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Erwachsene Kinder von narzisstischen Eltern

Judith


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hallo anna-lene,

du sprichst mir total aus der seele. so war es auch bei mir. schuldgefühle, die mich sogar in einen selbstmordversuch getrieben haben. heute weiß ich, dass es nie meine schuld war. ich will einen neuanfang, baue gerade mein selbstwertgefühl wieder auf und lerne, an mich selbst zu glauben. ist nicht immer leicht, manchmal falle ich noch in die alten verhaltensmuster zurück. und ich hab jetzt menschen um mich, die an mich glauben, das ist mir sehr wichtig.

LG

06.08.2013 10:52 • #46


Baillarine


Hier ist eine Erwachsene schreibt mir, bin nicht nur Tochter sondern auch zweimalige Ehefrau von Narzissten
Chungo@aol.com

20.08.2013 02:49 • #47



Erwachsene Kinder von narzisstischen Eltern

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groupie

groupie


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Liebe Ballerina,

hauptsächlich schreiben wir hier öffentlich. Was ist Deine Geschichte?

Ich bin grad heute wieder so genervt von meiner Mutter. Bei ihr muß alles sofort sein. Mit Schaudern denke ich daran, wie sie mich in meiner Kindheit damit terrorisiert hat, z.B. aus dem Spielen aufgeschreckt. Später war es dann ein Knopf auf dem man nur drücken mußte, damit ich funktioniere. Wenn ich unter Zeitdruck gesetzt wurde, tat ich alles, was von mir verlangt wurde, weil ich vor Panik gar nicht mehr nachdenken konnte.

Aber es ist gut zu sehen, worauf solche Schwächen zurück gehen.

Vieleicht sollte ich mal daran erinnern, was das mit Trennung zu tun hat. Bei mir ist es so, dass ich mich partnershaftunfähig fühle, weil ich so schlecht nein sagen kann und weil ich so abhängig bin von der Anerkennung anderer. Respekt erlange ich dadurch keinen und damit auch keine Liebe.

20.08.2013 20:29 • #48


Shiyla


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Hallo, ich bin neu hier. Ich 34 Weiblich, Mutter und Ehefrau. Ich glaube meine mutter ist oder hat eine NPS. Bin ich hier richtig? Sorry, aber das ist meine erste "Forum" Erfahrung.

21.01.2015 15:31 • #49


schnapsi


Hallo liebe Leute ich finde alle Eure Beiträge SUPER ihr schreibt sehr offen und ehrlich über die Probleme
die ihr habt. Schade finde ich nur dass die Beiträge schon vom Jahr 2013 sind und wahrscheinlich keiner mehr von Euch mit Narzissmus zu tun hat.
Ich bin leider erst jetzt auf Narzissmus mit Vater und Mutter in meiner Therapie darauf gekommen, und die Seite mit Narzisstische Mutter Tochter trifft bei mir glaube auch auf meinen Vater hin.
Habe mich in den Sündenbock wieder erkannt.

liebe Grüße an Euch alle :

08.03.2015 23:12 • #50


groupie

groupie


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Doch, ich bin noch hier.
Ich beschäftige mich sehr mit meiner Familie,
könnte mir inzwischen vorstellen,
dass meine Mutter vlt gar nicht so n ist,
sondern schon früh Schlaganfälle hatte
und deshalb nicht mit mir sprach.
Worunter ich mein Leben lang sehr litt.

Aber sie mag es auch nicht,
angefasst zu werden.

Das war auch furchtbar,
so ein Leben ohne liebevolle Berührung.

09.03.2015 12:19 • #51


Lablanca


Hallo ihr lieben
Ich hoffe das hier erreicht noch viele von euch. Ich habe narzisstische Eltern. Ich habe so viel negatives und krankes mitmachen müssen das ich dachte ich werde verrückt.
Ich arbeite mittlerweile als psych. Beraterin mit Frauen und Männern wie uns. Ich lege euch als absolut hilfreich die Bücher von Susan forward ans Herz. " vergiftete Kindheit" und
" wenn Mütter nicht lieben" sie sind das beste was es gibt! Ich umarme euch!

05.04.2015 13:46 • #52


Unbedeutend


Ja. Es stimmt alles, was man über diese Mütter schreibt. Ich habe selbst sehr lange gebraucht,um
dies zu finden. Ich habe immer mir die Schuld gegeben, warum es nicht geklappt hat, mit der Be-
ziehung zu meiner Mutter.
Was auch nirgends erwähnt wird, ist, dass narzisstische Mütter im Spiel ( z. B. Mühle, Kartenspiel...)
niemals verlieren können. Einmal hätte ich sogar gewonnen, da hat sie dann geschummelt und dabei
gelacht, als wäre es lustig. Für einen Aussenstehenden ist dies vielleicht auch ganz normal, dass man
beim Spiel lacht .... Bei uns wurde ganz ernst gespielt. Nur sie spielte und gewann. Ich niemals.......
Dabei sollte man doch ein Kind auch einmal gewinnen lassen. Besonders ein Kind mit 5 bis 10 Jahren.

10.05.2015 11:35 • #53


groupie

groupie


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Ja, beim Spiel lernt man die Menschen kennen.
Es gibt tatsächlich Erwachsene, die sich an Kindern aufbauen.

Ein Spiel wird dann zum Wettbewerb.
Die tarnen das als:
das Kind muss lernen zu verlieren.
Stärkt die Frustrationstoleranz.
Dabei hat dieses konkurrierende Verhalten nichts mit Pädagogik zu tun.

Oft findet ein Rollentausch statt.
Da möchte die Mutter die Tochter sein.
Oder zumindest die Freundin.

Ich leide fürchterlich,
wenn ich auf der Straße mitbekomme,
wie eine Mutter ihr Kind zur Sau macht
und ihm Verhaltensweisen unterstellt,
die sie selbst gerade zeigt.

Gerade gestern wieder bei unserer Dorfkirmes passiert.
Es ist merkwürdig, danach Hundebesitzern zu begegnen,
die ganz offensichtlich mit ihrem Hund in die Hunde gehen
und auf den Wegen und Feldern ihre Übungen machen.

Dieser Kontrast:
da Erziehung,
dort Rumgezeter!

Dann kommt das wieder hoch,
dass ich alles falsch machte,
meiner Mutter nie was recht machen konnte
und sie ganz fürchterlich zeterte.

Sie hat mir nie erklärt,
wie ich was machen soll.
Ich sollte es von alleine können.

Ich denke,
dass sie früher schon Schlaganfälle hatte
und ihr deshalb häufig nicht die richtigen Worte einfielen.

Sie sagte dann: hol mir mal das Dings.
Wenn ich dann das falsche brachte,
schrie sie: HOL MIR DAS DINGS!
Und immer lauter,
statt mal zu sagen,
was sie wollte.

11.05.2015 10:47 • #54


Tina-Lou


Ich wende mich jetzt an dieses Forum weil ich jeden Morgen mit Wut im Bauch aufwache, dass ich schreien könnte. In früher Kindheit merkte ich schon, dass irgendwas mit mir und meiner Mutter anders ist. Ein "Nein " wurde ganz klar mit liebesentzug und Ignoranz bestraft. Früher arbeitete ich als festangestellte in dem Betrieb, in dem ich 5 Jahre zuvor meine Ausbildung machte. Plötzlich fing meine Mutter dort an als Reinigungskraft zu arbeiten und ich musste mir was neues suchen, da ich bei allen Kollegen schlecht gemacht wurde und sie mich auf der Arbeit angeschrien hat. Meine Wunschausbildung konnte ich nie machen,da sie diese nicht bezahlen wollte stattdessen bediente sie sich an meinem Sparbuch mit 2000Euro um sich ein neues Auto zu kaufen. Alles wird verleugnet und auf offensichtliche lügen wird trotz dem beharrt, so dass man ithendwann freiwillig aufgibt. Nun bin ich selbst mutter. Als ich meiner mutter erzählte,dass ich schwanger sei kam nur ironisch 'wieder toll gemacht kirsten' . Bei allen erzählte sie ich würde das kind verwarlosen und bevor ich meinen Vaterüber den Zuwachs erzählen konnte,tat sie es. Nun ist der kleine 2 jahre alt und die mini Version von mir. Er mag kein fleisch sowie ich und meine mutter versucht in vor Publikum immer welches anzudrehen. Der kleine muss vor Publikum immer mehrere Küsse verteilen. 5 mal sagte er nein und sie kam trotzdem mit den spitzen Lippen und bekam prompt eine gescheuert von ihm. Sie erhob den Finger und schrie" Nein ".darauf reichte es mir und ich sagte es sei gerecht fertig. Bei meinem ersten Auszug schrie sie micg mich nur an" *beep*, *beep* " ich musste ihe monatlich 100Euro zahlen damit sie überhaupt mit mir redet obwohl wir ja getrennte wege gegangen sind.

Was soll ich tun wenn ich loslasse hab ich die ganze Familie gegen mich

16.07.2015 12:42 • #55


saxana


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Oh gott, tina-lou,

Schütze dein kind und geh auf jahre nicht mehr in deren dunstkreis! Hau ab mit deinem söhnchen, so weit du nur kannst!
Das ist ja furchtbar!

Dein sohn hat recht und ihr einfach eine "getachtelt". Kluges kind!

Lg saxana

16.07.2015 13:03 • #56


kruemelhexchen


Du musst dich bitte ganz schnell abgrenzen, schütze dich und deinen Sohn. Mach mal eine Positiv und eine Negativ Liste wegen deiner Mutter und danach entscheide, was für dich das Beste ist. Solltest du dich für einen Kontaktabbruch entscheiden, dann steht du trotzdem nicht alleine da, es gibt Anlauf- und Beratungsstellen, die dir helfen können. Es geht immer weiter, auch wenn man kein Ende sieht. Ich wünsche dir ganz viel Kraft

16.07.2015 13:21 • #57


LeVent


Liebe Tina-Lou,

ich kenne das alles...Ich habe in Therapie mühsam gelernt, mich innerlich von meiner Mutter abzugrenzen. Bei fast allen Kindern narzisstischer Eltern schreit auch im Erwachsenenalter das innere Kind noch immer nach Liebe...bekommt sie aber nicht...und lässt sich wiederholt von den Eltern verletzen. Gerade weil man als Kind nicht geliebt wurde, wartet man (insgeheim) noch drauf und ist somit negativ an die Eltern gebunden.
Dein Kleiner hat es dir vorgemacht. Er darf nein sagen, er darf aggressiv sein ohne mit Liebesentzug rechnen zu müssen.
Die Angst, die du heute davor hast "Nein" zu sagen, ist sicherlich begründet und zieht Konsequenzen nach sich. Aber zum teil ist es vielleicht auch die alte Kinderangst in dir...Für das Kind ist die Mutter groß, allmächtig und das Kind kann auf ihre Liebe nicht verzichten und die mütterliche Aggression ist vernichtend. Aber die erwachsene Tina-Lou kann sicherlich viel mehr Gegenwind ertragen als sie glaubt
Sie muss bei einem "Nein" evtl. mit dem Ausschluss aus der familie rechnen aber das ist heute keine Vernichtung von innen mehr.
Und es gibt ein Geheimnis liebe Tina. Wenn man wirklich Stärke zeigt, den Widerstand erträgt und sich vor allem nicht rechtfertigt, dann wächst der Gegenwind zunächst. Deine Mutter wird versuchen, dich in die alte Rolle zu drängen. Mit Drohungen, Liebesentzug, Einfluss anderer usw. Aber wenn du Standhaft bleibst, wird sie zumindestens Respekt vor dir haben und Ruhe geben.
Narzissten können nicht lieben und so reagieren sie auf Stärke...Sie sind Machtmenschen...manche ganz deutlich...andere eher heimlich, indem sie z.B. auf die Tränendrüse drücken und nach Mitleid haschen wenn sie ihren Willen nicht durchsetzen können. Und weil sie Machtmenschen sind, wirst du dir nur durch Stärke, Kraft, Durchsetzungswillen deinen Platz in der Familie erobern können. Noch drängt sie sich in dein Leben, drängt sich auf deinen Platz oder versucht es. Lass ihn dir nicht streitig machen.
Wenn dir das gelingt, dann wird sie deine Grenzen respektieren und nicht mehr übergriffig werden. Das läuft bei diesen Menschen ganz unbewusst, sie merken es nicht einmal. Sie reagieren auf Stärke und es ist eine wunderbare Übung, zu deiner Stärke zu finden. Sie steckt in dir, das liest man deutlich heraus.
Lass dich nicht klein machen, lass dich nicht glauben machen, du könntest dich nicht wehren oder seist auf irgend jemanden angewiesen. Das lernen Kinder narzisstischer Eltern nämlich früh und irgendwann glauben sie selbst fest daran dass sie sich nicht wehren könnten.
Verweise sie auf ihren "Platz". Sie hat heute nicht mehr so viel Macht über dich.

LG

16.07.2015 14:42 • x 2 #58


groupie

groupie


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Lieber LeVent,
das war ein sehr hilfreicher Beitrag,
ich hoffe, ich vergesse ihn nicht so schnell.

Ich fühl mich auch negativ gebunden.
Dieses ständige Hoffen, das da doch noch was kommt.
Ich tröste mich damit, dass mich meine Großmutter geliebt hat.
Der Gedanke, dass mich nie jmd geliebt hat,
ist einfach zu traurig.

17.07.2015 20:13 • #59


Merrie


Hallo Ihr Lieben,

ich lese hier mit und bin auch betroffen.
Meine Mutter unterstellt mir in jeder Diskussion eine verzerrte Wahrnehmung, legt mir Worte in den Mund und ist so lieblos, dass ich mich manchmal frage, wie ich das als Kind durchstehen konnte.
Sie manipuliert und lässt mich ständig an mir und meinen Gefühlen zweifeln. Meine "lebhafte Fantasie" und "unkontrollierten Gefühlsausbrüche", das ständige "rumheulen" versauen Ihr den Tag. Meine Eltern sind sich einig, ICH bin das Problem, und das Problem (so ist mein Gefühl) wird immer wieder aktiviert, um deren Beziehung zu füllen.
Leider ist meine Situation sehr schwierig, da mein Lebenspartner und ich (beide 30) aufgrund einer Bürgschaft, finanziell von meinen Eltern abhängig sind. Wir bauen ein Haus und können voraussichtlich erst nächstes Jahr einziehen. Solange wohnen wir eigentlich bei meinen Eltern (HORROR)
Mir war bis zum letzten Streit vor ein paar Tagen (nach diesem sind wir erstmal zu Freunden geflüchtet) garnicht bewusst, in welchen Verhaltensmustern wir da stecken. Dieser Machtmissbrauch und diese Lieblosigkeit im Umgang mit mir erschüttern mich zutiefst und ich weiß garnicht, wie ich damit umgehen soll.
Am Liebsten würde ich den Kredit zurück geben, in irgendweine Wohnung ziehen und den Kontakt zu meinen Eltern abbrechen.

Ich habe bereits eine Verhaltenstherapie hinter mir, konnte aber nie wirklich benennen, was bei uns schief läuft. Im letzten Streit habe ich meine Mutter genau beobachtet, wie sie versucht zu manipulieren und mich so verunsichert, mir Sachen einreden will und ich völlig ohnmächtig und wehrlos (wertlos), (auch gegen das Geschreie meines Vaters) wie ein Haufen Elend mit 30 Jahren da sitze und nicht mehr weiter weiß.


Lieber LeVant,
dein Beitrag ist sehr treffend. Ich wünsche mir, dass ich irgendwann die Kraft habe, nicht mehr in dieses Muster zu verfallen und mich selbstbewusst aus solchen Situationen befreien kann.

Liebe Grüße
Merrie

26.07.2015 19:44 • #60



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