Zitat von leskine: Beide können daran wachsen, wenn sie es schaffen, auf Augenhöhe zu begegnen und den Gegenseitigen Respekt wieder herstellen. Ein Kraftakt, aber möglich, sofern es beide auch wollen und an ihrer Kommunikation arbeiten.
Einen ganz wichtigen Punkt hast du hier einfach mal außen vor gelassen. Vertrauen.
Hier ist ein krasser Vertrauensbruch die Ausgangslage und die Freundin tut nichts dafür, um das wieder herzustellen. Irgendwann ist es einfach zu spät. Nach 2-3 Wochen, wenn sie meint, dass sie nun bereit dafür ist, wird es schwierig.
Ihr ist es doch ein Anliegen, die Beziehung fortzuführen. Absolute Ehrlichkeit ist die Grundlage dafür. Und um jemanden, den man betrogen hat, davon zu überzeugen, dass man nun ehrlich ist, ist es nicht zielführend, sich herauszuwinden und antworten zu verweigern und in die Zukunft zu schieben.
Ein Anfang zumindest wäre es, wenn man sagt: ich will diese Beziehung, ich habe es losgetreten, ich übernehme die Verantwortung für meine Fehler, stelle mir jetzt alle fragen, die dir auf dem Herzen liegen und ich gebe dir hier und jetzt eine Antwort. Spontan. Sofort.
Sie kann sich so verhalten, wie sie es tut. Alles ihr gutes Recht. Aber dann handelt sie nicht pro Beziehung und ihre Taten stehen wieder im widerspruch zu ihren Worten. Und sind nicht vertrauensfoerdernd.
Zitat von leskine: Ohne Detail Wissen, dass sie momentan nicht zur Verfügung stellen möchte und auch nicht muss, kann Nemo keine Entscheidung treffen, da er auch nicht weiß warum sie sich so verhält.
Siehe oben. Nein, sie muss es nicht tun. Aber wenn sie wirklich die Beziehung retten möchte, sollte sie es tun. Und zwar zeitnah. Und wenn das Zuviel Druck für sie ist, sie dazu nicht in der Lage ist, dann kann sie für die Zukunft lernen, dass sie scheinbar Entscheidungen trifft, mit deren Konsequenzen sie nicht umgehen kann.