Zitat von Käptn Nemo: Meine Tochter stellt zur Zeit sehr viele Fragen und es ist nicht immer leicht, die richtige Antwort zu geben. Bzw. was ist denn auch überhaupt die richtige Antwort?!
Nemo, die richtige Antwort ist die, die du in diesem Augenblick liebevoll geben kannst, du wirst es vielleicht erst später einmal erfahren ob das hilfreich war, am Verhalten deiner Tochter.
Schaue wie sie reagiert und frage sie was sie von dir braucht.
Eltern geben immer das Beste, was sie in diesem einen Moment geben können, und meistens geben sie das weiter, was sie selbst erfahren haben.
Du gehst behutsam und liebevoll mit der Kleinen um und hast dir sogar Unterstützung gesucht, mehr geht einfach nicht. Weil du offen mit deiner Tochter kommunizierst werdet ihr Wege finden um besser mit dieser schmerzvollen Zeit umgehen zu können und damit meine ich nicht, dass die Wege leicht sind. Da behutsam hindurchzugehen, euren Schmerz teilen und miteinander heilen wird euch noch stärker machen.
Zitat von Käptn Nemo: Hab eine zeitlang es gut geschafft die Dinge wegzudrücken, funktioniert leider gerade überhaupt nicht mehr. Je mehr ich sehe und mitbekomme, desto schwieriger wird es damit umzugehen.
Das war wahrscheinlich eine Art Selbstschutzfunktion, sofern du wichtige Dinge erledigt hast, ist die "Schonzeit" vorbei und die harte Realität wird spürbarer.
Zitat von Käptn Nemo: Und ich schwanke nach wie vor immer noch hin und her zwischen bleiben und gehen. Wir können uns hier schlecht ausweichen und jedes mal wenn ich meinen "Sohn" sehe, dann ist es ein Stich mitten ins Herz.
Es ist ja immer noch relativ frisch und auch alles, was drumherum passiert macht die Angelegenheit nicht besser, die Nerven liegen blank und die Sensiblität nimmt zu. Ja, es ist so, das ist jetzt die Situation in der du bist.
Noch keine Entscheidung treffen zu können ist auch eine Entscheidung, du bist noch nicht soweit das tun zu können, gräme dich nicht, versuche das zu akzeptieren. Das bedeutet Loslassen und gut möglich, dass du genau dann klar wirst wohin du willst.
Zitat von Käptn Nemo: Zu der EF habe ich den Kontakt erst einmal eingestellt, es war doch zu aufwühlend - ich glaube für uns Beide.
Die Gerüchte breiten sich mehr aus und ich kann dem kaum noch ausweichen. Aber es ist unheimlich belastend und ich hoffe wirklich, dass sie irgendwann alles zurück bekommt. Vielleicht ein mieser Gedanke?
Der Gedanke ist verständlich, es bringt dir bloss nichts wenn du Ex noch soviel Raum gibst weil es dich belastet.
Das es mit seiner EF schwierig werden kann hatte ich vermutet, und du weißt nicht wie es da weitergeht, ob sie vielleicht doch irgendwann wieder zurückkommt?
Dann kannst du am Ende wieder der Buhmann sein. Mit Informationsaustausch wäre ich vorsichtig.
Zitat von Käptn Nemo: Gibt wohl Dinge, die man nie verstehen wird. Aber kann man jemals damit abschließen? Also wirklich neu starten und vergessen?
Und wie wird man die Sorgen, sowas könnte nochmal passieren los?
Wie lange braucht man wirklich um weitermachen zu können?
Wann hört diese Hoffnungslosigkeit auf?
Wann verschwinden all diese negativen Gedanken?
Ja, ist so wir können es nicht wirklich verstehen wenn wir anders gestrickt sind, dann ist uns dieses Verhalten fremd.
Deine Fragen kann ich nur aus eigener Erfahrung beantworten, alles wird möglich sein, wenn du akzeptierst, dass es so ist und du dir vornimmst achtsam, aber nicht überängstlich sein.
Angst löst die Sorgen aus. Es geht darum anders mit den Ängsten umgehen zu lernen und zwar so, dass sie dein Kopf-Leben nicht mehr so beherrschen.
Zitat von Käptn Nemo: Sie hat ein Dach übern Kopf, nen Vater fürs Kind, und einen Mann an ihrer Seite - trotzdem haut sie um sich?! Warum?!
Darüber wurde hier schon genügend spekuliert, keiner kann es dir sagen, denn wir wissen nichts.
Vielleicht hat sie mit ihren Drohungen zum ersten Mal die Wahrheit gesagt und dir ihre Absichten auch mitgeteilt ?
Zitat von Käptn Nemo: Aber kann man jemals damit abschließen? Also wirklich neu starten und vergessen? Und wie wird man die Sorgen, sowas könnte nochmal passieren los? Wie lange braucht man wirklich um weitermachen zu können? Wann hört diese Hoffnungslosigkeit auf? Wann verschwinden all diese negativen Gedanken?
Vergessen wirst du es nie, dafür ist es zu traumatisch und zerstörerisch, es wird Spuren hinterlassen, die dich formen werden, dich stärker machen.
Du hast ähnliches schon Mal durchgemacht und bist auch da wieder herausgekommen, es hat dir die Stärke gegeben um das Jetzt alles überleben zu können.
Zitat von Käptn Nemo: Einfach aufstehen und weitermachen? Gibt es da ein Geheimrezept?
Hab Vertrauen in dich. Du darfst die Momente der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit haben und gleichzeitig auch dankbar sein, für die schönen Momente, die du trotz allem mit deiner Tochter teilen darfst.
Abwarten hört sich für mich nicht richtig an, eher würde mir Geduld haben zusagen.
Ich weiß wie schwer das fällt, manchmal entwickeln sich unangenehme Angelegenheiten viel zu langsam - du kannst es oft nicht ändern, nur annehmen, dass es so ist.
Zitat von Käptn Nemo: Hab auf jedenfall die letzten Tage genutzt um mit meiner Tochter auch ein paar schöne Dinge zu machen, sie rauszuholen aus allem. Und ich bin wirklich dankbar für diese wunderbare Tochter. Sie ist schon echt ein fantastisches Kind und trotz allem steht sie immer wieder auf.
Das sie so ein wunderbares Kind werden konnte, trotz allem, was sie schon mitmachen musste und muss, ist dein Verdienst, darauf darfst du stolz sein.
Ich wünsche euch ganz viele frohe Kraftmomente !