehalt verzichtet). Man sollte auch bedenken, dass man im Falle des Falls Streit vermeiden kann, wenn man vorher klar in einem Ehevertrag festlegt, wem was bei einer Trennung gehört. Sonst zahlen am Ende beide große Summen für Anwälte.