Magic-Rick
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Meine Ex-Freundin, mit der ich 5 Jahre zusammen war, betrog mich 2 mal. Zumindest beichtete sie mir 2 Seitensprünge. Vielleicht waren es in Wahrheit mehr, keine Ahnung. Das erste Mal verzieh ich ihr seltsamer Weise. Denn ich wurde auch schon von manch anderen Ex-Freundinnen betrogen und da war ich konsequenter. Beim zweiten Mal war es dann aber vorbei. Wir beendeten es aber beide. Sie hätte mich gar nicht mehr ernst genommen wenn ich ihr nochmal verziehen hätte. Ich sage nicht dass ich schuld war dass sie das getan hat. Aber irgendwo verstehe ich es, auch wenn ich es trotz allem nicht toleriere. Meine Lust auf sie ließ in den 5 Jahren schon stark ab und ich merke hier und da auch, dass es sie belastete. Zwischendurch wurde das Sexleben wieder etwas angekurbelt und dann war wieder Flaute. Damals dachte ich mir, ich hätte mich an sie quasi einfach "satt" gev.ögelt. Klingt plump, ja. Heute glaube ich dass es andere Dinge waren. Klar, Routine spielt vielleicht auch irgendwo eine Rolle. Aber sie war auch schwierig. Es stellte sich heraus, dass sie Borderlinerin war. Während unserer Beziehung erlebte ich mehrere Todesfälle im Freundeskreis. Ich tat mich also allgemein Jahre lang mit meinem Leben schwer und ja, die Lust auf Sex hielt sich sehr in Grenzen.
Jedenfalls kann man sagen, dass ich ab dem Moment Jahre lang völlig abdriftete. Ich lernte ein Pärchen kennen, das seit 10 Jahren zusammen war und auch seit Jahren verheiratet. Sie haben 3 Kinder. Ich erfuhr dass sie nicht monogam leben und es für beide okay sei. Sie haben also auch andere Sechsualpartner (muss man hier eigentlich wirklich so zensiert schreiben?), allerdings immer nur zusammen. Schien bei ihnen auch super zu funktionieren. Eines Abends wurde ich der Spielgefährte. Ich ließ mich zwar prompt darauf ein, als die Frau mich ansprang und es zur Sache ging, gleichzeitig verwirrte es mich, dass ihr Ehemann grinsend am anderen Ende es L-Sofas saß und die Show genoss. Jedenfalls kam es zu einem Dreier, wobei der Mann und ich uns nicht angerührt hatten
Es waren Kerle dabei, die meinten "die beste Zeit meines Lebens begann nach der Scheidung! Bin ich froh dass ich die Alte los bin! Sowas tu ich mir nicht mehr an. Ich bleibe single, genieße mein Leben dass ich immer so 3 bis 5 Frauen für Sechs habe. Denn Frauen haben meistens immer Phasen wo sie doch nicht mehr wollen, sie können gerade nicht oder haben einen Sinneswandel und so gibt es dann immer mindestens eine die Zeit und Lust hat. Die sind auch alle verheiratet! In der Ehe ist die Luft raus und sie suchen eben immer wieder mal Abwechslung." Okay ich bin vielleicht selber schuld wenn ich mich auch in solchen Orten aufhielt, aber das ganze machte mir den Glauben an die Liebe und an Partnerschaften kaputt. gibt es sowas wie Treue gar nicht? Betrügen sich denn alle nur noch? Nach außen hin eine tolle Ehe/Beziehung und hintenrum wird belogen und betrogen bis zum geht nicht mehr? Ich wollte nichts festes mehr denn ich wollte nie der Ahnungslose sein der (wieder) betrogen wird. Dann doch lieber die Affäre von so einer Frau.
Ich lernte so viele frustrierte Leute kennen...Männer und Frauen. Und nein das waren nicht alles Frauen mit denen ich dann was hatte. Eine Bekannte von mir war schon in einer Beziehung als ich sie kennenlernte. Auch sie holte sich immer wieder mal wo Abwechslung. Mittlerweile ist sie mit dem Typen verheiratet und sie haben ein Kind. Während der Ehe trieb sie es so weiter, momentan komme sie durch ihre Mamarolle gar nicht dazu, würde aber generell schon mal wieder gerne.
Es war seltsam. Ich glaubte nicht mehr an all das, aber man kann den Wunsch nach Nähe, Liebe und Partnerschaft eben auch nicht ausschalten. Wir Menschen sind nun mal so veranlagt! Darauf zu verzichten und es nur auf Sechs zu reduzieren, macht also auch nicht wirklich glücklich. Es ist nur das kleinere Übel. Bei dem Pärchen, die nicht monogam lebten allerdings aber ihre Regeln für dieses Leben hatten, fing die Frau irgendwann dann doch auch an, diese Regeln hier und da nicht mehr einzuhalten, obwohl sie doch eigentlich schon ihre Freiheiten hatte?!
Ich weiß nicht, vielleicht ist meine Vorstellung von Liebe und Partnerschaft zu sehr geblendet. Irgendwo ist der Wunsch da, eine Frau an seiner Seite zu haben, sie zu lieben und geliebt zu werden, wieder Nähe zu spüren die vom Herzen kommt und eben gemeinsam glücklich zu sein. Aber gibt es sowas überhaupt wirklich? Oder ist es wahr, dass Menschen gar nicht für die Monogamie gemacht sind? Natürlich habe ich auch darüber gelesen wie es früher war, der Mann verteilte seinen Samen so weit es ging, die Frau suchte sich immer wieder den stärksten Mann mit den besten Genen für den Nachwuchs aus, Monogamie hätte damals die Menschheit ausgelöscht und und und...
Naja ich weiß nur eins. So wie ich in diesen Jahren gelebt habe, möchte ich nicht weiter leben. Es war vielleicht in dem Moment jeweils aufregend, aber erfüllend? Nö. Der Mensch ist zudem ein Gewohnheitstier. Man gewöhnt sich an alles und stumpft ab. Tiefe Zufriedenheit, das innere Glück, mit sich und seinem Leben im Reinen sein, dass findet man nicht so. So ein Sechsleben brauche ich nicht. Manchmal fragte ich mich auch ob ein polygames Leben vielleicht das richtige wäre? Die Gelegenheiten hatte ich. Jedoch teile ich meine Partnerin nicht! Eine gewisse Eifersucht ist nun mal da wenn ich Gefühle für eine Frau habe. Das klappt nicht! Ich bin also etwas skeptisch gegenüber der Monogamie, aber Polygamie funktioniert nicht für mich! Super!
Ich möchte gerade wieder den Weg zur Liebe finden, möchte wieder vertrauen können und würde mich wieder über eine Partnerschaft freuen. Wenn ich hier aber nun sowas lese, wirft es mich wieder etwas zurück. Ohne dass ich den TE angreifen möchte. Es gibt so viele die so leben, auch Männer. Ich heiße die Situation nicht gut, aber ich werde jetzt auch weder Vorwürfe machen noch meine Meinung groß dazu äußern.