Deejay
Gast
Zitat von Fortness:jeder kann den jahrelangen Betrug der Mutter auch vorhalten.
Von welchem "jahrelangen Betrug" ist hier die Rede?
Zitat von Heavydreamy:Jahrelanger Hass in sich kann auch selber kaputt machen.
Es ist ein selbstgewähltes Gefängnis, sein Leben damit zuzubringen, in einem anderen Menschen den Grund für jahrelangen, vielleicht gar lebenslangen Groll zu sehen. Jeder Mensch kann vom rechten Wege abkommen, auch man selbst, das geht manchmal schneller, als so manch einer denkt. Und wenn man das weiß, dann tut man sich auch mit der Vergebung leichter. Es ist in meinen Augen ein zentrales Lernthema im Leben eines erwachsenen Menschen, nicht umsonst steht es schon anderswo geschrieben:
Vergebt, so wird euch vergeben.
Wenn die Reue aufrichtig ist, und das sehe ich bei den Beschreibungen der TE, dann ist es meiner Meinung nach ein Gewinn für alle, wenn in der Familie Vergebung stattfindet.
Zitat von Heavydreamy:Ich hoffe, ihr Sohn wird irgendwann dann doch verzeihen können, um einfach Seelenfrieden für sich dann auch zu haben.
Ja, sehe ich genauso. Es ist niemandem, auch nicht dem Sohn geholfen, auf immer und ewig in der Schleife festzuhängen. Es sagt ja keiner, dass er bis zu einem bestimmten Zeitpunkt den Schmerz hinter sich haben muss und verzeihen muss, damit die TE ihr happy life haben kann (was für böse Unterstellungen von Beweggründen). Er soll und darf seine Gefühle haben. Schön kann es dennoch sein, eines Tages diese Last abwerfen zu können. Es reist sich einfach schöner mit leichtem Gepäck.
Zitat von Fortness:Es läuft für die Te nicht gut,
Es läuft für die ganze Familie nicht so gut, und das liegt meiner Meinung nach nicht an der Entscheidung der TE, damals auch an ihr eigenes Glück gedacht zu haben.
Zitat von Fortness:die Realität will sie auch nicht anerkennen,..sonst müsste man Schuldeingeständniss betreiben.
Ich finde, dass man schon im EP lesen kann, dass die TE die Realität anerkennt.
Zitat von Fortness:Wer sagt dass es den Kindern mit der Abgrenzung zu ihrer Mutter nicht besser geht?
So ganz allgemein ist das ganz bestimmt nicht der Fall. Die TE ist kein Monster.
Zitat von Heavydreamy:Die Mutter drängt ihn ja nicht oder sonst was.
Ja eben. Meiner Ansicht nach geht es hier schon lange nicht mehr um das Verhalten der TE. Sondern darum, dass sie lebenslang darunter leiden soll, was sie damals vor Jahren getan hat.
Nur leidet in diesem Fall eben nicht nur sie, sondern auch ihre Familie. Ich wünsche der TE jedenfalls, dass die Versöhnung nicht erst am Sterbebett kommt oder gar überhaupt nicht. Das wäre traurig. Und jeder weiß, was für eine seelische Last es ist, wenn man sich nicht mehr aussprechen kann. Einfach, weil der andere nicht mehr da ist.
Zitat von PsychoMantis:Man ist als Kind nicht in der Bring-Schuld.
Das sehe ich allerdings ganz genauso. Ich finde aber dennoch, dass man unterscheiden sollte zwischen echten K.brocken, die keine eigenen Fehler sehen und erwarten, dass ihnen gefälligst verziehen wird, weil die Kinder Respekt vor ihren Eltern zu haben haben, oder jemand, der echt und aufrichtig einsieht, dass er einen Fehler gemacht hat und sich ohne Druck Jahr um Jahr bemüht und auf die Kinder zugeht.
Zum Thema @Heavydreamy stellt ihre Meinung als allgemeingültige Wahrheit hin: Finde ich nicht. Das darf man ansonsten auch allen anderen Diskutanten vorhalten:
Zitat von Felica2024:Hilfe kann nicht nur bedeuten, Situationen einzuschätzen, sondern sich selbst zu reflektieren und sich weiter zu entwickeln.
Zitat von Fortness:Die älteste Entschuldigun ever,...
Zitat von Fortness:Ist mehr als armselig! Selber die Kinder nach Werten erzogen,..aber selber als Mensch diesbezüglich versagt!
Zitat von Fortness:Verbrannte Erde bleibt verbrannte Erde,....das hast du zu akzeptieren,...
Zitat von Fortness:jeder kann den jahrelangen Betrug der Mutter auch vorhalten.
Zitat von MissLilly:nur weil er keine Lust dazu hat dem neuen Glück seiner Mutter aktiv und regelmäßig beizuwohnen ?
Zitat von PsychoMantis:Es gibt Dinge die man nicht verzeihen kann, auch nicht den Eltern.
Zitat von MissLilly:nur weil er keine Lust dazu hat dem neuen Glück seiner Mutter aktiv und regelmäßig beizuwohnen ?
Eine Unterstellung, dazu eine recht zynische, meiner Meinung nach. Niemand weiß hier, was genau den Sohn veranlasst, sich so zu verhalten, wie er es tut. Diese Annahme ist in meinen Augen viel zu gefärbt von der etablierten Doktrin.
Aber wie gesagt, alles nur eine Meinung von vielen, kein Anspruch auf Wahrheit.
Und noch etwas: Ich empfinde es gerade als sehr schlimm, wie sich am Schmerz einer Mutter geweidet wird.