Zitat von Käptn Nemo: Hart waren einfach die Sätze "Ich bin krank und werde sterben, aber ich sag Dir nicht was ich hab"
- das hat damals unheimlich viel Ängste in mir ausgelöst und damit konnte ich eben nicht umgehen.
Mit 46 ist sie dann gestorben, vor 7 Jahren.
Ich denke aber, dass ich damit so weit es geht abgeschlossen habe. Kann ja eh nix dran ändern.
Genau und das ist selbstähnlich, aus meiner Sicht hat deine Mutter dir nicht vorbildlich beigestanden und versucht dir damit zu helfen deine Ängste zu bewältigen, damit du diese schlimme Nachricht irgendwie verarbeiten kannst.
Und deine Ex hat auch anfangs auch geschwiegen weil sie dir den Namen nicht sagte, damit lies sie dich auch allein damit .... und du musst sehen wie du das bewältigen kannst.
Es sind immer die Gefühle, die damit in Zusammenhang stehen und diese wiederholen sich, meiner Einschätzung nach jetzt bei dir.
Zurück geblieben sind einige Ängste von damals, die jetzt wieder spürbar werden.
Zitat von Käptn Nemo: Und zum anderen halt der Tod meines Vaters - meine Mutter hat mir vermittelt, dass es meine Schuld war (ich sehe das genauso!) und es war halt ein absolutes Tabu Thema bei uns. Allerdings dachte sie auch, dass ich zu blöd bin um mitzukriegen, dass sie abends in ihr Kissen weint.
Aber all das ist Vergangenheit und hat nix mit meiner Tochter zutun!
Stimmt, es hat nur indirekt mit deiner Tochter zu tun - deshalb schrieb ich du kannst lernen beides zu trennen, denn es hat höchstwahrscheinlich noch mit deinen restlichen Kinder/Jugend-Ängsten und Schuldgefühlen (die du noch von damals in dir hast) zu tun, die sich jetzt mit Ängsten deiner Tochter gegenüber vermischen.
Für mich galt und gilt Aktuelles von Altem trennen zu können, das bringt mich mehr auf die Erwachsenen Ebene(RatioVerstand), ich kann dann anders reagieren als wenn ich mich auf Kinderebene(Gefühle) einlasse und mich mit meinen verbliebenen Ängsten verstricke.
Es geht um selbstähnliche Situationen, deshalb können wir diese nicht immer sofort erkennen, der berühmte Wolf, der sich im lieblichen Lämmlein versteckt und der mich auffressen kann wenn dieser sich zeigt.
Ich weiss nicht wie es dir damit geht, ich konnte mir viele Jahre nicht erlauben glücklich zu sein, aufgrund meiner Kindheitserfahrungen und als Erwachsene wegen des Todes meines Kindes, für den ich mich lange verantwortlich fühlte. Es real aber nicht verhindern konnte, dass er nachts einfach aufhörte zu atmen. Anfangs habe ich mich unbewusst selbst damit verstraft weil ich glaubte nicht mehr froh sein zu dürfen, bis ich erkannte, das meine alten Kinderängste es mich so glauben liessen, damit hatte ich die Chance meine Einstellung, meine Gedanken und langsam auch meine Gefühle dazu zu ändern.
Ich nehme an, dass du, bevor all das Schreckliche in deinem Leben passierte, schon eine gewisse Resilienz erschaffen und womit du dich dennoch als Stehaufmännchen entwickeln konntest, du weißt sehr viel, auch was das Richtige für dich ist, deine Ängste und Selbstzweifel lassen dich in Wichtigem noch schnell wieder davon ablenken und du kannst jetzt lernen wie du anders damit umgehen kannst.
Nemo, mein Eindruck ist du fühlst dich hier von einigen unverstanden, ich vermute, das ist nicht wirklich so, diese User, so wie ich auch, gehen nur anders mit Krisen um und ich glaube kaum jemand muss jetzt durch soviele Baustellen hindurch als du.
Allein, dass du damals schon soviel Kraft aufbringen konntest um das überhaupt überleben zu können verdient den höchsten Respekt vor dem damaligen Kind und Jugendlichen in dir.
Auch als Erwachsener machst du das hervorragend, deshalb brauchst du deine Ängste nicht mehr haben und dir selbst vertrauen können.
Du wirst erst richtig durchatmen und dein Leben voll leben und geniessen können wenn du dich von verbliebenen Schuldgefühlen befreien kannst, besonders die wegen deines Vaters, das wird dir die Heilung bringen, die du brauchst, dann hört deine Art der Selbstbestrafung auf.
Es ist aber egal, was wir dir diesbezüglich schreiben, es kommt nicht wirklich an weil du nicht selbst an dich glaubst und dir nicht vertraust, dann könnten sich fast all deine Ängste auflösen.
Das bedeutet nicht, dass dein Leben ohne Hindernisse abläuft, sondern das du weißt :
Egal was passiert, du schaffst das ! Weil du selbst die Macht und Kraft hast dein Leben zu bewältigen, trotz allem Leid was es mit sich bringen kann und du auch wieder aufstehen und weitergehen kannst.
So ähnlich denkst du wahrscheinlich auch, du kannst es nur noch nicht so fühlen.