Alpträumchen
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Zitat von Nalf:Erzähl dem Anwalt zunächst, dass Du Deinem Mann mental unterlegen bist und deshalb vor 10 Jahren schwanger mit dem ersten Kind ihn geheiratet hast und in eine "traditionelle" Rollenverteilung gegangen bist, ohne je Zugriff auf oder Aufteilung seiner Einkünfte zu haben. Hier musst Du aktuell nicht in Details gehen, es sei denn, der Anwalt fragt danach.
Dann erzählst Du, dass Dein Mann Dir vor einem Jahr untreu war und seitdem kein Vertrauensverhältnis mehr hergestellt wurde und dass Dein Mann das Geld, das er Dir für Dich und die Kinder gibts bzw. die Ausgaben, die er für Dich und die Kinder übernimmt, nach Laune und Wohlgefallen steuert.
Dass er nun auf einem nachträglichen Ehevertrag, der seine Pflichten bei Trennung und Scheidung stark reduziert, besteht, um die Ehe fortzuführen. Dass Du aber davon ausgehst, dass er sich ohnehin trennen möchte, nur eben ohne Zugewinnausgleich, Rentenausgleich und Unterhaltszählungen leisten zu müssen.
Dass auch Du die Trennung möchtest, allerdings natürlich mit den Dir zustehenden Rechten aus der Ehe.
Und dass Dein Mann nun die Unterschrift unter nachteilige Eheverträge erpressen will, indem er die Wohnung verlässt, ohne Geld für die Familie da zu lassen.
Und dass deswegen Deine Fragen lauten:
1. Kann Dein Mann gerichtlich verpflichtet werden, innerhalb der Ehe Dir und den Kindern Unterhalt zu leisten, Haushaltsgeld zu geben? Und wenn ja, wie hoch wäre dieser Anspruch?
2. Wie hoch wäre der Anspruch auf Trennungsunterhalt für Dich und die Kinder, wenn Du jetzt schriftlich die Trennung erklärst?
3. Würde bei einer Trennung die Wohnung Dir zugewiesen werden und wer muss dann die Miete und Nebenkosten bezahlen?
4. Wie hoch ist der nacheheliche Unterhalt, der Dir nach 4 Jahren Elternzeit und 6 Jahren Teilzeitarbeit zusteht? Wie hoch ist der Kindesunterhalt bei einem Residenzmodell? Und muss Dein Mann Dich dann aus der während der Ehe geschaffenen Selbständigkeit/Firma ausbezahlen, auch wenn deren Wert vor allem in der Gewinnerwartung der nächsten Jahre besteht, nachdem während der Ehe das Geschäft eingerichtet wurde?
5. Welches Umgangsmodell sollte dem Ehemann bezüglich der Kinder angeboten werden?
6. Welche Schutzmöglichkeiten gibt es (z.B. Näherungsverbot, Umgang übers Jugendamt) für den Fall, dass der Ehemann auf die Trennung mit Schädigungsabsicht reagiert.
7. Was kostet die anwaltliche und gerichtliche Umsetzung dieser Ansprüche und gibt es aufgrund geringer Rücklagen ein Stundungsmodell?
Ich danke dir 😍
Das hilft mir sehr!