Zitat von Sternenfischerin:Wo soll die Liebe hin, wenn sie nicht sein darf?
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Ja, ich weiß...zu mir selbst.
Aber wohin mit diesem Gefühl, umarmen und berühren zu wollen?
Festgehalten zu werden? Wo sich geborgen fühlen, wenn die Geborgenheit plötzlich weg ist?
Moin Sternenfischerin,
mit dieser Sehnsucht ansich ist absolut alles in Ordnung.
Ist eine Entdeckung, dass diese in dir schlummerte, bzw. dass du so Zweisamkeit genießen kannst.
Genussfähig bist. Liebesfähig bist.
Alles gut damit.
Ich würde da jetzt auch nicht zuviel hinein geheimnissen, warum man sich in einen Göttergatten verliebt.
Verlieben kann passieren bei einem Menschen, der viele Eigenschaften vereint, die als attraktiv empfunden werden. Geruch, Stimme, Humor, sicherer Stand im Leben.
Es darf nur nie passieren bei einem verheirateten Mann. Mit so einem kann man bestenfalls "spielen".
Ist man keine abgebrühte Playerin (es zeichnet dich aus, gefühlswarm und im Grunde wählerisch bei der Partnerwahl zu sein), dann muss man sehr frühzeitig einen Bogen drum machen, wenn es allzu vertraulich und zweisam wird.
Ist ein No go, egal unter welchen Umständen. Das habe ich auch hart lernen müssen.
Die ersten Wochen sind schier zum Abdrehen. Operation "rostiger Nagel ziehen am offenen Herzen". Völlig widernatürlich, wenn man frisch verliebt ist.
Nur unabdingbar, weil die natürliche Gesetzmäßigkeit der Partnerwahl im Vorfeld verletzt wurde.
Was suche ich?
Einen Mann, der mir so zuverlässig und verbindlich begegnet, wie ich ihm. Der zu mir steht in Worten UND Taten.
Der mir nicht nur ein paar gestohlene Stunden mit Gefühlspush "bietet", sondern _richtige_ Geborgenheit.
Die Distanzierung gelingt nur über Nullkontakt, war bei mir so, hast du auch schon bewiesen, wie tief du nochmal reingerasselt bist, ist meistens so.
Und "dein" Affärenmann drückt bei dir die richtigen Knöpfe, gleichzeitig hohe gegenseitige Anziehungskraft.
Das ist eine Kombination, die zum psychischen Leiden ohne Ende führt.
Die Erinnerung an die schönen Stunden wird verblassen, Sternenfischerin. Das ist ganz sicher so.
Wenn du dir Zeit zum Heilen gönnst.
Keine Diskussionen mehr mit der Type. Ende vom Selbstbeschiss.
Niemand sagt, du sollst/wirst dich in den nächsten verlieben können innerhalb kurzer Zeit.
Ob du dich jedoch als Frau gesehen fühlst, darauf hast du massiven Einfluss -unabhängig von ihm. Pflege deine Weiblichkeit und übe übe übe Männer anflirten/ zurück flirten.
Das macht dich für alle Zukunft unabhängiger von "dem einen" Mann, egal wer kommt.
(In den nächsten Wochen, wenn der erste grosse Tränenstrom langsam versiegt).
Gönn dir Heultage, von Herzen, zwischendrin. Selbstmitleid, gönn dir! Krümel dich in Schlenzerklamotten zusammen, wimmer, was das Zeug hält. Gönn dir immer wieder Freunde/Wellness/schönes Essen/Natur/Kultur. Trauerzeit dauert eine ganze Weile, braucht Ruhe (vor ihm) und Energie.
Schreiben ist eine gute Lösungsstrategie von dir, finde ich. Dinge, die der Eigenpflege dienen, sind noch wichtiger.
Du kannst doch gut pflegen, jetzt bist du dran, es dir gut gehen zu lassen, wie das einem schwer getroffenen Menschen zusteht.
Sollten die Symptome einer Depression überhand nehmen, besprich dich mit deiner Thera über ggf. zeitweise medikmentöse Unterstützung.
Du hast die große Chance, viel stärker aus dieser Krise heraus zu gehen, als du vorher im Dornröschenschlaf warst.
Zu den Fuba-Terminen, so wie Karenberg sagt. Höflich Hallo und dann stehen lassen. Flirte mit dem Bierverkäufer. Sabbel laute Kommentare über Spieler/Schiedsrichter etc., steigt irgendein Mann (mit Ausnahme von...) darauf ein, strahl ihn an.
Deine innere Stärke und deine weibliche Würde wohnen in dir. Es scheint dir nur so, als wäre beides gerade im Mittelmeer auf einem Kreuzfahrtschiff verschwunden. Blödsinn.
Wenn du dieses Spiel, bei dem du dich selbst nur ruinieren kannst, komplett einstellst, kannst du das in dir entdecken.
Das wirst du ausstrahlen und dadurch wird sich alles verändern. Ganz ganz sicher ist das so.
Kopf hoch, ich drück dich