Zitat von Sommersonne1: Ich weiß, dass ich Fehler gemacht habe.
Das hast du schon mal vielen Menschen voraus.
Zitat von Sommersonne1: Manchmal ist man einfach selber in einer Ausnahmesituation, in der man so handelt, im Nachhinein ist alles oft klarer.
Natürlich! Es gibt überhaupt keine Rechtfertigung, Menschen zu verurteilen. Entweder, man hatte bisher Glück und alles lief wie geplant, dann soll man froh sein und nicht urteilen über die, die es schwerer haben, oder man hat selbst viel erlebt und hat umso mehr Verständnis für andere Betroffene, kann also das "Wir sitzen alle in einem Boot"- Gefühl gut spüren und entsprechend besonnen an die Dinge herangehen.
Allzu verurteilende Haltungen sind in meinen Augen ein Zeichen unverarbeiteter Krisen.
Man zeigt auf Menschen, die einen Fehler gemacht haben, um sich selbst besser zu fühlen.
Zitat von Sommersonne1: Meine Ehe lief nicht gut, da in ich immer noch überzeugt gehören immer zwei. Man kann versuchen daran zu arbeiten, wenn der Partner aber zu keiner Kommunikation bereit ist, es nicht sehen will, wir es für den anderen schwierig.
Ja, ich weiß auch nicht, was du noch hättest tun sollen. Weitermachen, Paartherapie ein ganzes Jahr lang...was bitte noch? Zwanzig Jahre Paartherapie und dann goldene Hochzeit?
Zitat von Sommersonne1: Ich bin danach nach Hause gefahren und habe meinem Exmann gesagt, dass ich ihn verlasse. Ich habe auch mit den Kindern geredet. Alle waren völlig geschockt, haben geweint, niemand hat mehr mit mir gesprochen.
Derjenige, der die längst überfällige Trennung ausspricht, ist immer der A rsch. Immer. Es wird nicht passieren, dass der andere sagt, danke, dass du es aussprichst, ich bin auch schon lange unglücklich, war aber nicht in der Lage, es auszusprechen.
Zitat von Sommersonne1: Da wurde mir erst so wirklich klar, was es für alle bedeutet, wie schlimm es für sie ist.
Ich habe die Trennung zurückgenommen und eine Paartherapie vorgeschlagen.
Wenn überhaupt, dann sehe ich hier den "Fehler" (wenn es unbedingt einen Fehler geben soll
😀). Du wurdest unter Druck gesetzt und deine Kinder trifft da keine Schuld, wohl aber den Vater der Kinder, der es so darstellt, als wäre die Trennung von
ihm ein Weltuntergang, der auch gleich alle drei Kinder direkt in die Vorhölle befördert. Um die Katastrophe abzuwenden, trennt sich die Mama dann eben doch nicht, was für ein Glück für den Papa.
Zitat von Sommersonne1: Habe ab dem Zeitpunkt keinen Kontakt mehr zu meinem jetzigen Freund gehabt. Über eine Jahr sind wir in diese Therapie gegangen, es hat sich aber gezeigt, dass bei meinem Exmann nur wenig Reflexion und Verständnis da war.
Nach seiner Sicht warst du ja ein richtiger Übeltäter, klar, dass er nicht an sich arbeiten musste.
Zitat von Sommersonne1: Ich habe zu diesem Zeitpunkt den Kontakt zu meinem jetzigen Freund wieder aufgenommen, natürlich war es falsch.
Warum? Nach einem Jahr?
Zitat von Sommersonne1: Meinen jüngsten Sohn habe ich nicht verlassen, er konnte jederzeit zu mir kommen, hätte auch mit zu meiner Freundin ziehen können.
Eben.
Zitat von Sommersonne1: Ich war immer für ihn da, habe mich um ihn gekümmert. Ich weiß nicht was manche sich unter fast 17 jährigen vorstellen, meine Kinder haben ihren Freundeskreis, ihre Hobbys, eigene Interessen.
Alles andere wäre auch merkwürdig. Zudem du ja deinen Sohn auch nicht dazu benutzen darfst, dass er dir Sicherheit gibt.
Zitat von Sommersonne1: Ich war als Mutter immer präsent.
Und das ist der ausschlaggebende Punkt. Es garantiert dennoch nicht ein lebenslanges gutes Verhältnis, diese Garantie gibt es einfach für niemanden. Es ist auch viel Glück dabei und vieles, worauf man überhaupt keinen Einfluss hat.
Zitat von Sommersonne1: Wann immer meine Kinder etwas von mir gebraucht haben, waren sie mir wichtiger als mein Freund. (
Und du brauchst auch Energie. Energie, die deine Kinder nicht zu liefern haben, sondern ein Partner, du selbst oder Freunde oder oder.
Ich bleibe dabei: Alles richtig gemacht. Fast alles, die Rücknahme der Trennung wäre wohl besser unterblieben, aber auch dafür hattest du damals deine Gründe.
Steht zu deinen Bedürfnissen, Entscheidungen und Gefühlen.