Zitat von SchlittenEngel: Keiner hier weiß, welche Art Mutter Du warst und vielleicht geht´s auch einfach mal ne Nummer kleiner...
Für die Nummer kleiner bin ich sofort. Ich würde es sehr begrüßen, wenn hier endlich alle Aspekte ruhig betrachtet werden, statt sich darauf zu beschränken, der Mutter die gesamte Bürde und Verantwortung aufzuerlegen.
Zitat von SchlittenEngel: dass du an einem gewissen Punkt, Dich und deinen neuen Partner priorisiert hast.
Meiner Meinung nach war es eher der Vater, der sich und nochmal sich priorisiert hat und nach wie vor priorisiert. Er wird wahrscheinlich nicht darüber nachdenken, wie sein Verhältnis zwischen ihm und seinen Kindern nach der Trennung, zu der er auch beigetragen hat, ist. Er ist sich bestimmt sicher, nichts verkehrt gemacht zu haben. Davon, dass er die einjährige Therapie nicht genutzt hat, wird er ihnen nichts erzählen, obwohl es gerade das
Verweigern konstruktiver Kommunikation in Verbindung mit dem Glauben, alles richtig zu machen ist, was eine Ehe endgültig scheitern lässt, nicht die Neuorientierung, nachdem alles kaputt ist.
Das erste ist die Ursache des Scheiterns, das andere die Folge, egal ob der neue Partner ein Jahr später kommt oder zwölf.
Zitat von SchlittenEngel: Die Verletzung der Kinder ernst und annehmen und Ihnen zeigen, wie wichtig sie dir sind.
Aber das tut sie doch. Wie sollte sich das Ernstnehmen denn noch äußern?
Indem sie zu Kreuze kriecht? Weswegen? Sie hat nichts Schlimmes getan!
Lieber sollte der Vater endlich versuchen, seine Kränkung beiseite zu stellen und nach vorne zu schauen. Das würde helfen. Das wäre ein nächster Schritt. Solange der Vater der Mutter grollt, treten sie auf der Stelle und solange kann die TE nur tun, was sie eben tut: Dasein, präsent sein.
Zitat von SchlittenEngel: sind in meinen Augen Verleugnung des Schmerzes deines Kindes.
Nummer kleiner? Du weisst nichts über sie, wohl aber, dass sie eine Mutter ist, die den Schmerz ihres Kindes verleugnet? Ich behaupte aufgrund dessen, was sie hier preisgibt, dass sie den Schmerz ihres Kindes nicht verleugnet. Aufgrund dessen, was sie hier schreibt. Wie es ist, wissen weder du noch ich. Was ich aber weiß, ist dass es sich nicht schickt, einer Mutter in dieser Situation zu sagen, dass sie den Schmerz ihres Kindes verleugnet. Das ist eine immense Unterstellung und dann wäre es rechtens, sie eine schlechte Mutter zu nennen. Das wiederum leugnet man hier, je gemeint zu haben. Nee, ist klar.
Zitat von SchlittenEngel: In seinen Augen hast Du natürlich ihn und die Familie verlassen und welcher Teenager zieht dann bitte noch mit zu einer Freundin seiner Mutter ( und lässt den trauernden Vater allein zurück)
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es der TE besser gefallen hätte, nach der Trennung in würdigen Verhältnissen zu leben, und nicht aus dem Koffer auf der Couch der Freundin. Was sollte sie aber tun, nachdem klar war, dass der Ex nicht bereit ist, die längst fällige Trennung zu akzeptierebn und zum Wohle der gemeinsamen (!) Kinder zu einer Lösung zu finden? In den Keller ziehen, im Büßergewand?
Zitat von SchlittenEngel: Aber irgendwie scheinst du, über " ich habe natürlich Fehler gemacht", da nicht genauer hinschauen zu wollen oder können.
Wie würde sich sowas deiner Meinung nach äußern?
Zitat von SchlittenEngel: Wie deine Ehe war hat damit gar nichts zu tun und muss auch nicht vor den Kindern breitgetreten werden.
Breitgetreten sicher nicht, aber es so darzustellen, als hätte die Mutter ohne Not eine glückliche Ehe verlassen, nur um ihren Kindern und deren Vater zu verletzen, kann es auch nicht sein.