Helgehe
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Zitat von Pinie:Keine Frau trennt sich für einen anderen Mann, der sich 1 Jahr ( ! ) ohne 6 von ihr hinhalten lässt. Mit guten Worten und ab und an darf er ihr dann die Füße massieren, oder wie?
Ich pauschalisiere weiter: Ein Mann, der das passiv in einer Warteposition ausharrend eine ungebundene Frau mit sich machen lässt, der wird auch für diese nur der berühmte Notnagel mit der Bohrmaschine. Aber kein Partner für's Bett oder gar für ernsthafte Zukunftspläne.
Insofern blieb deine Frau an deiner Seite, weil der Typ -mit Verlaub- ein echter Waschlappen ist. Ich schreib's so flapsig, weil er hier ja nicht mitliest.
Ganz so war es ja nicht - ich schrieb von 'richtigem' 6.
6uelle Höhepunkte hatten sich schon beide 'besorgt' (muss ich jetzt ja wohl nicht weiter erklären?) und es war eben auch eine große emotionale Nähe entstanden.
Frauen wollen bewundert werden, hören/spüren, dass sie einzigartig und was ganz Besonderes sind (Männer auch, klar).
Er betitelte sie als Engel in seinen SMS.
Sowas wird in einer langen Ehe eben nicht mehr so zelebriert, passiert wohl eher in der frischverliebt-Phase.
Wenn man lange verheiratet ist, alle Probleme gemeinsam gemeistert hat die ganzen Jahre, kann man ja davon ausgehen (ich damals zumindest), dass alles gut ist und die Frau weiss, was sie an einem hat.
Ich empfang ja auch keine Lobdudelei, wenn ich handwerklich was für uns geschafft hatte - war eben mein Part!
Genau so sah ich es, wenn meine Frau was für uns machte, z.B. lecker Essen, . .
Ihr fehlte eben z.B. die Bewunderung.
Erschwerend kam hinzu, dass sie Oma (ich ja auch Opa) geworden ist, sie irgendwie die Sorge hatte: war es das jetzt, bin ich schon so alt, . .
Gedanken, die sich Männer wohl eher seltener machen.
Meine erste Befürchtung, dass sie sich darauf einliess, weil ich ihr einziger 6-Partner bis dahin war, war nicht der Grund.
Sie fühlte sich eben ungeliebt von mir, weil ich doch oft rumnörgelte wegen Ordnung im Haushalt, zu wenig 6, . .
Von daher kann ich sie schon verstehen, wenn in diesem Lebensabschnitt ihr optischer Traumtyp in ihr Leben tritt (neuer Arbeitskollege) und sie umsäuselt.
Von Anfang an hatte sie rumgeflirtet, weil es ihr eben gut tat.
Als es 'brenzlich' wurde, hatte sie einer gemeinsame Freundin von uns erzählt, dass ihr ein Arbeitskollege 'schöne Augen' macht. Die war der Meinung, dass meine Frau nicht bis zum Äußerstem geht und hat ihr zugeraten. Flirten tut einem ja gut.
Unserer großen Tochter machte sie auch Andeutungen. Die sagte: Mama, mach bloß keinen schei.! Ihre Mutter: Nein, mache ich nicht.
Und ob der Typ ein Waschlappen war, weiss ich nicht - wohl eher nicht.
Im Gegensatz zu den meisten Männern hatte er mit seiner langjährigen Freundin (war aber wohl auch keine wirkliche Liebe seinerseits, sie hatte ihn nur bei sich aufgenommen, als er neu war in der Stadt - es hat sich so ergeben eben) die Trennung schon geplant und ihren Auszug.
Für ihn war meine Frau schon die große Liebe, was ich im Nachhinein auch verstehen kann.
Seine Freundin optisch nicht so der Brüller und seit Jahren Hartz4.
Er konnte sich also nur verbessern, aus seiner Sicht. Frau mit eigenem Haus, mit Lohn, sehr hübsch, .
Was die Entscheidung meiner Frau für mich erschwerte, war ihr Wissen darum, dass er schonmal einen Suizidversuch gestartet hatte, als er abgewiesen wurde in ähnlicher Situation.
Er hatte auch die Fäden gezogen, wann und wo man sich treffen könnte - hatte ja Erfahrung damit.
Meistens in ihrem Auto, damit seine Freundin keine fremden Haare entdeckt in ihrem.
Anfangs in ihrem Getränkemarkt, wo er Lieferant war. Da hatte aber der genmeinsame Arbeitgeber irgendwie Wind davon bekommen und dem andere Touren verpasst!
Da wurde eben die Lösung Auto gefunden - er kannte sich ja aus.
Und wenn ich heute darauf zurückblicke: erschreckend!
Ich konnte nicht's mitbekommen, war immer während meiner Spätschichten - erst, als sie auch vor meinen Nachtschichten, wo ich in ihrer Garage neuen Beton gemacht hatte, später kam, hatte ich ein ungutes Gefühl.
Aber egal nun. Ich habe für mich erkannt, dass man eben einen Menschen so annehmen/lieben muss, wie er eben ist.
Konnte ich früher nicht, dachte, ich kann sie so formen, wie ich sie gerne hätte.
Ich nörgele heute viel seltener - und wenn, sehen wir es beide viel lockerer, als damals!
Keine Ahnung, warum ich sie damals nicht so lieben konnte, wie sie eben ist.
Vermutlich, weil ich ein Perfektionist bin (sicher auch nicht einfach deswegen) und sie eben anders.
Wir akzeptieren uns heute so, wie wir sind - was eigentlich von Anfang an hätte so sein sollen - für eine gute Beziehung!
Alle Probleme sind vom Tisch, alles wurde besser - mit viel Geduld und Schmerz!
