Leni_
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vermutlich werden hier die meisten sagen, dass es mal wieder eine klassische Affärenstory ist, aber mich würden mal Erfahrungen in ähnlichen Fällen interessieren, wie ich es erlebe.
Ich bin die AF, allerdings begann alles vor ca. 2 Jahren als Freundschaft aus einem Hobby heraus. Ich verstand mich auf anhieb super mit ihm und hatte auch mit seiner Frau Kontakt und war mehrfach bei beiden zuhause. Vor ca. 2 Jahren ist er Vater geworden. Auf Grund seiner Situation hielt ich immer emotionalen Abstand und war damals selbst noch in einer (schon bröckelnden Beziehung). Von Anfang an war offensichtlich, dass seine Ehe nicht gut lief. Er ordnete alles seinem Hobby unter, hatte wenig Zeit und Lust auf familiäre Pflichten. Wenn eingeladen wurde, unterhielt er stets die Gäste, ließ aber seine Frau links liegen und hat sie auch nicht gerade toll behandelt. Im Gegenzug hat sie auch immer schlecht über ihn geredet und ich nahm auch ihre Verzweiflung wahr, was die Ehe anging. Die beiden sind seit ihrer Jugend quasi zusammen, haben vieles durchgemacht - das bindet aneinander, auch wenn es offensichtlich mehr schlecht als recht lief.
Letztes Jahr trennte ich mich und zog aus. Mit der Zeit wurde der Kontakt zu ihm noch intensiver, bis wir irgendwann darüber redeten, dass wir Gefühle für einander haben und bereits in eine emotionale Affäre gerutscht sind. Er war komplett überfordert, konnte sich aber nicht direkt auf mich körperlich einlassen, weil er das alles bis dato nicht bewusst wahrgenommen hat. Allerdings war schon so eine Abhängihkeit von beiden Seiten da (wir hatten immer den ganzen Tag komplett Kontakt), dass wir nicht mehr einfach rausgekommen sind. Auch wenn ich noch vor einem Jahr dachte, dass es das beste sei, den Kontakt komplett abzubrechen.
Das Verhältnis wurde immer intensiver, wir hatten auch etwas miteinander und quasi das ganze Umfeld in unserem Hobbybereich wusste davon. Angertrunken erzählte auch lockerflockig, dass er mich liebt und eine Scheidung ja nur formell sei.
Seine Frau kannte mich ja und ihr blieb auch nicht verborgen, was zwischen uns lief, auch wenn sie bis heute nicht alles weiß. Wir verbrachten immer sehr viel Zeit miteinander und er machte ihr auch klar, dass er ohne mich leben kann. Nur sein Familienleben - das wollte er nicht aufgeben, bzw. "Zeit verstreichen" lassen, weil man so eine langjährige Beziehung ja nicht einfach aufgeben kann.
Für mich wurde es aber mit der Zeit immer unerträglicher. Zum einen sah ich, wie er leidete, wenn ich weiter mein Leben lebte und er nicht daran teilnehmen konnte (auch wenn ich ihm immer die Möglichkeit ließ), zum anderen waren für mich insbesondere Familienurlaube auf seiner Seite die blanke Hölle. Auch wenn er während der Zeit mit mir Kontakt hatte und ich weiß, dass er auch da viel Zeit allein verbracht hatte und lieber seinem Hobby nachging, war es für mich kaum zu verkraften, dass ich so etwas mit ihm nicht hatte.
War es ja früher noch möglich, "befreudnet" zu sein und auch gemeinsame Dinge zu unternehmen - auch mit der Familie (habe selbst 2 Kinder), wurde dies mit der Zeit immer mehr und mehr eingestampft.
Jetzt ist er mal wieder in einem Familienurlaub (wenigstens hat er mir rechtzeitig davon erzählt, vom Sommerurlaub erfuhr ich erst einen Tag vorher, weil er Angst vor meiner Reaktion hatte) und ich bin an einen Punkt gekommen, wo das Fass voll ist.
Habe ihm mitgeteilt, dass ich Abstand brauche.
Zwar auch, dass ich ihn liebe und er mir wichtig ist, aber insbesondere, dass ich so nicht weitermachen kann.
Die Situation ist verrückt, da seine Frau ja von mir weiß und die beiden nie wirklich einen Neuanfang gestartet haben oder an der Ehe großartig gearbeitet hätten. Offensichtlich ist die Ehe kaputt - jeder der die beiden sieht, hat es bisher bemerkt und waren "geschockt" wie die 2 miteinander umgehen. Aber ich bin und war nie so naiv zu denken, dass das ein Zeichen oder Grund für ein baldiges Ende ist. Zumal die beiden viele Jahre auf dem Buckel haben und sich vermutlich schon an diesen "toxischen" Umstand gewöhnt haben.
Er ist mir allerdings unglaublich wichtig und ich ziehe auch sehr viel heraus, dass wir vorher befreundet waren und mir diese freundschaftlichen Aktivitäten in hohem Maße fehlen. S* bekomme ich theoretisch überall her, aber einen besten Freund und Seelenpartner, mit dem ich so viel lachen und erleben kann. das kann und will ich nicht aufgeben.
Jetzt ist erst mal "Funkstille" und ich leide extrem und habe Panik, dass er sich nie wieder meldet oder mit mitteilt, dass er nicht bereit ist, irgendwas zu ändern.