Maanuu
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Wow. Ich sitze gerade an meinem Kaffee und freue mich über eure so Antworten und Gedanken! Wie sehr ich mich darin wiedererkannt habe, war echt gruselig.
So wie ihr eure Beziehungen beschreibt, genau so, und damit meine ich GENAU SO, war meine Beziehung.
Zitat von nova:Ich glaube wir sind harmoniebedürftig, setzen zu wenig eigene Grenzen, lassen zu viel mit uns machen (auch wenn uns das selber gar nicht stört)
Ja. Ich hasse es, meine Bedürfnisse über die von anderen zu Stellen. So gebe ich meistens einfach nach, weil ich weiß, dass es mir nichts ausmacht. Besonders bei Menschen, die mir wichtig sind, komme ich für mich meistens erst an zweiter Stelle. So wartete ich einmal 3 Stunden auf meine Freundin, obwohl ich bereits ins Wochenende hätte fahren können, nur um mich zu verabschieden, weil ich es einfach so wollte. Oder überraschte sie eines Morgens mal mit Pfannkuchen und Blumen. Einfach so, weil ich es geliebt habe zu sehen, wie sie sich freut. Und ich verlangte keine Gegenaktion. Ich wollte das einfach machen. Ganz Zwanglos. Und wenn ich so drüber nachdenke, gab es noch so Sachen. Immer mal wieder so Kleinigkeiten. Natürlich kam auch von ihr was. Sie kochte für mich manchmal am Abend, wenn ich spät vom Training zurück kam. Oder kaufe Kaffee für mich in der Pause. Eine "gesunde" Beziehung würde ich es beschreiben. Sie war halt meistens die, die dann Treffen vorschlug. Ob wir am Nachmittag spazieren gehen wollen. Ob ich am Wochenende mit zu ihr fahren will, weil da Valentinstag ist.
Was sie nur oft störte war, dass meistens nie ich es war, der sie fragte, ob sie heute bei mir schlafen wollen würde. Es war immer mein Zimmerkollege, der sie fragte ( Er ist seeeehr extrovertiert , schwer hier zu erklären ) . Ich sagte ihr dann, dass ich sie natürlich auch gefragt hätte. Nur es kam nie dazu, weil er mir diese Frage immer weggenommen hat. Naja. Andere Geschichte jetzt.
Zusammengefasst : Ich habe tatsächlich immer versucht, mich Best möglich anzupassen. Nicht überall, aber bei Sachen, die mir einfach egal waren, habe ich versucht, einfach zu harmonieren. Diskussionen (über völlig banale Dinge) oder kleinere Streitereien gingen seltenst von mir aus. Soweit ich mich erinnern kann, sogar nie.
Sie hatte oft Stimmungsschwankungen, das wusste sie auch. Und hat sich auch oft dafür entschuldigt.
Zitat von Jonas95:Aber mal eine allgemeine Frage, sind wir vielleicht einfach zu liebe und verständnisvolle Persönlichkeiten?
Ich denke, JA. Wir sind so. Aber sehe das als keinen schlechten Charakterzug an. Ich will halt kein Streit. Ich bin viel zu glücklich für Streit. Ich bin ein Freund des Kompromisses und keiner der sich Zwangshaft auf seine Seite stellt und sich nicht verändern möchte. Solche Leute kenne ich zu genügend. Man sollte sich denke ich nicht alles gefallen lassen. Überhaupt nicht. Aber Kompromisse lassen sich immer finden. Meinstens sind es halt Leute wie wir, die diese dann eingehen, weil es uns nichts ausmacht.
Zitat von Jonas95:Und ich denke die Sache mit der Wochenendbeziehung ist einfach nur ein Grund von ihr gewesen, denn wahre Liebe kennt keine Grenzen und man kann eigentlich alles schaffen, wenn man es auch will.
Ja, das denke ich auch immer mehr. Ich habe ihr mehrmals deutlich gesagt, dass wenn wir beide das wollen, dann schaffen wir das auch. Und sie wusste das auch. Da kommen dann natürlich Gedanken auf: " Hat sie mich denn überhaupt richtig geliebt?" Naja, gegen Ende hin anscheinend nicht mehr.
Zitat von Jonas95:Und natürlich wünscht sich eine Frau einen richtigen Mann, doch muss man vielleicht erst zu einem werden?
Wie würdest du denn einen richtigen Mann beschreiben?
Siehst du dich denn als keinen richtigen Mann?
Ich denke der Fehler liegt hier im Wort "Richtig". Wenn wir nach früherer Definition gehen, ist für mich ein richtiger Mann, der mit Pfeil und Speer Mamuts und Säbelzahntiger gejagt hat und dabei ein Bein verloren hat. Ich hingegen heule fast rum, wenn ich Kaffeeflecken auf meinem neuen weißen T-Shirt habe
Ich denke man kann nie von richtigen Männern sprechen. Jeder hat andere Charakterzüge, jeder eine andere Persönlichkeit. Und das finde ich auch gut so. So muss jede Frau für sich entscheiden: "Was möchte ich denn überhaupt?"
Und wie du schon sagst, entscheiden sie sich leider oftmals für A.Löcher. Und merken dann nach ner Weile, dass sie betrogen werden, weil er seine Hose zwei Nummern zu weit trägt. Es ist also auch nicht das, was sie wollen.
Dieses A.Loch, war dann also auch kein "richtiger Mann", oder?
Ich kann nicht sagen, was ein richtiger Mann darstellt. Aber ich kann sagen, dass ich ein richtiger Mann bin. Ich weiß nur noch nicht für wen.
Zitat:Wir müssen uns selbst lieben lernen.
Ja. Und das ist wichtig. Nur es ist unglaublich schwer, sich selbst zwar zu lieben, man aber vergebens auf Liebe anderer "wartet". Das denken ist totaler Schwachsinn. Ich weiß. Aber wenn man sein Leben lang alleine war, dann jemanden gefunden hat, den anderen Liebt, will das er Glücklich ist, dann daran alles doch wieder zerbricht und man am Ende wieder alleine da sitzt. Hier kann man wahrscheinlich von Verlustängsten reden. Ich weiß es nicht. Das waren nur meine Gedanken dazu..