Yoffi
Mitglied
- Beiträge:
- 2246
- Danke erhalten:
- 7967
- Mitglied seit:
Zitat von Mann1989:Ich beobachtete vor Allem in diesen Gruppen, dass man durch diabolisieren des Expartners und der genannten PS dazu neigt, sich selbst auf eine ungesunde Art und Weise zu bemitleiden und sich zu sehr in die Opferrolle zu begeben.
Du redest von Opferrolle, was per se erstmal abwertend ist. Und vielleicht ist das auch das, was dich hat handlungsunfähig werden lassen.
OpferROLLE, ist aber nicht das selbe, wie Opfer. Anzuerkennen, dass man Opfer ist, ist extrem schmerzhaft. Denn es entzieht einem die vermeintliche Kontrolle über die Situation. Es löst Schamgefühle aus. Es tut weh, zerstört es doch die Illusion der vergangenen Beziehung.
OpferROLLE mag einem nicht helfen und einen festhalten.
Anzuerkennen, dass man ein Opfer ist/war, hilft einem hingegen die Situation richtig einzuschätzen.
Opfer von Narzissmus haben Jahre gelernt, es wurde ihnen meist von ersten Date an, eingetrichtert, dass sie Schuld sind an der Situation. Dass sie besser werden müssen,nimmer tun, tun, tun und nie genug sind.
Anzuerkennen, dass Täterverhalten ist, dass man nie eine Chance hatte, dass man gut ist, wie man ist, und dass das jedem passieren könnte, unabhängig von der Kindheit, hilft einem bei der Verarbeitung. Die natürlich trotzdem dauert. Und in dieser Zeit darf man sich auch mal bemitleiden. Und um sich weinen. Und sich selbst trösten und trösten lassen.
Denn man ist Opfer. Von einer perfiden Technik, die dazu genutzt wurde mich ganz strategisch zum Opfer zu machen. Egal wie klug ich bin, egal wie gut ich innerlich aufgestellt bin und mich in meinem Zen befinde. Die Methode dient dazu meine Lücke zu finden, diese zu nutzen und mich Stück für Stück klein zu machen.