Zitat von nimmermehr:Was spricht denn dagegen, die gemeinsame Zeit einfach zu genießen, wenn Ihr Euch beide im Grunde nicht trennen wollt? Was sind das denn für Erwartungen, die nicht erfüllt werden, noch dazu wenn das von außen kommt? Von wem denn? Und wieso lasst Ihr Euch davon so beeinflussen? Ich verstehe echt nur Bahnhof.
Ich merke wirklich, dass es mir total schwer fällt mich damit auseinanderzusetzen, weil es vermutlich zu sehr schmerzt. Aber ich denke das ist auch die Aussage mit dem Therapeuten, dass es dann ein hartes Stück Arbeit ist.
Seit dem er gesagt hat, dass er sich trennen möchte, obwohl wir an diesem Punkt schon sehr oft angelangt waren, fühle ich mich wirklich total kraftlos und mir ist dauerhaft übel. Aber ich merke, dass es mich mit jedem Mal weniger abstürzen lässt.
Unsere Beziehung ist sehr kompliziert. Ich bin die erste Frau mit der er je eine Beziehung eingegangen ist. Er sprach am Anfang davon, dass er mich heiraten will und Kinder möchte, aber ich habe das vehement abgelehnt und gesagt, dass sowas nie für mich in Frage kommt.
Ich habe schon Kinder und für ihn sind sie das größte Problem. Am Anfang war er hin und hergerissen, ob er es akzeptieren kann, dass wir keine gemeinsamen Kinder haben werden. Dann kam hinzu, was passieren würde, wenn wir ein gemeinsames haben. Wie es dann mit der Erziehung wird und was mit dem Verhältnis zu meinen jetzigen Kindern, ob es dann zu Unterschieden kommt. Zudem war mein Ex-Mann sehr verärgert über die Trennung und hat unglaublich schlecht über ihn geredet und die Kinder leider auch dafür benutzt.
Ich dachte heute morgen, dass er sich nicht so eine Frau wie mich vorher gewünscht hat, aber in dem Moment am dringendsten gebraucht hat und so geht es mir mit ihm auch.
Er meint, dass er mit seinem Leben nicht glücklich ist und dadurch mich auch nicht glücklich machen kann. Ich habe ihn kennengelernt, da war er wirklich ein absolutes Häufchen Elend und unglaublich zerbrechlich. Es wird langsam besser und er ist auch seit längerer Zeit von den Tabletten weg, aber ich habe das Gefühl, dass immer wieder starke Phasen von absoluter Hoffnungslosigkeit und Orientierungslosigkeit durchbrechen.
Ich möchte nicht der Grund sein, dass er unglücklich ist, aber ich weiß nicht, ob es ihm ohne mich besser geht und ich denke das weiß er auch nicht. Und so hängen wir irgendwie fest.
Um so mehr ich über alles nachdenke, um so mehr weiß ich wie sehr er mich liebt und das macht mich einfach noch trauriger. Er möchte sich gerade distanzieren, damit es, nach seiner Aussage, nicht später noch schwerer wird und ich noch jemand finden kann, der mich glücklich machen kann. Aber ich habe wirklich kein Interesse an einer neuen Beziehung und ich weiß auch, dass er diese auch nicht sucht.