Zitat von Mann1989: Man bekommt bei Dir den Eindruck, grundsätzlich ist die Frau arm und der Mann böse.
Ne. Man bekommt diesen Eindruck ganz sicher nicht, wenn man mich in der Gänze, auch in anderen Strängen liest. Mann vielleicht, wenn er halt selektiv liest und wahrnimmt.
Zitat von Mann1989: Das Problem hierbei ist vermutlich die Ungleichbehandlung der Geschlechter bei der Rechtssprechung, denn da ist der Mann gegenüber der Frau im Nachteil.
Das ist faktisch falsch. Wenn du dich mal mit den Urteilen der letzten Jahre befassen würdest, wüsstest du das auch. Deine Wahrnehmung entspricht nicht den Tatsachen.
Zitat von Mann1989: Kommt es hart auf hart, dann bekommt die Frau die Kinder und der Mann darf zahlen.
Das ist so, ja. Und warum ist das so? Weil das Patriarchat immer noch eine Benachteiligung von Frauen hat, was damit anfängt, dass sie schlechter verdienen, sich in bestimmten Branchen, die besser bezahlt werden, schlechter etablieren können, und sie unter anderem aufgrund dieser finanziellen Nachteile immer noch diejenigen sind, die die Kinderbetreuung und Care-Arbeit übernehmen müssen, dadurch eine stärkere Bindung zum Kind haben, oft in Teilzeit arbeiten und deshalb die Kinder zugesprochen bekommen. Wenn Männer das ändern wollen, sollten sie anfangen die Elternzeit zu übernehmen, die finanziellen Einbußen hinzunehmen und der gebundenere Part zu sein.
Zitat von Mann1989: Falls Du mir jetzt unterstellst, damit Gewalt rechtfertigen zu wollen, NEIN, das tue ich keineswegs.
Habe ich nie. Wo liest du das?
Zitat von Mann1989: Stellst Du jetzt alle Männer aufgrund der physischen Überlegenheit unter Generalverdacht?
Habe ich ebenfalls nicht. Diese Annahme existiert nur in deinem Hirn und ist reine Projektion.
Zitat von Mann1989: Ich sehe auch noch immer nicht, wo eine Frau heute weniger Rechte hat als ein Mann?
Dann informiere dich bitte. Und hör halt auf zu widersprechen, wenn Menschen dich aufklären wollen. Es gibt tolle Bücher zu dem Thema, aufklärende Kanäle an allen Ecken und Enden, Menschen, die informiert sind und informieren. Du verweigerst aber leider die Annahme dieser Fakten, weil sie deinem Weltbild nicht entsprechen. Da kann man dir noch so viele Fakten präsentieren.
Zitat von Mann1989: Und auch die Statistik Femizide (ich finde schrecklich, dass eine Person einer anderen Person das Leben nimmt). Wieso muss es dafür einen Begriff geben?
Weil diese Morde eben nicht mit anderen Morden übereinstimmen, sondern Geschlechtsabhängig und Machtabhängig stattfinden. Auch wenn dein Weltbild das negiert.
Zitat von Mann1989: Können wir uns nicht einfach darauf verständigen, dass wir friedliebenden Menschen uns geschlossen gegen jegliche Form von Gewalt einsetzen? Das Gewalt egal von wem gegen egal wen einfach abscheulich ist? Ich fänds wünschenswert und würde uns als Gesellschaft sicherlich voran bringen.
Schön wäre das. Aber so lange eine Frau nicht abends durch einen Park gehen kann ohne Angst zu haben, während Männer darüber nicht nachdenken müssen, wird das nicht möglich sein. Erst recht nicht, wenn Männer diese Punkte immer und immer wieder negieren und ignorieren.
Zitat von Mann1989: Also wenn ich die Threads vergleiche, über die wir sprachen (schrieben), kannst Du mir konkret die Unterschiede nennen, ausser, dass bei einem Thread TE männlich und beim anderen TE weiblich ist?
Ich lese den anderen Strang komplett anders als du, möchte ihm hier aber nicht zu sehr thematisieren. Nur soviel: 1. Es gitb kein finanzielles Machtgefälle, was einen ausschlaggebenden Punkt in Gewalt gegen Frauen darstellen kann und die Lösung aus so einer Beziehung erschwert.
2. Darüber hinaus hat eine Trennung mehr oder weniger stattgefunden, die toxische Beziehung konnte also aufgelöst werden.
3. Es gibt keine Kinder in der Beziehung, was auch die Dynamik verändert. Auch war die Beziehung nicht ansatzweise so lang.
4. Die destruktivität geht meiner Meinung nach in dem anderen Strang von beiden Seiten aus. So wie es auf Seite 1 stand wurde die Therapie zudem angefangen, weil er sich zunehmend gereizt (was ich als aggressiv übersetzt habe) gezeigt hat.
Summa summarum: ich sehe hier eine toxische Beziehung. Ja. Ich sehe auch ein Kleinmachen und zufügen von Schmerzen. Ich finde das nicht gut. Keinesfalls.
Das Machtgefälle, und sorry, aber an diesem Punkt sind wir halt bei Geschlechtern, welches wir in diesem Strang sehen, besteht aber aus diversen Gründen nicht. Die Trennung birgt keine Lebensgefahr. Wir haben keine jahrelange Manipulation, keine Abhängigkeit, keine Kinder die im Spiel sind. Die psychische Gewalt bewerte ich in diesem Strang höher, die Einordnung läuft bei mir unter häuslicher Gewalt, was in dem anderen Strang so aus meiner Sicht auf den ersten Blick nicht gegeben war.
Du kannst diese Bewertung halt kaum fällen ohne die patriarchalen Strukturen dahinter zu verstehen.