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Es ist wieder passiert

C
Zitat von Käptn Nemo:
Meine Sorge ist, dass ich vielleicht doch nur für "mich" eine Entscheidung treffe, die aber vielleicht am Ende doch nicht gut für meine Tochter ist?!

Dein nächstes Ziel ist das Gespräch mit dem Psychologen, bis dahin erlaube dir nicht mehr über irgendwelche Entscheidungen nachzudenken.
Danach kannst du entscheiden wohin euer Weg gehen soll.

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S
Aber gönnt ihr eine Auszeit. Vielleicht in den Herbstferien irgendwo hinfliegen.

#5702


A


Es ist wieder passiert

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A
Zitat von Käptn Nemo:
Damals nach meinem Umzug war ich es - aber wird es diesmal auch so sein oder nehm ich den ganzen schei. einfach mit?!

Nemo, natürlich wirst du diese schrecklichen Erlebnisse mitnehmen. Du hast ja durch einen Umzug nicht plötzlich Amnesie.

Aber es ist ein gravierender Unterschied, ob du gehst und dann kann Ruhe einkehren, mit dem Abstand kann die Heilung beginnen. Das ist doch gar nicht möglich, wenn du Zaun an Zaun wohnen bleibst, wo jeden Tag neue Verletzungen auf dich warten. Wo du immer angst haben musst, dass der nächste Seitenhieb von Ex gegen dich oder deine Tochter kommt. Sowas muss man sich nun wirklich nicht geben, das hat auch nichts mit "davonlaufen" zu tun.

Es ist gut und weise sich vor einer schädlichen Situation zu schützen, die man nicht ändern kann. DU kannst eben nicht beeinflussen wie sich Ex oder der Nachbar verhält. Du kannst nur entscheiden, wie du damit umgehst. Und da finde ich aufgrund der Gesamtsituation und der anhaltenden drohenden Gefährdung einen Umzug ein absolut vernünftigen Schritt.

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G
Zitat von Charla:
Dein nächstes Ziel ist das Gespräch mit dem Psychologen, bis dahin erlaube dir nicht mehr über irgendwelche Entscheidungen nachzudenken. Danach kannst du entscheiden wohin euer Weg gehen soll.

So sehe ich das auch.
Zitat:
Zitat von Gast2000:
bringt ein zu kleiner Schritt voraussichtlich wenig und verschlimmert u.U. die Lage.

Zitat:
Zitat Nemo:
Aber was genau soll sich verschlimmern? Ich brauch da mal ne klare Antwort... solche Sätze machen mir sonst einfach Druck und Angst.

Hatte das zunächst überlesen. Aber ja, beantworte ich das selbstverständlich.

Nein, ich wollte dir weder Druck noch Angst machen. Zunächst einmal gehe ich davon aus, dass jetzt von ihrer
Seite, nach all den Schüssen vor den Bug durch deinen RA und Strafanzeige, sie nicht nur vorsichtiger agiert,
sondern erst einmal Ruhe ist. Ob das so ist und bleibt, wissen wir alle nicht.

Im Kontext habe ich nichts anderes gemeint, dass ein kleiner Schritt (nähere Umgebung zur Schule) - ausser
der direkten Nachbarschaft was ja gewichtig ist - nicht viel bringt. Falls sie dir das Leben weiter erschweren
will, könnte sie das tun und z.B. die Nachbarn und das dortige Umfeld gegen dich aufwiegeln mit falschen
Beschuldigungen. Also vom Regen in die Traufe kommen, nur mit dem Unterschied das was du hattest bereits
aufgegeben zu haben und vor dem gleichen Problem zu stehen und somit u.U. die Lage eher verschlimmert
wird. Das war gemeint. Zumindest sollte einem das bewusst sein, eine mögliche Gefahr in der Richtung sollte
jedenfalls - deine Ex hat gezeigt, wozu sie fähig ist - nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
Zitat:
Zitat von Gast2000:
Das Gegenteil könnte durch das Fluchtsignal, so wird das bei ihr ankommen, eintreten und sie bestärken auf
dem erfolgreich eingeschlagenen Weg weiterzumachen.

Zitat:
Zitat von Nemo:
Erstmal ist mir echt egal wie das bei ihr ankommt. Soll sie denken was sie will und damit glücklich werden... und was sollte schon noch passieren?! Ich hab das ja nun schon öfters gefragt, aber irgendwie auch keine Antworten erhalten, mit denen ich was anfangen kann. Du denkst, es kann noch schlimmer kommen?

Nein, ich hoffe, dass es nicht noch schlimmer kommen wird. Sie wird sich früher oder später für das was
sie versucht hat dir anzuhängen wahrscheinlich juristisch verantworten müssen. Aber, nach all dem was sie
bereits gemacht hat dir (und deiner Tochter) bewusst und vorsätzlich mit Lügen und falschen Anschuldigungen
zu schaden - mit dabei sichtbar werdenden Defiziten in ihrem Charakter - könnte ein entsprechendes Signal
sie ermuntern weiterzumachen. Könnte, und nicht mehr ist damit gemeint.

Auch ich sehe auf der Waage bei dir die Vorteile eher im eigenen, geordneten und wohlüberlegten Auszug ohne
notwendigen Schulwechsel für die Tochter und ihr das Kindgerecht, aber immer bei der Wahrheit bleibend, zu
erklären und sie mit in die (letztliche) Entscheidungsfindung mit einzubeziehen. Papa und Tochter also als eine
Einheit die beide dasselbe möchten. Ich denke, du bekommst das hin.

x 1 #5704


C
Zitat von Käptn Nemo:
... oder nehm ich den ganzen schei. einfach mit?!

Du nimmst alles immer mit, egal wie weit und wohin du gehst, es ist tief in dir gespeichert, macht sich geistig, psychisch, körperlich bemerkbar, oft unbewusst weil chronische, meist nicht mal spürbare Muskelanspannungen, dieses verhindern.

Was du dennoch schaffen kannst ist, diese Geschichte durch inneren Abstand langsam hinter dir zu lassen - Spuren davon bleiben, sie formen dich, lassen dich wachsen und reifen und es wird euch beiden wahrscheinlich durch räumlichen Abstand leichter fallen sich freier im Haus/Garten und Umgebung aufzuhalten.

Diese Krise ist jetzt gleichzeitig auch wieder eine Chance dich langsam von vielen deiner Ängste, Schuldgefühlen, Unsicherheiten zu lösen weil du jetzt "gezwungen" wirst bald eine Entscheidung zu treffen: gehen oder bleiben . . . dafür brauch es Kraft, Mut, Entschlossenheit und den Durchsetzungswillen dieses auch umzusetzen.

Unser aller Karussell dreht sich weil unsere tiefsitzenden Ängste es immer wieder antreiben, je mehr wir über belastende Situationen nachdenken, je schneller und länger dreht es sich, bis wir Lösungen gefunden haben.

Wir sind die Summe all unserer Erfahrungen, die wir bisher in unserem Leben gemacht haben, von Anfang an, gute oder weniger gute und das, und wie wir damit umgegangen sind.

100% Sicherheit gibt es nicht, auch nicht für Entscheidungen, das ist Fakt.

Wer dir nachhaltig Schaden will, wird es versuchen - du hast Möglichkeiten das auszubremsen, aber kannst es nicht wirklich verhindern, sondern euch so gut es geht davor schützen, u.U. mit behördlicher Hilfe u.m..

x 2 #5705


G
Zitat von Charla:
Du nimmst alles immer mit, egal wie weit und wohin du gehst, es ist tief in dir gespeichert, macht sich geistig, psychisch, körperlich bemerkbar, oft unbewusst weil chronische, meist nicht mal spürbare Muskelanspannungen, dieses verhindern. Was du dennoch schaffen kannst ist, diese Geschichte durch inneren Abstand ...

Danke @Charla, dein Post entspricht genau meiner Einstellung und Denkweise. Besser und verständlicher
kann man das kaum formulieren. Und ja, das trifft es für mich genau auf den Punkt.

x 1 #5706


KäptnNemo
Zitat von Gast2000:
Falls sie dir das Leben weiter erschweren
will, könnte sie das tun und z.B. die Nachbarn und das dortige Umfeld gegen dich aufwiegeln mit falschen
Beschuldigungen.

Naja, das passiert ja ohnehin.

Zitat von Gast2000:
Aber, nach all dem was sie
bereits gemacht hat dir (und deiner Tochter) bewusst und vorsätzlich mit Lügen und falschen Anschuldigungen
zu schaden - mit dabei sichtbar werdenden Defiziten in ihrem Charakter - könnte ein entsprechendes Signal
sie ermuntern weiterzumachen.

Ich denke, dass sie das so oder so tut. Ob ich im Haus bleibe oder paar Straßen weiter wohne.

Zitat von Charla:
durch räumlichen Abstand leichter fallen sich freier im Haus/Garten und Umgebung aufzuhalten.

Ja, das denke ich auch.

Zitat von Charla:
Unser aller Karussell dreht sich

Und wie genau kann ich da mal aussteigen?

Zitat von Anaria:
Nemo, natürlich wirst du diese schrecklichen Erlebnisse mitnehmen. Du hast ja durch einen Umzug nicht plötzlich Amnesie.

Leider!

Zitat von Anaria:
Das ist doch gar nicht möglich, wenn du Zaun an Zaun wohnen bleibst, wo jeden Tag neue Verletzungen auf dich warten. Wo du immer angst haben musst, dass der nächste Seitenhieb von Ex gegen dich oder deine Tochter kommt.

Genau das denke ich ja auch...

Zitat von Anaria:
Du kannst nur entscheiden, wie du damit umgehst. Und da finde ich aufgrund der Gesamtsituation und der anhaltenden drohenden Gefährdung einen Umzug ein absolut vernünftigen Schritt.

Im Prinzip denke ich auch, dass es eigentlich der einzige richtige Weg ist um sich da mal komplett rauszuziehen.

x 4 #5707


W
Zitat von Heffalump:
Es soll Leute geben, die ziehen mit Mann und Maus um den Globus, weil Arbeit, weil Liebe, weil *warum auch immer*.


Ja, und das ist eben der Unterschied: Dieses "Warum-auch-immer" gegenüber "weil wegen Kind und seinem Wohl". Darin liegen dann ja keine Gründe, die letztlich auf dem Rücken der Kinder lasten. Und wie Gast2000 ja schrieb: Kinder spüren das alles sehr genau, bekommen sehr vieles mit und fühlen sich dann womöglich "schuldig".
Wenn, dann sollte man die Karten wirklich ganz offen auf den Tisch legen (auch einem Kind gegenüber). Also sagen, was Sache ist.

x 1 #5708


R
Also, wenn meine Nachbarin zum anderen Nachbarn mit Kleinkind zieht und die Eigentliche Frau des Nachbars samt Kinder auszieht, würde ich echt doof gugge.
Ich denke das Nemo sich darüber wenig Sorgen machen sollte.
Ich stell mir das grad Bildlich bei meinen Nachbarn vor. Irgendwie surreal.

x 3 #5709


G
Zitat:
Zitat von Gast2000:
Falls sie dir das Leben weiter erschweren will, könnte sie das tun und z.B. die Nachbarn und das dortige Umfeld
gegen dich aufwiegeln mit falschen Beschuldigungen.

Zitat:
Zitat von Nemo:
Naja, das passiert ja ohnehin.

Ich vermute, du hast meinen Text falsch verstanden. Gemeint war eine neue Eskalationsstufe am neuen Wohnort
mit neuen Nachbarn und Umfeld, wo sie, da du dort persönlich nicht bekannt bist, u.U. ein leichteres Spiel hat ihre
Ziele zu erreichen. Wenn ich das richtig interpretiere passiert das momentan an deinem jetzigen Wohnort mit
die Nachbarn werden gegen dich mit falschen Beschuldigungen aufgewiegelt und du merkst bereits die Auswir-
kungen? Wenn das zutreffend ist, verstehe ich das du wegziehen möchtest natürlich uneingeschränkt. In einem
derartigen Umfeld wollte ich auch nicht leben.
Zitat:
Zitat von Gast2000:
Aber, nach all dem was sie bereits gemacht hat dir (und deiner Tochter) bewusst und vorsätzlich mit Lügen und falschen Anschuldigungen zu schaden - mit dabei sichtbar werdenden Defiziten in ihrem Charakter - könnte ein entsprechendes Signal sie ermuntern weiterzumachen.

Zitat:
ZItat von Nemo:
Ich denke, dass sie das so oder so tut. Ob ich im Haus bleibe oder paar Straßen weiter wohne

Also bringt ein Umzug in die nahe Umgebung in dem Bereich, wie du selber erkennst, nichts. Mein Punkt ist
jedoch, wie beschrieben, ein anderer. Nämlich, welche Signalwirkung geht/kann von einem eigenen Auszug
aus dem eigenen Haus ausgehen. Signalwirkung an sie, aber auch an die Nachbarn und an das jetzige Umfeld.
Wer etwas weiter denkt, kann erkennen was insgesamt gemeint ist.

Ich bin da anders gestrickt. Es gibt den Spruch "wer sich nicht verteidigt, klagt sich an", den ich zwar so nicht
teile, aber der im Kern ausdrückt, was ich für mich als sehr wichtig ansehe und dazu gehört auch wer aufgibt
oder nicht kämpft, hat bereits verloren. Nicht absolut, sondern in durchdachter Abwägung. Daraus ergibt sich,
ich bin für dich in diesem Teilbereich kein geeigneter Berater. Alles gut, kein Problem.

Mit den nun sicher besser zu verstehenden Ergänzungen und Erläuterungen hoffe ich deine Fragen ausreichend
beantwortet zu haben.

Mache dir nicht mehr Gedanken als nötig und sammele Kraft. Du weißt nicht was in den nächsten Tagen und
Wochen auf dich zukommt und ja, wenn es gut läuft, kann sich auch das was dir zu schaffen macht in deinem
Sinne auflösen. Z.B. Einstellung der Ermittlungen gegen dich, die Ex muss sich vor der Justiz verantworten,
nebenan beim Nachbarn schließt sich die Haustür von außen und beide verschwinden dauerhaft.

Nemo, etwas mehr Selbstbewusstsein, ein kleines Stück weit unverkrampfte Gelassenheit wäre, glaube ich,
ganz gut und verschwende keine Zeit und Kraft für Dinge die du nicht selber beeinflussen kannst, sondern nur
für das von dir beeinflussbare und die Gabe das Eine von dem Anderen unterscheiden zu können. Das kann
helfen den Kopf etwas freier zu bekommen.

x 2 #5710


Heffalump
Zitat von whynot60:
Wenn, dann sollte man die Karten wirklich ganz offen auf den Tisch legen (auch einem Kind gegenüber). Also sagen, was Sache ist.


Ich denke, Nemo wird das "Kind" schon schaukeln.

Und dann würde ich trotzdem noch warten, was der Psychologe zu sagt.

x 4 #5711


KäptnNemo
Zitat von whynot60:
Kinder spüren das alles sehr genau, bekommen sehr vieles mit und fühlen sich dann womöglich "schuldig".

Na das ist mir klar. Ich hab auch nicht geplant meiner Tochter irgendwas vorzumachen - dennoch muss ein 8jähriges Kind eben auch nicht jedes kleinste Detail kennen.

Zitat von whynot60:
Wenn, dann sollte man die Karten wirklich ganz offen auf den Tisch legen (auch einem Kind gegenüber). Also sagen, was Sache ist.

WENN wir umziehen, dann wird sie schon den Grund erfahren - aber behutsam und nicht mit einer Hau-Ruck-Methode! Und ganz bestimmt wird sie auch - denn dazu ist sie zu jung! - nicht alles erfahren. Ich werde ihr heute sowieso erzählen müssen, dass Ex nun mit "Bruder" nebenan wohnt. Hab mir letzte Nacht viele Gedanken dazu gemacht und denke einfach, dass es doch besser ist wenn sie es von mir erfährt, bevor sie es so mitbekommt.

Zitat von Gast2000:
Gemeint war eine neue Eskalationsstufe am neuen Wohnort
mit neuen Nachbarn und Umfeld,

Ja, sorry... ich habs wohl zu schnell gelesen und nur die Hälfte ist bei mir hängen geblieben. Klar, kann alles passieren - kann aber eben auch sein, dass dann endlich mal Ruhe einkehrt.

Zitat von Gast2000:
Wenn ich das richtig interpretiere passiert das momentan an deinem jetzigen Wohnort mit
die Nachbarn werden gegen dich mit falschen Beschuldigungen aufgewiegelt und du merkst bereits die Auswir-
kungen?

Jap!

Zitat von Gast2000:
Wenn das zutreffend ist, verstehe ich das du wegziehen möchtest natürlich uneingeschränkt. In einem
derartigen Umfeld wollte ich auch nicht leben.

Eben! Ich sagte ja, es ist kein Zuhause mehr. Natürlich steckt hier viel Herzblut drin, viel Schweiß, viel Geld - aber ich bin kein Mensch der an sowas festhält, wenn anderes Wichtiger ist.

Zitat von Gast2000:
Also bringt ein Umzug in die nahe Umgebung in dem Bereich, wie du selber erkennst, nichts.

Das mag sein. Also meine beste Freundin hat da eventuell schon was gefunden. 30km von hier..


Zitat von Gast2000:
Signalwirkung an sie, aber auch an die Nachbarn und an das jetzige Umfeld.

Aber ich kann doch nicht bei allem immer nur darauf schauen, was ich damit für Signale sende?


Zitat von Gast2000:
"wer sich nicht verteidigt, klagt sich an",

Ja - aber ich muss mich ja nicht "laut" verteidigen!


Zitat von Gast2000:
und dazu gehört auch wer aufgibt
oder nicht kämpft, hat bereits verloren.

Aber ich geb doch nicht auf, nur weil ich eventuell hier wegziehe? Ganz im Gegenteil (finde ich zumindest). Ich tu gerade alles, damit es endlich mal aufhört. Ich kann genauso gut auch Krieg führen und wer leidet dann wohl am meisten drunter?


Zitat von Gast2000:
Mache dir nicht mehr Gedanken als nötig und sammele Kraft.

Jo, sagt sich immer so leicht.

x 4 #5712


S

Heffalump
Zitat von Käptn Nemo:
Aber ich geb doch nicht auf, nur weil ich eventuell hier wegziehe?

Man kann es auch so auslegen, das du wegziehst, weil du dir das Elend nicht antun willst, wenn der Nachbar spannt, wem er seine Gattin geopfert hat. Du hattest und hast schon dein Ticket für "Dämone und ihre Wirkung". Er darf noch.

Ich verstehe eh nicht, warum es hier zu solchen Diskussionen kommt, weil du entscheidest, das es für dich und Tochter besser wäre.

Welchen Eindruck du bei der Dame hinterlässt ist doch schnurzpiep. Da die sowieso nicht alle windeln auf der Leine hat.

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C
Zitat von Käptn Nemo:
Unser aller Karussell dreht sich. . .

Und wie genau kann ich da mal aussteigen?

Nemo, für mich ist das eine Lern- und Lebensaufgabe, ein Lernprozess, der nie endet.
Loslassen ist das Thema.

Ich wuchs mit einer depressiven, wehleidigen Mutter auf, für die sich alles um sie drehte, wir Kinder wurden stark vernächlässigt und mit unseren Fragen, Ängsten und Sorgen alleingelassen.

Wir mussten stets Rücksicht auf sie nehmen. Wurden von ihren Ängsten befeuert, sie versprach oft etwas mit uns unternehmen zu wollen, ohne das sie sich daran hielt. Als Älteste musste ich schon früh Mutterfunktion übernehmen und fühlte mich oft überfordert damit, meine Kindheit war zu kurz und kaum vorhanden.
Ein Vater war nur sporadisch da, kümmerte sich auch nicht und starb sehr früh.
Das hat mich natürlich geprägt, als ich meine ersten Beziehungen hatte, suchte ich mir anfangs noch unbewusst ähnliche Partner, Egoisten, die wenig auf meine Bedürfnisse Rücksicht nahmen und ich vieles in der Partnerschaft wieder allein übernahm, ohne deren Unterstützung.

Erst als es mir bewusst wurde, dass ich meinem alten, anerzogenen Muster folgte, konnte ich im Laufe der Jahre Änderungen vornehmen und habe einen gesunden, lebenserhaltenden Egoismus entwickeln können. Folgedessen konnte ich viele meiner Ängste abbauen, bekam mehr Selbstvertrauen, wurde aufgrund meiner Erfolge selbstsicherer und konnte auch mehr Resilienz aufbauen, welche wichtig ist um Krisen besser und schneller bewältigen zu können, sie ziehen mir nicht mehr so wie früher den Boden weg, meine innere Erstarrung hat sich gelöst und mein Kopfkino springt weniger und kürzer an.

Jeder von uns entwickelt seine eigenen Bewältigungsstrategien, dennoch geht es immer um fehlendes Urvertrauen, Schuldgefühlen und Angst, die Angst vor dem Tod, die hinter allem steckt und tief in uns verwurzelt ist.

Es geht dabei nicht um den physischen Tod, sondern darum, dass etwas Altes in uns sterben muss (unsere Gedanken über uns und Menschen, Situationen), damit etwas Neues entstehen kann.
Wir dadurch wie Phönix aus der Asche uns selbst erneuern oder wie eine Schlange, die alte Haut abstreifen und zurücklassen können.

Das erzeugt erstmal Leid und Schmerz, wie bei einer Geburt, erst wenn du bereit bist da hindurchzugehen lösen sich alte Nebel auf und du kannst heilen.

Schau auf dich, was ist jetzt dein größter Schmerz ? Versuche ihn tief in dir zu spüren und gehe durch ihn hindurch, nehme ihn an und akzeptiere ihn, dann kann er sich umwandeln zu dem, was er ursprünglich mal war, das fühlt sich wie eine Befreiung an.

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