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Erfahrungen mit Borderline?

SehWolf

SehWolf


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Warum nimmst Du den diesen neuen Aspiranten nicht einfach an die Hand am morgigen Sonntag Nachmittag? Du weißt doch nun recht gut über Dich bescheid...Pack doch Dein Glück einfach beim Schopf und sogut wie Du dich nun kennst...villeicht mit Deinem qualitativ hochwertigem Einfuhlungsvermögen...[/quote]

09.12.2017 17:36 • #76


E-Claire

E-Claire


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@SehWolf weil das so nict läuft. Weil jeder Aspirant (oder die meisten) entweder bis Sonntag nicht bleiben (zu nervig) oder ich sie nicht bleiben lasse (zu nervig)

Aber natürlich hast Du Recht, einfach machen.

Ich befürchte nur, entweder steht man sich selbst im Weg (also ich) oder die anderen.

Noch mal, nicht erwachsenes nicht selbst ausgesuchtes Borderline, ist völlig be.scheuert.
Man selbst kann nur versuchen Vernatwortung dafür zu übernehmen, dann geht man auch manchmal hin und nimmt jemanden am Sonntag an die Hand.

Das Ding ist nur, wer will denn das schon. Die meisten sind so völlig mit sich selbst beschäftigt, daß sie Mangelware nicht cool finden. Egal, ob man sich selbst mittlerweile einfach nur als Liebhaberstück klassifiziert.

Die meisten suchen, Aufwertung durch andere. Das ist nachvollziehbar.
Ein ja. ja eh, wird zumeist nicht gut ankommen. Vorallem dann nicht, wenn der eigene Phänptyp plus die eigene Präferenz etwas anderes wollen.

09.12.2017 17:52 • x 1 #77



Erfahrungen mit Borderline?

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Butterkrümel

Butterkrümel


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Wow, dein Beitrag hat mich sehr berührt, liebe @e-claire.

Auch wenn du es vielleicht selbst nicht so siehst, ich finde, du bist eine unglaublich starke Frau. Klar kannst du nur dein bestes versuchen aber wenn gerade du, nach deinen Erfahrungen, sagen würdest, du kannst nicht mehr und hast keine Hoffnung mehr, wer könnte das nicht verstehen. Und doch tust du es nicht sondern gestaltest dein Leben so positiv, wie es eben geht.

Ich finde das sehr mutig und stark. Ich wünsche dir von Herzen, dass es für dich aufwärts geht. Von ganzem Herzen.

09.12.2017 17:58 • x 2 #78


SehWolf

SehWolf


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@E-Claire

Das klingt als wärest Du noch in einer Krise.
Die Qualitäten eines Borderliner liegen in der *Kürze der Würze*
Dein Vorteil liegt doch darin das Du Schneller als alle anderen Vor-und Nachteile in Menschen entdecken kannst.
Nervt da was, ist es eh nicht der richtige...Also nur ein Sonntag verhauen ohne Konsequenz.

Bist Du Deiner Positiven *Art* Deiner Krankheit eigentlich bewusst und was Du erreichen kannst wenn Du Dich kennst?

09.12.2017 18:11 • #79


poller


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Woran es sch immer stößt ist das jeder Geschädigter "Borderliner-Gefühlswelten" an seiner eigenen erlebten Emotionalität misst. Das geht nicht. Es sind verschiedene Sprachen. Unverständnis verursacht Aggression. Jeder ist am Ende geschädigt. Wo ist der Maßstab für das größere Leid? Gibt es das? So pendeln wir hin und her in der Argumentation.

09.12.2017 18:11 • #80


SehWolf

SehWolf


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Zitat von poller:
Woran es sch immer stößt ist das jeder Borderliner Gefühlswelten an seiner eigenen erlebten Emotionalität misst. Das geht nicht. Es sind verschiedene Sprachen. Unverständnis verursacht Aggression. Jeder ist am Ende geschädigt. Wo ist der Maßstab für das größere Leid? Gibt es das? So pendeln wir hin und her in der Argumentation.


Das ja nu Quark...

09.12.2017 18:13 • #81


E-Claire

E-Claire


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@Butterkrümel die Tränen rollen, wie schon lange nicht mehr

Das Thema berührt.
Jedenfalls mich, sonst hätte ich den Klapperschlangebeitrag nicht schreiben kkönnen.

Schau, ich bin nicht stark, ich bin TROTZIG. Aus einem pseudo-guten Sinn heraus. Die Borderlinerin in meinem Leben hat mir beigebracht, daß Konventionen nett sind, aber auch nur bedingt sinnvoll.
Ihre Methoden waren fragwürdig, ihre Gründe selten sinnvoll. Und nein, sie hat mich nicht Kind sein lassen. Dennoch hat sie deshalb weniger Recht?
Bedeutet das, daß sie als einzige schuld ist?

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Macht', halt bitte kein Kind zum Schiedsrichter.

Aber ja, ich bin voller Trotz und voller Mitgefühl.

Und liebe @Butterkrümel auch für die Eltern!
Laß uns gemeinsamen Grund/Boden finden, es ist nachvollziehbar voller Unmut, Hass zu sein, wenn Du ein (Ex-)Partner bist, es ist einfach nur Hölle;
wenn Du Angehörige bist, egal ob Eltern oder Kind, ist es so unendlich traurig.

Es gibt diesen Moment, in dem sich Eltern gefallen lassen müssen, daß es ein traumatisches Ereignis war, was BL ausgelöst hat, manchmal hat einer von beiden Elternteilen womöglich Verantwortung. Manchmal eben auch nicht.

Und dann leiden alle. die Eltern, die Kindern, die Partner und insbesondere auch die Betroffenen. Nochmal aber, als Kind, ich darf/kann bestimmte Entscheidungen nur bedingt treffen, das ist unsagbar traurig.

Und glaub mir, ich wünschte mir jeden Tag, daß es anders wäre. Ich habe jeden einzelen Tag mit den Konsequenzen zu kämpfen. Jeden. einzelnen. Tag.

Natürlich wünschte ich mir, daß dies anders wäre.

Es ist nur so, wenn ich dafür andere Leute verantwortlich mache, dann bin ich genauso wie die, denen ich ich vorwerfe keine Verantwortung zu übernehmen.
Und wenn ich an meine Grenzen komme, dann muß ich irgendwie damit lernen, zu leben.

Weißt Du Liebes, ich danke Dir für Dein Mitgefühl.

Wenn ich mir nur eins wünschen dürfte, dann nicht, daß es so ur hart wäre, da raus zu kommen.

Ich werd in 10 oder 15 Jahren vermutlich (statistisch und genetisch) sterben und das einzige, was ich ändern kann, ist nicht so unglücklich zu sterben wie sie.

Warum? Weil im Borderline, alle Opfer sind.

Weil Borderline, einem beibringt, was nicht zu ändern ist. Weil wenn Du Kind bist, Du automatisch "falsche" Verhaltensweisen lernst. Die gepaart mit genetischer Disposition und dann kannst Du hinterher Verantwortung übernehmen wie Du willst, aber der Weg ist vorgezeichnet.

Pfff, so what.
Die haben mir als Kind nicht geholfen, weil sie eben auch nur Opfer waren, warum sollten die mir jetzt helfen.

Das ist tragisch. Ja, sehr.

Aber nö, ich bin nach wie vor ur traurig, daß ich Opfer von denen war, aber genauso wenig bin ich Opfer im generellen Sinn. Dann krieg ich es halt nicht hin, mit Beziehungen, tun andere auch nicht aus anderen Gründen so what.

Deshalb höre ich nicht auf an Regenbogen, Begenungen und den einen zu glauben.

Warum nicht?
Nicht weil die dann gewonnen haben, sondern weil ich mich weigere daran zu glauben, daß irgendjemand in der Lage ist, außerhalb der Menschen die mich lieben, die sich in mich verlieben, irgendein ein Recht zu haben, zu definieren, wer ich hin.

Hallo Einhorn. Hallo Regenbogen.

Da bleibe ich trotzig. Und das hat mir eine Borderlinerin beigebracht. Von der ich mir wünschte, daß sie nicht vorgibt, wie mein Leben auszuschauen hat, aber so ist das mit Kindern.

Wie viel Wahl haben wir genau?

Tja.

09.12.2017 18:48 • x 2 #82


E-Claire

E-Claire


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@SehWolf
Zitat von SehWolf:
Das klingt als wärest Du noch in einer Krise.

Sehr lieb, aber nö.

die Krise ist irgenetwas zwischen 10 und 20 Jahre her.

Die Konsequezen allerdings, die trägt man dann halt ein Leben lang.

Noch mal: alle sind Opfer.

Und niemand ist schuld!

09.12.2017 19:06 • x 1 #83


SehWolf

SehWolf


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[quote="E-Claire"

Noch mal: alle sind Opfer.

Und niemand ist schuld![/quote]

Wie wärs mit:

Alle sind Sieger.

und es gibt keine Schuld?

09.12.2017 19:15 • x 2 #84


E-Claire

E-Claire


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So, und bei allen Beteiligten.

Danke es ist und bleibt an-und berührend, aber das ist ein Trennungsforum und kein Forum mew, blöde Kindheit.

Heißt nicht, daß ich es nicht total berüherend finde, gibt ja nen Grund, warum ich hier bin, aber es wird Zeit zum Thema zurück zu finden.

Ein Partner mit BL ist total schwierig.

Stimmt.

in diesem Sinne, sei die Arena als Neues eröffnet:

09.12.2017 19:27 • x 1 #85


Tempi


Zitate @E-Claire
Ohne stabiles Selbst kann man keine Grenzen ziehen, dadurch fehlt Bewußtsein und Erfahrung von eigenen Grenzen, sowie im zweiten Schritt Grenzen anderer. Das läßt sie dann (auch) zu Tätern werden.

Aber aufgrund ihres zersplitterten Selbst, aufgrund ihrer Überlebensstrategien und aufgrund ihrer extremen Gefühlsamplitude sind Borderliner eben auch die ideale Projektionsfläche und werden dementsprechend schnell insbesondere in Partnerschaften instrumentalisiert.

Sie werden erneut Opfer. Von Narzissten, die den ewigen Fan brauchen. Von Helfern, die Aufwertung und Ausgleich eigener Unsicherheit, in der Utopie der einzige Verständnisvolle zu sein, suchen.


10.12.2017 19:22 • x 1 #86



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